Baden-Württemberg: Jagdgesetz zum Mitmachen

Nach Ansicht vieler Jäger bewegt sich der Entwurf zum neuen Landesjagdgesetz Baden-Württemberg ohnehin auf dem Niveau geistiger Laubsägearbeiten – da ist es nur folgerichtig, dass der grüne Landesminister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Alexander Bonde, die interessierte Öffentlichkeit einlädt, am neuen Landesjagdgesetz mitzubasteln.  „Die Jagd betrifft und bewegt viele gesellschaftliche Gruppen”, heißt es in einer Pressemitteilung des Ministeriums dazu: Das aktuell geltende Jagdrecht sei allerdings nicht mehr auf dem aktuellen Stand. Der vom Kabinett verabschiedete Gesetzentwurf für ein neues Jagd- und Wildtiermanagementgesetz berücksichtige die deutlichen Entwicklungen der letzten Jahrzehnte im Tierschutz- und Naturschutzrecht. Der Tierschutz stehe beispielsweise seit 2002 als Staatsziel im Grundgesetz. Auch aktuelle Erkenntnisse aus der Wildbiologie seien in den Entwurf eingeflossen und stellten das Gesetz auf eine wissenschaftliche Basis.”

“Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger” sind eingeladen, “sich im Beteiligungsportal des Landes mit ihren Vorstellungen und Ideen zur Zukunft der Jagd einzubringen“, heißt es weiter – und man benötigt nicht allzu viel Phantasie, um sich vorstellen zu können, welche Kreise und Kräfte sich an dieser Stelle sehr aktiv einbringen werden. Jäger sind daher dringend aufgefordert, sich an der Diskussion um das Jagdgesetznovelle auch auf diesem Weg zu beteiligen und möglichst sachliche Kommentare im Beteiligungsportal einzustellen.

Bild: Werkzeugkasten, Copyright: SE

Ein Gedanke zu „Baden-Württemberg: Jagdgesetz zum Mitmachen

  1. AH

    Solche Vorgehensweise offenbart die Unfähigkeit dieses grünen Landesministers sich einer konstruktiven Diskussion zu stellen. Wie auch wenn man im Vorfeld voreingenommen an die Sache ran geht und eigentlich nur noch etwas durchdrücken will. Jetzt hofft man auf die “dumme” Mehrheit derer die die Jagd seit Jahren ohnehin vom Schreibtisch aus attackieren. Lässt sich hervorragend als vom “Volk” gewollt verkaufen. Frage mich wer hier die “clearing” Funktion für die zu erwartenden umfangreichen Kommentierungen übernehmen wird. Vermutlich läuft das dann anonym im Landesministerium ab. Das Ergebnis steht dann wohl auch jetzt bereits fest.

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