Jagdhunde auf Katze gehetzt – Jagdverbände distanzieren sich von tierschutzwidrigem Vorgehen eines Jägers

In den sozialen Medien findet derzeit ein Video Verbreitung, in dem mehrere Jagdhunde auf eine Katze gehetzt werden. Die Jagdverbände verurteilen das rechts- und tierschutzwidrige sowie unwaidmännische Vorgehen aufs Schärfste.

Derzeit kursiert in den sozialen Medien ein Video, in dem ein Jäger mehrere Jagdhunde auf eine Katze hetzt. Landesjagdverband Rheinland-Pfalz (LJV) und Deutscher Jagdverband (DJV) verurteilen die Tat aufs Schärfste. Jetzt liegen konkrete Hinweise vor, die Rückschluss auf die handelnde Person ermöglichen. Aus diesem Grund prüft der LJV die Möglichkeit einer Anzeige gegen den verantwortlichen Hundeführer. Die im Video veröffentlichte Sequenz stellt einen groben Verstoß gegen den Tierschutz dar und schadet dem Image aller Jägerinnen und Jägern. Zudem wirft es ein gänzlich falsches Licht auf alle Hundeführerinnen und -führer mit ihren vierbeinigen Jagdhelfern.


Im besagten Video wird gezeigt, wie Hunde auf eine Katze gehetzt werden. Der Hundeführer hätte eindeutig die Möglichkeit gehabt, das Tier vor den eigenen Hunden zu schützen. Stattdessen treibt er seine Hunde an, die Katze anzugreifen. Solch ein Verhalten wird von den Jagdverbänden nicht toleriert, da es im krassen Gegensatz zu einer fach- und tierschutzgerechten Jagdhundeausbildung steht, die Leid für Hunde und andere Tiere gleichermaßen ausschließt. PM

Wie eine solche rechtskonforme und praxisnahe Jagdhundeausbildung aussieht, zeigt der DJV beispielhaft in drei YouTube-Videos:

Jagdhundeausbildung im Schwarzwildgatter

Jagdhundeausbildung an der Ente

Die Schliefenanlagen in Deutschland

Beitragsbild: Szene aus dem Video, in dem Jagdhunde eine Katze töten: Jagdverbände verurteilen Tat. Quelle: DJV

5 Gedanken zu „Jagdhunde auf Katze gehetzt – Jagdverbände distanzieren sich von tierschutzwidrigem Vorgehen eines Jägers

  1. Anton Maas

    Fragen über Fragen:
    Steht denn wirklich gerichtsverwertbar eindeutig fest, dass der Hundehalter/Täter ein Jagdscheininhaber ist?
    Ist der Tatort eindeutig in Deutschland?
    Wird 100 %ig ausgeschlossen, dass es sich nicht um ein Fake-Video handeln könnte?
    In der heutigen Zeit ist ja alles möglich!!!!!!! So ein ähnliches Video hat es schon mal vor einigen Jahren gegeben. Später stellte sich heraus, dass es sich um ein inziniertes Video mit gedungenen Personen handelte. Deshalb: mißtrauisch bleiben!!!!
    Zusatz: Ich habe das Video selbst nicht gesehen, deshalb die Fragen!!

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    1. admin Beitragsautor

      Berechtigte Fragen, zumal das Video (anscheinend mit verfremdeter Stimme) auf dem YouTube-Kanal von Peta Deutschland veröffentlicht wurde, mir ist keine andere Quelle bekannt. youtube.com/watch?v=pRQPgKJsx_M

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  2. Ulrich Schmidtke

    Bitte schaut Euch das Video mal genau an. Ich habe es mehrmals getan und habe nie einen Tropfen Blut entdecken können. Am Anfang wir sogar ein Stück aus der angeblichen Katze raus gerissen, aber kein Blut……und das wenn vier Hunde eine Katze bearbeiten? Ich bin sehr skeptisch!

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  3. Harzjäger

    Warum lassen wir uns immer wieder in die Deffensive drängen. warum sucht die Jägerschaft in den eigenen Reihen? Stellen wir doch eine Strafanzeige gegen die Pers. die den Beitrag veröffentlicht hat.

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  4. Frank

    Interessant ist das schon; wer mal auf den Peta-Link unter dem youtube-Video klickt, erfährt das folgende: “Dieses Video wurde in Rheinland-Pfalz aufgenommen und uns netterweise zur Verfügung gestellt.”
    Von der Perspektive her sieht es so aus, als sei das Video vom Hundeführer selbst mit dem Smartphone aufgenommen worden – soll der selbst so “nett” gewesen sein, es ausgerechnet Peta zur Verfügung zu stellen? Oder ist – so nicht gefaked – der Trottel von Videograph selbst damit so üppig hausieren gegangen, dass es irgendwann in der Öffentlichkeit landete, um den Vollpfosten in die Pfanne zu hauen.
    Bemerkenswert ist überhaupt, dass der der Katze zugewandte Hund diese zunächst nur massiv verbellt, ehe ein anderer aus der Meute von hinten zupackt. Sofern die Anfeuerungen des vermeintlichen Videographen authentisch sind, vermag ich auch den Zweck der Übung nicht zu erkennen. Der Härtenachweis ist nach meiner Kenntnis daran geknüpft, dass ein Hund bezeugt von sich aus Raubwild oder “Raubzeug” schlägt. Das im Video zu Sehende bezeugt aber maximal einen Gehorsam der Hunde, nicht deren Härte.
    Also ist der Streifen alles in allem doch höchst fragwürdig. Was ein Indiz für einen Fake sein kann, ebenso aber auf Grenzdebilität des hundeführenden Videographen schließen lassen kann.
    Es ist von der Sache her natürlich vollkommen korrekt, dass sich die Verbände von solchen Vorgehensweisen deutlich distanzieren und diese verurteilen müssen. Ohne eindeutige Zuordnungsmöglichkeit des Videos zu (s)einem Urheber bleibt es indes soweit unauswertbar, dass m. E. für eine gerichtliche Verwertbarkeit kaum taugt. Und es ist doch erstaunlich, dass – sollte es stimmen, dass das Video “netterweise” Peta direkt zur Verfügung gestellt worden ist, mutet es schon arg seltsam an, dass die Organisation es bei der bloßen Veröffentlichung auf youtube belassen hat, statt der Urheberschaft nachzugehen und aktiv Strafantrag zu stellen.
    Um aber über die Merkwürdigkeiten von Organisationen wie Peta Klarheit zu haben, hat es mindestens in unseren Kreisen wohl kaum eines solchen Videos rsp. des Vorgangs darum bedurft oder?
    Und wodurch sollte sich der bloße Veröffentlicher des Videos strafbar gemacht haben? Da käme m. E. doch höchstens eine Strafvereitelung in Betracht, und selbst die auch nur dann, wenn dem Veröffentlicher die Kenntnis des Urhebers dieses Videos nachzuweisen wäre.

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