Lecker Roadkill – Motorradfahrer kollidiert mit Reh und isst es auf

“Mehr geht bald nicht” – überschreit die Polizei Weimar eine Pressemeldung zu einem eigentlich alltäglich Wildunfall, der allerdings wirklich in einer bemerkenswerten Häufung von Delikten kulminierte: Am 18.05.2015 wurde die Polizei Weimar informiert, dass es am 17.05.2016 gegen 23:00 Uhr zu einem Wildunfall zwischen der Ortslage Blankenhain und dem Abzweig Keßlar kam. Der Fahrer (40) eines Krad „Kawasaki“ kollidierte auf der o.g. Ortsverbindungsstraße mit einem Reh stürzte und verletzte sich. Statt aber die  zuständigen Behörden zu informieren, bestellte er telefonisch eine Familienangehörige zum Unfallort. Das Reh wurde verladen nach Hause gebracht und als vermutlich leckere Mahlzeit zerlegt.

Noch während dieser Tätigkeit fiel der 40-jährige “unmittelbar um” und war nicht mehr ansprechbar. Mittels Rettungswagen wurde der Mann in die Zentralklinik Bad Berka gebracht und stationär aufgenommen. Vermutlich waren die Verletzungen, die er sich bei dem Wildunfall zugezogen hatte, doch schwerer als zunächst angenommen.

Doch dann kam es ganz dicke: Der “polizeibekannte Mann” war nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis, und sein Fahrzeug war zur Unfallzeit nicht zugelassen. Deshalb wird nun wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis, Verstoß gg. das Pflichtversicherungsgesetz und Steuerhinterziehung ermittelt. Auch einen Anzeige wegen Wilderei bleibt ihm nicht erspart. Wenigstens kann er darauf hoffen, nach der Entlassung aus dem Krankenhaus selbst totgefahrenen lecker “Rehbraten Kawasaki Art” serviert zu bekommen… PM PI Weimar/SE

Beitragsbild: Rehbock. Foto: SE

2 Gedanken zu „Lecker Roadkill – Motorradfahrer kollidiert mit Reh und isst es auf

  1. RK

    Herrlich. Rein journalistisch/schriftstellerisch ist die Überschrift ja wirklich näher bei “Mann beißt Hund” (außergewöhnlich) als bei “Hund beißt Mann” (alltäglich und uninteressant). Da kann man über die eventuelle Ungenauigkeit hinwegsehen (in der Überschrift wird der Vertilgungsakt durch den Kradfahrer als vollendet insinuiert, im Text wird nur vermutet, dass ggf. seine Angehörigen das Stück zerwirkt und zubereitet haben). :-))

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.