Luxemburg: Militär soll Mufflonherde auslöschen

Die an der deutschen Grenze bei Trier gelegene luxemburgische Stadt Echternach möchte eine 200 Stück starke Mufflonherde im Stadtwald vom Militär abschießen lassen. Begründung: Die Tiere seien eine Belastung für das Ökosystem. Bürgermeister und Stadtförster klagen in der der Tageszeitung Volksfreund, dass die Tiere mit ihren Hörnern die Bäume beschädigen würden, und die Förster keine neuen Bäume pflanzen könnten, weil die jungen Bäume wiederum von den bösen Muffeln verbissen werden würden. “Es ist eine invasive Art“, stellt Bürgermeister Yves Wengler kategorisch fest: “Und die muss weg.” Richten – oder vielmehr hinrichten – soll es jetzt eine behördlich angeordnete Jagd durch Polizei und Militär. Anders könne man der Plage nicht mehr Herr werden, so der Bürgermeister im Volksfreund, auch “weil der Jagdpächter seine vorgeschriebenen Abschusszahlen nicht einhalte.” Die Behördenjagd sei bereits im Frühjahr beantragt worden, nur die Unterschrift der luxemburgischen Umweltministerin fehle noch, klagt der Bürgermeister.

Einer Anfrage eines Fernsehsenders zufolge wurde die Jagd bisher aus Tierschutzgründen nicht genehmigt, es solle bis nach der Aufzuchtszeit der Lämmer gewartet werden. Dann könne es losgehen. SE

Beitragsbild: Mufflon. Quelle: www.tiermotive.de, Wikipedia. Veröffentlicht unter der Creative Commons Attribution-Share Alike 2.0 Germany Lizenz

5 Gedanken zu „Luxemburg: Militär soll Mufflonherde auslöschen

    1. Frosch

      Die Konten müssen geschützt werden. Aber ich verstehe den Aufriss nicht? Sie müssen sich nur noch ein wenig gedulden und der Wolf wird’s richten, siehe Lüneburg.

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  1. Ronbi

    Gibt es bei uns nicht auch solche forstamtlichen und politischen Hammel (liebe Mufflone, nicht böse sein), die Wald vor Wild fordern.
    Wenn Militär, dann doch gleich Gewehrgranaten-Einsatz. Da spart man sich das Aufräumen und es sind doch Steuergelder.
    Mit Massentötungen und extremer Blödheit, haben wir Menschen ja so unsere Erfahrungen.
    Bitte um Entschuldigung, nur angesichts solcher Unfähigkeit, bleibt mir eben nur der Zynismus.
    Da trauen sich dann noch irgendwelche Beklopptenorganisationen, auch nur irgendwas gegen die Jagd zu sagen.
    Den Luxemburgern, wie auch den Typen im Harz oder in Bayern, die massenweise Wild umlegen, kann ich nur zurufen:
    SCHÄMT EUCH IN GRUND UND BODEN.

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