M-V: Zehn Schafe im Biosphärenreservat Schaalsee gerissen, fünf weitere verletzt

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Am Wochenende (6. April 2019) wurde ein Rissvorfall im Landkreis Nordwestmecklenburg gemeldet. Betroffen war eine Schafhaltung im Biosphärenreservat Schaalsee. Der Gutachter fand insgesamt zehn tote und fünf verletzte Tiere vor. Im Ergebnis der Rissbegutachtung muss ein Wolf als Verursacher des Übergriffs als wahrscheinlich gelten. Zur weiteren Untersetzung der Befunde wurden Genetikproben genommen. In der genannten Region waren bislang keine Riss­vorfälle zu verzeichnen. Daher werden die Nutztier­halter der Region um erhöhte Aufmerksamkeit sowie um Überprüfung der Schutzeinrichtungen für Haus- und Nutztierhaltungen gebeten.

Um den Mindestanforderungen des Grundschutzes für Schaf- und Ziegenhaltungen zu entsprechen, müssen die Zäune allseitig geschlossen sein. Die Mindesthöhe beträgt dabei für stromführende Zäune 90 Zentimeter. Empfohlen werden allerdings über den Grundschutz hinausgehende höhere Zäunungen, die auch gefördert werden können. Außerdem muss der Abstand zum Boden sowie auch der Abstand zwischen Einzelelementen, beispielsweise den stromführenden Litzen, weniger als 20 Zentimeter betragen. Im Falle von Festzäunen wird dringend ein Untergrabschutz empfohlen, welcher ebenfalls förderfähig ist.

Ansprechpartner für Förderungen von Präventions­maßnahmen nach der Förderrichtlinie Wolf sind die jeweiligen Staatlichen Ämter für Landwirtschaft und Umwelt oder die örtlich zuständigen Großschutz­gebietsverwaltungen (Biosphärenreservats- oder Nationalparkämter).

Informationen zu Schadensfällen nimmt das Wolfsmanage­ment MV unter der Schadenshotline 0170-765 88 87 entgegen. Über diese Nummer können auch Nutztierhalterberatungen vermittelt werden.

Informationen (Fotos, Videos) zu Wolfssichtungen nimmt der Koordinator des Wolfsmonitorings Dr. Norman Stier (stier@forst.tu-dresden.de) entgegen. Eine Möglichkeit zur Online-Eingabe entsprechender Hinweise bei Wolfsverdacht besteht auch unter dem Schlagwort „Monitoring“ auf der Internetseite www.wolf-mv.de. PM

Beitragsbild: Von Wolf gerissenes Schaf (Archivbild). Foto: SE

 

2 Gedanken zu „M-V: Zehn Schafe im Biosphärenreservat Schaalsee gerissen, fünf weitere verletzt

  1. Carpe Diem.. jetzt erst recht

    Diese Tötungsmeldungen stumpfen bedauerlicherweise ab und frustrieren. Der Wolf ist doch mittlerweile überall, zumindest von der Mitte bis zur See.
    Überschüttet die Behörden mit Unterlassungsklagen, zeigt die Nabu-Fuzzies als kriminelle Wolfsvereinigung an, aber seht nicht tatenlos zu, wie wir als Gesellschaft von den Wolfsdemagogen permanent und penetrant demotiviert werden. Jedoch die Politiker aller couleur berauschen sich im Augenblick mit der Europawahl und die Grünen tun sich mit Enteignungsparolen wichtig. Und die Jagdverbände machen “volle Deckung”?

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    1. JM

      Hallo Carpe Diem,
      du hast völlig recht ich habe an anderer Stelle mal folgendes geschrieben:

      Wir können lange debattieren, es wird aber zu keinem Ergebnis führen. Die Situation ist nur von den Verursachern zu lösen. Die Politik hat vor 20 Jahren von hinten herum Fakten geschaffen, die damals keinem Bürger kommuniziert wurde. Hat irgendjemand etwas bei Maischberger und Co. oder in der Bild gelesen, welche Auswirkung es hätte, wenn die FFH-Richtlinie eingeführt wird? Wurden wir informiert oder eventuell sogar gefragt? Nein!!!! Mir braucht auch keiner mit der EU kommen und sagen, die haben es gemacht. Wir sind Mitglied und haben kein Veto eingelegt.
      Entweder akzeptieren wir jetzt den Wolf oder wir müssen neue Fakten durch Parteien schaffen, die damals nicht dabei waren und uns verar…t haben.

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