Jagdschule Potsdam: Neustart mit frischem Team

Die Jagdschule des Jagdverbands Potsdam startet mit einem verjüngten und, wie es scheint, hochmotivierten Team durch: “Unser Ziel ist es, die Jungjägerausbildung noch praxisorientierter und damit attraktiver zu gestalten”, verrät der frisch gekürte Leiter der Jagdschule Potsdam, Holger Wolinski: “So werden wir bei der Hundeschau sämtliche Jagdhunderassen live und in natura vorführen”, verspricht Wolinski, dem als Beaglezüchter, Hunde- und Nachsuchenführer das Jagdhundewesen besonders am Herzen liegt. Aber auch die Greifvögel sollen die Jagdschüler künftig nicht mehr nur aus dem Lehrbuch oder der reichhaltig ausgestatteten Präparatesammlung kennenlernen, sondern bei Vorführungen hautnah erleben können.

Einen kompletten Neubeginn wird es auch bei der Schießausbildung geben, die für den Erfolg bei der Jägerprüfung bekanntlich von entscheidender Bedeutung ist. Bereits beschlossen ist die Anschaffung neuer, moderner Waffen im schützenfreundlichen Kaliber .223. Die Jagdschule Potsdam konnte zudem Heinz Müller als Schießausbilder gewinnen, der als ausgebildeter Schießlehrer, Berufssoldat und Scharfschützenausbilder allerbeste Voraussetzungen für eine fundierte Ausbildung auf dem Schießstand mitbringt. Müller ist überdies seit vielen Jahren auch als Prüfer tätig, er weiß also genau, worauf es in der Jägerprüfung ankommt.

Der neue Leiter der Jagdschule Potsdam, Holger Wolinski, im Dialog mit einem seiner Beagles. Foto: SE

Die Jagdschule Potsdam bietet den klassischen Brandenburger Jägerlehrgang an, bei dem die Ausbildung mit einem begleitenden praktischen Jahr stattfindet. Das heißt, jeder Jäger wird einem Lehrprinzen zugeordnet, in dessen Revier er die Jagd und alles drumherum in der Praxis und aus erster Hand kennenlernt. “Aus unserer Erfahrung ist das praktische Jahr äußerst sinnvoll”, berichtet Udo Appenzeller, der beim Jagdverband Potsdam für die Öffentlichkeitsarbeit und Mitgliederbetreuung zuständig ist. “Learning by Doing ist der beste Weg, das jagdliche Handwerk zu erlernen. Wer das jagdpraktische Jahr absolviert hat, weiß in und nach der Prüfung weit mehr als jemand, der so einen 14-Tages-Theoriekurs gemacht hat.”

Der größte Vorteil gegenüber der Ausbildung in einer Jagdschule in einem anderen Bundesland dürfte indes sein, dass die angehenden Jungjäger und Jungjägerinnen gleich während der Ausbildung Kontakte zu Jägern und Revierinhabern vor Ort knüpfen können. “Das stimmt”, bestätigt Appenzeller”, “Unsere Jagdschüler gehen auch bei uns zur Jagd. Es ist, soweit ich mich erinnere, noch nie vorgekommen, dass eine oder einer nicht untergekommen ist.”

Hier ist Köpfchen gefragt: Udo Appenzeller und Holger Wolinski von der Jagdschule Potsdam. Foto: SE

Die Jungjägerausbildung in der Jagdschule Potsdam kostet 900 Euro für Mitglieder des Jagdverbands Potsdam bzw. des Landesjagdverbands Brandenburg und 1000 Euro für Nicht-Mitglieder. Für Jugendliche gibt es einen deutlich ermäßigten Beitrag in Höhe von 450 bzw. 500 Euro. Für Literatur, Fahrtkosten und Munition müssen zusätzliche Mittel eingeplant werden. Im aktuellen Kurs sind noch einige Plätze frei, das Anmeldeformular findet sich auf der Internetseite der Jagdschule Potsdam. red.

Beitragsbild: Wollen mit der Jagdschule Potsdam durchstarten: Heinz Müller, Holger Wolinski, Udo Appenzeller (v.l.n.r.). Foto: SE

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