Jagdunfall bei Heiligendorf: Verfahren eingestellt

Das Verfahren gegen einen 45 Jahre alten Jäger, der im Dezember 2015 einen befreundeten, 36 Jahre alten Mann durch einen Fehlschuss auf einer Drückjagd bei Heiligendorf (Niedersachsen) schwer verletzt hatte (JAWINA berichtete), ist vom Amtsgericht Wolfsburg gegen Zahlung einer Geldauflage in Höhe von 2250 Euro eingestellt worden. Der Schütze hatte einen Frischling beschossen, der zwischen den beiden, in einem Abstand von etwa 50 Metern entfernt voneinander aufgestellten Jägern hindurch gewechselt war. Von den zwei abgegebenen Schüssen durchschlug einer die Heckscheibe eines Traktors (eines weit entfernt stehenden Traktors, wie die Wolfsburger Allgemeine Zeitung berichtet), das andere die Lunge des Geschädigten. Er klage noch heute über starke Schmerzen, berichtet die Zeitung. Nur eine Notoperation hat seinerzeit das Leben des Mannes gerettet. Ausgestanden ist die Sache für den Schützen damit nicht:

Das Opfer wird vermutlich erhebliche zivilrechtliche Forderungen gegen den Schützen geltend machen. Und ob Jagdschein und WBK des Mannes eingezogen werden und, wenn ja, für wie lange, liegt im Ermessen der zuständigen Behörden. SE

Beitragsbild: Frischlingsdoublette – Merke: Auch der großartigste Jagderfolg ist den Ärger und das Leid nicht wert, den ein leichtfertig abgegebener Schuss verursachen kann. Foto: Robert Saemann-Ischenko (JAWINA dankt für die Genehmigung zur Veröffentlichung!)

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