LJV Schleswig-Holstein wählt neues Präsidium

Nach dem Rücktritt des gesamten LJV-Präsidiums wurde am Freitag, den 22. Januar auf einer außerordentlichen Hauptversammlung ein neues Präsidium gewählt. Die 183 Delegierten aus 20 Kreisjägerschaften wählten (v.l.n.r.): Wolfgang Heins (Präsident), Andreas-Peter Ehlers (Vizepräsident), Axel Claußen (Vizepräsident), Peter Stodian (Schatzmeister), Jörg Sticken (Schriftführer), Henning Höper (Beisitzer), Herbert Häger (Beisitzer), Otto Witt (Beisitzer) und Hendrik Löffler (Beisitzer). PM LJV SH

Beitragsbild: Neu gewähltes Präsidium des LJV Schleswig-Holstein. Copyright: LJV SH

4 Gedanken zu „LJV Schleswig-Holstein wählt neues Präsidium

  1. Hans-Dieter Pfannenstiel

    In einer Zeit, da uns Jägern der Wind scharf ins Gesicht bläst, in der Ökodiktatoren in Parteien und Ökofantasten verschiedener NGOs die Jagd nach ihrem Gusto verändern oder gar abschaffen wollen, bieten Jagdverbände im DJV ein Bild der Zerrissenheit: Die Bayern verlassen den DJV, in Sachsen und im Saarland folgt in kurzen Abständen ein Präsident dem nächsten. In Hessen tritt der Pressereferent zurück, in Nordrhein-Westfalen kandidiert ein Vizepräsident nicht mehr, in Berlin totale Zerstrittenheit und reihenweise Austritte aus dem Jagdverband nach der letzten Vorstandswahl. Und nun wird das gesamte Präsidium des LJV in Schleswig-Holstein ausgetauscht. Geht´s denn noch? Divide et impera, ist eine alte Maxime derer, die Macht ausüben wollen. Wir Idioten mache das divide ganz alleine und impera machen dann andere. Man muss ernsthaft darüber nachdenken, ob man im DJV bzw. in einem Landesjagdverband noch gut aufgehoben ist, ob die eigenen Interessen da noch gut aufgehoben sind. Die Mitgliederzahl eines Verbandes scheint mir fast umgekehrt proportional zu seinem Einflusspotential zu sein, zumindest was unsere Jagdverbände angeht. Ein kleiner, gut vernetzter und schlagkräftiger Haufen hat als Kampfverband offenbar deutlich mehr Einfluss auf das Geschehen, wie der ÖJV anschaulich zeigt. Quo vadis, DJV?

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    1. Benedikt

      Sehr geehrter Herr Prof. Pfannenstiel,
      die Ursache für die prekäre Situation der Verbände sehe ich vor allem in der Struktur der Verbände, die geradezu die Intransparenz fördert. Daneben lässt diese die einzelnen Mitglieder recht machtlos zurück. Wenn dann das Präsidium nicht gerade von ambitionierten Personen besetzt ist, die vor allem eine gute Arbeit machen wollen, dann kommt so etwas heraus wie die Misere in der Öffentlichkeitsarbeit die wir in vielen Verbänden erleben können. Die Struktur / Satzung ist eben vor langer Zeit entstanden, als die Politik noch Sachargumenten gegenüber aufgeschlossen war, und ein einheitliches Auftreten entscheidend. Heute aber braucht es ein anderes Vorgehen bei dem Umgang mit Umweltministern, die lediglich ihr eigenes Klientel bedienen wollen, zu dem wir nicht gehören. Dafür sind unsere Verbände nicht optimal aufgestellt / verfasst. Dazu kommt die Basis, die es nicht gewohnt ist, aktiviert zu werden, und auch nicht immer die veränderte Lage erkennt.
      Ich ziehe jedenfalls den Hut vor dem hessischen Pressesprecher der mit seinem Rücktritt wenigstens die Verschaukelung der Basis durch das Präsidium nicht mitmachen wollte.
      Es bedarf einer Änderung der Satzungen, um auf die neue Situation eingerichtet zu sein. Zudem ist der Zusammenschluss aller Landnutzer wichtig. Dies darf nicht abstrakt und ohne die Aktivierung der Basis erfolgen.

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  2. Joachim Orbach

    Sehr geehrter Herr Pfannenstiel,
    Ihrem Kommentar kann ich nur zustimmen. Was den DJV allerdings anbelangt stellt sich für mich die Frage: Wird der DJV leider nicht oftmals von den Landesfürsten ausgebremst, wenn diese sich oftmals wie “Bruce Allmächtig” aufspielen? Da zog doch auch einmal einer aus und wollte DJV Präsident werden – wurde aber nicht gewählt. Einem kleinen, gut vernetzten und schlägkräftigen Haufen messe ich in der heutigen Zeit wichtige Bedeutung im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit bei. Dieses wird u.a. auch durch die hohen Seitenabrufe von http://www.aktionsbuendnis-neue-medien.de deutlich – aus der Idee der 51. Int.-Jagdkonferenz entstanden. Hier dürfte es allerdings auch wichtig sein, wenn zu den Beiträgen entsprechende Kommentare folgen. Wie gut und schell man einen Kommentar schreiben kann, zeigt hier JAWINA.

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