Königs Wusterhausen: Buben böllern Biber tot

Am 21.12 fand eine ortsansässige Jägerfamilie einen toten Biber im Schlosspark Königs-Wusterhausen bei Berlin. Das äußerlich unversehrte Tier wurde im Berliner Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) untersucht. Dabei wurden neben routinemäßigen pathologischen Untersuchungen auch die Trommelfelle des Bibers genauer betrachtet, da die Finder mitgeteilt hatten, dass Kinder Silvesterböller zwischen die auf dem Wasser schwimmenden Stockenten geworfen hatten. „Der gefundene Biber ist ein etwa sechs Monate altes weibliches Jungtier. Es wies beidseits zerstörte, gerissene Trommelfelle auf. Leber und Gehirn zeigten eine schockbedingte Stauung der Blutgefäße. Die Todesursache ist Ertrinken, da sich in der Lunge und im Magen viel Wasser befanden“, berichtet Gudrun Wibbelt, Veterinär-Pathologin und Wissenschaftlerin am IZW.

Trommelfell

Geplatztes Trommelfell der jungen Biberin aus Königs-Wusterhausen, Autor: Gudrun Wibbelt/IZW

Aufgrund des pathologischen Befundes zeichnet sich für Gudrun Wibbelt ein klares Bild ab. „Das Jungtier muss einer enormen Druckwelle ausgesetzt worden sein. Diese führte zu einem Schock. Da sich die junge Biberin zur Zeit des Zwischenfalls im Wasser befand, ist sie ertrunken. Es ist hochwahrscheinlich, dass ein Silvesterböller die Druckwelle ausgelöst hat”. PM IZW/FVB e.V.

Beitragsbild: Toter Biber in KW, Copyright: Anett H.

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