Kärnten: Landtagsausschuss einstimmig für Absenkung des Schutzstatus von Wölfen

“Deutschland hat die Rückkehr des Wolfs verschlafen, jetzt haben sie ein Riesenproblem.”

Die im Ausschuss für ländlichen Raum und Infrastruktur im Landtag des österreichischen Bundeslands Kärnten vertretenen Fraktionen haben einstimmig für eine Absenkung des Schutzstatus von Wölfen gestimmt. Mit dem Beschluss soll die Erstellung von Managementplänen und die Entnahme von Wölfen ermöglicht werden. Der Antrag wird nun im Landtag behandelt und dann an die Bundesregierung weitergereicht. Angestrebt wird ein Schulterschluss aller österreichischen Bundesländer, um eine Senkung des Schutzstatus für das gesamte Bundesgebiet zu erreichen.  Der Kärntner ÖVP-Landtagsabgeordnete Ferdinand Hueter erklärte, dies Vorgehensweise ermögliche es, geschlossen an Brüssel heranzutreten. Almwirtschaft und Wolf seien unvereinbar. Denn letztlich ist die Änderung des Schutzstatus nur auf EU-Ebene möglich. Verschiedene Länder erhöhen derzeit den Druck auf die EU, den Wolf von Anhang IV in Anhang V der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH) zu überführen. Dies würde eine Bejagung des Wolfs ermöglichen. FPÖ-Landesparteiobmann Gernot Darmann betonte, dass es nicht um eine Ausrottung des Wolfs, sondern um “maßvolle Regulierung” gehe: In Deutschland sei die Rückkehr des Wolfes verschlafen worden, sekundierte der FPÖ-Landtagsabgeordnete Harald Trettenbrein im ORF: “Jetzt haben sie ein Riesenproblem.” red.

Beitragsbild: Almwirtschaft in Österreich. Foto: SE

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