LJV Mecklenburg-Vorpommern rudert zurück

Der LJV MV hat seinen Standpunkt “zum Runde Tischgespräch am 22.11.19 bei Minister Dr. Backhaus” in einer Pressemitteilung dargestellt. Demnach will der Verband die von Landwirtschaftsminister Backhaus (SPD) angeblich einvernehmlich erzielte Übereinkunft zur Ökologisierung des Landesjagdgesetzes (JAWINA berichtete) nicht mittragen: “Wir halten an den gewachsenen und bewährten Jagd- und Schonzeiten des Wildes fest”, heißt es in der Erklärung.

Und weiter: “Mit der Wildbewirtschaftungsrichtlinie, den Hegegemeinschaften und Hegeringen haben wir fachliche Gremien und Regularien, um unsere Wildbestände nachhaltig zu bewirtschaften. Dazu gehört auch, dass in wildreichen Gebieten über den Reduktionsabschuss eine Verringerung der Wilddichte erreicht wird.”

“90 % der Jagdstrecke des Landes werden von den über 10.000 Mitgliedern des Landesjagdverbandes realisiert”, stellt der LJV MV klar.

“Die drohende Gefahr der ASP fordert von der Jägerschaft unzählige Stunden und Aufwendungen bei der Reduktion der hohen Schwarzwildbestände”, so der LJV. “Als Anwälte des Wildes lassen wir es nicht zu, dass das Klima nun mit der Büchse gerettet werden soll und dabei Weidgerechtigkeit und Tierschutz auf der Strecke bleiben. Das ist mit uns nicht verhandelbar.

Wir als Präsidium des Verbandes werden uns gemeinsam mit unseren Mitgliedern in den nächsten Tagen mit den Ergebnissen des Runden Tisches befassen und die Presse darüber zeitnah informieren.” Ulf-Peter Schwarz, Pressesprecher des Landesjagdverbandes MV

Ein Gedanke zu „LJV Mecklenburg-Vorpommern rudert zurück

  1. Harald Will

    Die Erklärung des LJV halte ich für grundsätzlich richtig und gut. Allerdings muss zwingend darüber nachgedacht werden, wie die weidgerechte Jagd zum Einen und die desaströsen Zustände in einigen grossen Eigenjagdgebieten in denen mit ganzjährigen Fütterungen und saisollen “Hofjagden” -“gejagd” wird beseitigt bzw. umgestzt wird. Das sind massgeblich wichtige Themen, auch um der ASP vorzubeugen und der Bevölkerung zu zeigen, dass wir gemeinsach die Ursachen für das teilweise schlechte Image der Jagd beseitigen möchten.

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