Lesefrüchte 1: Die taz über den waidgerechten Fangschuss

Aus der Perspektive der linken Tageszeitung taz dürfte es eher ein Randthema sein, uns Jägern liegt die Problematik am Herzen: Die Gesunderhaltung der Schwarzwildbestände und die damit verbundene Aussonderung mutierter Stücke – eine Problematik, die die Erörterung des “waidgerechten Fangschusses” unumgänglich werden lässt. Dank und Anerkennung gebührt der taz, dass sie sich des unpopulären Themas angenommen hat: “Zwei paarungsbereite, nackte Schweine auf einer Wolldecke im Maisfeld; einen Keiler im Pullunder, der seine Angelausrüstung im offenen Kofferraum verstaut hatte, oder eine Bache mit Frischlingen, die Pilzkörbchen durch den Mischwald trugen und dabei Kinderlieder sangen. Natürlich ist es unabdingbar, den Genpool von solchen offenkundigen Mutationen zu reinigen, um den Schwarzwildbestand gesund zu halten…”

Der mutige Beitrag räumt mit hartnäckigen Vorurteilen gegen Jagd und Jäger auf: „Klar, gab es bei Edeka eine Zeit lang die Option ‚Treueherzen oder Jagdschein?‘, was aber keinesfalls heißt, dass der Jagdschein nachgeschmissen wurde: Immerhin war dafür ein Mindestwareneinkauf von zehn Euro nachzuweisen. Und warum soll man, wie jetzt wieder gefordert wird, Fehlsichtige diskriminieren?“ Schütze redet sich in Rage: „Was soll denn schon passieren? Bei einer Sehschwäche ab – 8,0 Dioptrien sind automatisch größere Kaliber vorgeschrieben.” Prädikat lesenswert. SE

Beitragsbild: Der zitierte Artikel in der taz.

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