Linken-Abgeordneter fordert Waffenaufbewahrung à la DDR

“Man muss zuhause keine Schreckschusspistole haben, auch keine scharfe Waffe. Das gilt auch für Sportschützen und Jäger. Die Waffen gehören in entsprechende Waffenkammern und müssen intensiv kontrolliert werden”, sagte der sächsische Landtagsabgeordnete Enrico Stange (Linke) im Interview mit dem MDR.

Die Zahl von Waffen und Waffenbesitzern nimmt in Sachsen zu. Das ergibt sich aus Anfragen der Linken-Fraktion im sächsischen Landtag. Dies sei besorgniserregend, erklärte Stange gegenüber dem MDR, hier fänden “irrationale Ängste und die Verrohung in der Gesellschaft ihren Niederschlag”. Stange fordert eine Verschärfung des Waffenrechts. Waffen sollen demnach nicht in Privaträumen, sondern in streng kontrollierten Waffenkammern aufbewahrt werden, wie es in der DDR der Fall war. Dies gelte auch für Sportschützen und Jäger, so Stange. Desweiteren müssten auch die Stellen bei staatlichen Kontrollbehörden aufgestockt und Waffenbesitzer stärker kontrolliert werden. red.

Beitragsbild: Der sächsische Linken-Abgeordnete Enrico Stange. Quelle: Enrico Stange

8 Gedanken zu „Linken-Abgeordneter fordert Waffenaufbewahrung à la DDR

  1. Ralf

    Wieder eine Bestätigung dafür, die Linke auch in Zukunft nicht zu wählen!
    Wehret den Anfängen. Da möchte wohl jemand die DDR wieder haben.
    Ist so jemand eigentlich auch als waffenrechtlich unzuverlässig anzusehen, wenn er meint, unser freiheitliches Rechtssystem zu beseitigen? Oder was ist das, was er macht? Und wenn er als waffenrechtlich unzuverlässig anzusehen wäre, dürfte er dann noch in einem Parlament/ einem Landtag sitzen? Eine berechtigte Frage, oder?
    Ich finde, dass rechte wie linke Parteien in unserem Land nicht mitentscheiden dürfen sollten.
    Volk und Politik sollten sich schon in einem freien Rahmen bewegen dürfen!
    Was käme als nächstes? Einschränkung der Reisefreiheit? Wiederaufbau der Berliner Mauer?

    Extreme braucht kein Mensch!

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  2. Hans-Dieter Pfannenstiel

    Ach ja, angesichts der Riesenzahl an braven Bürgern, die nach Beitritt der DDR zum Grundgesetz der BRD jedes Jahr von Jägern erschossen werden, müssen Jagdwaffen selbstverständlich wieder zentral aufbewahrt und vom Staat bewacht werden. Der Jagdleiter, ebenfalls selbstverständlich der Partei des Herrn Stange angehörend, gibt dann die Waffen wöchentlich zur Jagd an die Jäger des Jagdkollektivs aus, so wie es früher in der guten alten Zeit war. Überhaupt, warum kann eigentlich heute Jedermann Jäger werden, auch wenn er sich nicht gesellschaftlich mindestens in einer Kampfgruppe engagiert? Sauerei, das!
    Der wackere Beschützer der werktätigen Bevölkerung sollte einfach mal einen Blick in die Kriminalstatistiken werfen. Dann müsste selbst er die Absurdität seiner Forderung erkennen. Delikte mit Schusswaffengebrauch werden zu weit unter einem Prozent mit legalen Waffen begangen. Wenn unsere Volksvertreter im Hinblick auf die Eindämmung illegaler Waffen den gleichen Eifer entwickelten, den sie bei der Gängelung legaler Waffenbesitzer zeigen, wäre schon viel gewonnen. Aber, wie heißt das alte Sprichwort? Gegen Dummheit kämpfen Götter selbst vergebens!

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    1. Grimbart

      Den „Volksvertretern“ ist ein unbewaffnetes Volk am liebsten. Da kann man leichter allen Unsinn durchdrücken.

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  3. Anko

    Aus Wikipedia:

    “Nach dem Abitur und dem dreijährigen Militärdienst studierte Stange Politikwissenschaften und Arabistik. (…) Von 1986 bis zu seinem Austritt im Jahr 1991 war Stange zunächst Kandidat und später Mitglied der SED.”

    Gelernt ist gelernt.

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    1. AHe

      Weiteres Zitat Wikipedia:
      “Ab 1997 war er selbständig tätig, u. a. als Versicherungsfachmann und Mitinhaber eines Internet-Cafés in Leipzig. Von 2003 bis 2005 war Stange arbeitslos und begann 2004 sein politisches Engagement in der WASG.”

      Versicherungen waren nach der Wende mit die einzigen die solchen “Rothälse” in Ihre Reihen aufgenommen haben. Hatten diese doch schliesslich dank MfS (SED) besten Kundenzugang sowie antrainierte Umgangsformen bei der Neukundenakquise.
      Meine anderen Gedanken zur Person spare ich mir.
      Willkommen in der “Demokratie 2018” gesteuert durch “Mitte-Links”!

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  4. Kr.-Itisch

    Mir seinem BMI wäre vielleicht eine Ernährung aller DDR einzufordern. Das wäre dann wenigstens der Volksgesundheit förderlich.

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  5. Ronbi

    Was ist mit dem Messerblock in der Kücke?
    Und ist ein Löffel keine gefährliche Schusswaffe – tiefgefrorene Erbsen?

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