Kommentar: Niemand hat die Absicht, das Schalenwild auszurotten…

Inzwischen hat auch die Tagespresse erkannt, worum es bei der geplanten Durchführungsverordnung zum Brandenburgischen Jagdgesetz (DVO Jagd) geht: “Feuer frei im märkischen Wald” – so fasst die Lausitzer Rundschau ihren Eindruck zusammen. Wenn die bisherigen Regelungen zur Abschussplanung weitgehend ausgehebelt sind und der Mindestabschussplan an seine Stelle tritt, sobald die Waldbesitzer einen erhöhten Wildschaden an den per definitionem – nicht etwa abhängig vom Vorhandensein im jeweiligen Bestand – festgelegten Hauptbaumarten feststellen, “dann werden die Kameraden die ganze Zeit Dampf machen”, prophezeit Prof. Dr. Hans-Dieter Pfannenstiel auf lr-online.

Doch Carsten Leßner, Leiter der Brandenburger Obersten Jagd- und Forstbehörde in Personalunion und somit verantwortlich für den DVO-Entwurf, wiegelt ab: Niemand im Land wolle “das Prinzip Wald vor Wild anwenden”, und niemand wolle “die Wildbestände ausrotten.” Sprüche, die das Potenzial zum Kultklassiker haben hier in den neuen Bundesländern… SE

Beitragsbild: Headline des zitierten Beitrags auf lr-online. (Screenshot)

5 Gedanken zu „Kommentar: Niemand hat die Absicht, das Schalenwild auszurotten…

    1. MF

      Als Außenstehender sieht man, dass in Brandenburg noch immer die “alten Stasi-Köppe” aktiv dabei sind , Politik zu betreiben – wie damals……

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  1. RK

    Die West-Importe scheinen aber (wie andere Entwicklungen in den westlichen Bundesländern zeigen) gegenüber sozialistisch-diktatorischen Anwandlungen weniger sensitiv, vielleicht machen sie daher so effizient mit… Die “Ossis” sind da aufgeweckter und noch vorsichtiger, weil die Erinnerung an die Diktatur nicht so lange zurückreicht.

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