Leseempfehlung: Die Rückkehr der Wölfe – nach Kalifornien

Auch in Kalifornien, wo der Wolf 1924 lokal ausgerottet wurde, löst die Rückkehr des Raubtiers einerseits Euphorie, andererseits Ängste und Konflikte aus. Christiane Heil berichtet in der FAZ in einem lesenswerten Beitrag über die Stimmungslage in dem US-Bundesstaat. Vieles wird dem deutschen Leser vertraut vorkommen, einen großen Unterschied haben wir ausgemacht: Ehrlichkeit. Anstatt den Betroffenen Gewissheiten vorzugaukeln und beispielsweise das alte Lied von der “natürlichen Scheu” der Wölfe anzustimmen, sagt die in dem Beitrag ausführlich zitierte Naturschützerin und Leiterin der Wolfssschutzorganisation California Wolf Center, Karin Vardaman: „Wir können nicht absehen, welche Rolle der Wolf für das Ökosystem des Bundesstaates spielen wird. Wir wissen auch nicht, wie groß die Population in ein paar Jahren oder Jahrzehnten sein wird.” Vorbildlich. SE

Beitragsbild: Bildschirmfoto des empfohlenen Beitrags in der FAZ online.

Ein Gedanke zu „Leseempfehlung: Die Rückkehr der Wölfe – nach Kalifornien

  1. MH

    Daß die Landbevölkerung in (Nord)-Kalifornien mit dem Großräuber gerne anders umgehen würde als geplant (“non-letale” Maßnahmen), mag daran liegen, daß sowohl Bär als auch Puma dort bereits hinlänglich bekannt sind und beide auch als Kulturfolger seit langem den Bewohnern ländlicher Regionen oder Außenbezirke Sorgen machen. Aus eigenem Erleben kann ich berichten, wie Schwarzbären sich in der Nähe von Ansiedlungen auf Nahrungssuche machen. Auch vom Puma im Hühnerstall wurde von Bekannten berichtet – inklusive Beweisfoto. Es existieren in manchen Teilen Kaliforniens aber – Parallelität zu Deutschland – starke Naturschutzgruppen, die alles daransetzen, eine pragmatische Umgangsweise (“Tust Du mir nichts, tu ich Dir nichts”), zu verhindern. Die Behörde für “Fischerei und Wild” heißt aber, soweit ich weiß, “Fish & Game”, also Fischerei und Jagd.

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