Leseempfehlung: Eine jagende Künstlerin

Ligaya Mishan, An Artist Who Hunts, Emilie Clark Gets Her Gun, Then Her Dutch Oven

Emilie Clark ist in jagdlicher Hinsicht denkbar wenig familiär vorbelastet. Über ihre Jugend in den 70er Jahren in San Francisco sagt sie in der New York Times: “Ich bin damit groß geworden, mit meiner Mutter auf Anti-Waffen-Demos zu gehen.” Die Vorstellung, eine Waffe in den Händen zu halten, erschreckte sie, wie sie gesteht. Aber es sei “ein wichtiger Teil ihrer Arbeit, sich selbst in unbequeme Situationen zu begeben.” So kam es im November vor zwei Jahren auf einer Insel in der schwedischen Ostsee zu jenem denkwürdigen Moment, als Emilie Clark ihre erste Schellente schoss. Sie schmuggelte die Ente nach Hause – Emilie Clark wohnt in New York – wo das Federwild mit Fenchel und Zwiebeln im emaillierten Gusseisen-Topf zubereitet wurde.

Dabei blieb es nicht. Zuhause übte sie Skeet-Schießen, schoss Fasane und Wildtruthähne für das Thanksgiving-Fest mit ihrer neu erworbenen 20er-Flinte. Ihre jagdlichen Erfahrungen und Eindrücke hat sie in einer Bilderserie mit dem Titel “Meditations on Hunting” (Meditationen über die Jagd) verarbeitet – filigrane Girlanden in Wasserfarben, zusammengesetzt aus Schnäbeln, Federn, Flügeln.

Die Ausstellung “Meditations on Hunting” ist vom 25. Februar bis 26. März in der Galerie Morgan Lehman in Chelsea zu sehen:

Morgan Lehman Gallery
535 West 22nd Street, New York, NY 10011
T. 212.268.6699 & F. 212.268.6766
E. art@morganlehmangallery.com

Beitragsbild: Die Ankündigung der Ausstellung “Meditations on Hunting” auf der Internetseite der Morgan Lehman Gallery

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