Niedersachsen: Landesregierung beendet Staatsjagden mit Prominenten

Agrarminister Meyer: Das passt nicht mehr in die Zeit

In Niedersachsen wird es nach dem Willen der niedersächsischen Landesregierung  ab diesem Jahr keine Staatsjagden mit prominenten Gästen  mehr geben. Das teilte das niedersächsische Landwirtschaftsministerium am Dienstag in Hannover mit. Agrarminister Christian Meyer sagte, diese auf „hochherrschaftlichen Riten aus der Kaiserzeit“ beruhende Jagd des jeweiligen Landesherrn im Saupark Springe passe nicht mehr in die Zeit.

Es werde auch keine Extra-Trophäen für besondere Personen auf Kosten der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler mehr geben, sagte Meyer. Die einmal im Jahr stattfindenden Staatsjagden standen jeweils unter der Schirmherrschaft des jeweiligen niedersächsischen Landwirtschaftsministers.

Die bislang auf Einladung des Ministerpräsidenten mit ausgewählten Prominenten und Honoratioren durchgeführten Jagden im Saupark Springe auf ausgewähltes Wild seien überholt. Auch hatte es in der Vergangenheit immer wieder Streit um die Auswahl und Veröffentlichung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie die Kosten der Veranstaltung gegeben. Diesen Ärger wolle man sich ebenso ersparen wie die Jagd von Tieren durch Ehrengäste, die oft keinen oder wenig jagdlichen Hintergrund hätten.

Die Würdigung der Jagd sowie der Jägerinnen und Jäger könnten anders erfolgen als durch eine fragwürdige Staatsjagd. „Wir stehen zu einer naturnahen Jagd und mehr Waidgerechtigkeit“, betonte Meyer.  Es werde auch weiterhin Einladungen zu Jagden der Landesforsten geben. Diese seien allerdings an fachliche Kriterien und Notwendigkeiten orientiert. Die niedersächsischen Landesforsten bleiben somit nach Meyers Worten erfahrenen Jagdgästen vorbehalten, etwa bei Regionaljagden oder Jagden mit den Kreisjägermeistern. PM MELV Niedersachsen

Bild: Symbolbild, Foto: SE

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