Jagd ohne Hund, doch kein Schund?

Erste praktische Erfahrungen mit der Seek Thermal Compact XR im Jagdeinsatz – ein Erfahrungsbericht von Alexander Damaschun

Dass die Jagd mit einem brauchbaren Hund die weidgerechteste und für die Sicherstellung zeitnaher Nachsuchen die gesetzlich vorgeschriebene Form der Jagdausübung ist, muss an dieser Stelle weder besonders betont werden, noch soll sie in irgendeiner Form infrage gestellt werden. Für manchen „Stadtjäger“ scheidet die Anschaffung eines Jagdhundes allerdings allein schon aus tierschutzrechtlichen Gründen aus: Zu viele, als modische Accessoires missbrauchte Vertreter der klassischen Jagdhunderassen, fristen bereits ihr trauriges Dasein am bitteren Ende der kurzen Leine in der Hand ihrer hippen Besitzer auf den „Grünstreifen“ von Großstadtmagistralen.

Prolog

Die Jagd ohne Hund bedeutet unter Umständen aber auch, dass trotz sorgfältiger Ansprache und hundertprozentig sauberen Abkommens ein getroffenes Stück abspringt und nicht unmittelbar am Anschuss verendet und zeitnah weidgerecht versorgt werden kann. Unter weiteren noch ungünstigeren Umständen kann eine erste Kontrollsuche in der einsetzenden Dämmerung zu keinem zufriedenstellenden Ergebnis führen, auch weil Nachsuchegespanne für den gleichen Abend möglicherweise nicht mehr verfügbar sind. Wenn zudem die Nachsuche am nächsten Morgen mit dem herbeigeholten Hund ergibt, da sich das Wild weniger als zehn Meter vom Anschuss entfernt unter die tiefhängenden Äste einer weit ausladenden Kiefer eingeschoben hat und dort auch alsbald verendet sein musste, erreicht die Frustration ob des angerichteten Schunds ihr Maximum. Das einberufene Jagdgericht pocht unmissverständlich auf die Wiederherstellung der Weidgerechtigkeit.

Eine erste Maßnahme wäre die Anschaffung einer leistungsstärkeren Taschenlampe. Nun hat die Natur dem Wild nicht umsonst ein Tarnkleid gegeben. Jeder weiß um die Schwierigkeiten, wieder in Bodennähe, gestrecktes Wild selbst bei gutem Licht in einiger Entfernung sofort zu finden. Ein Reh im Winterhaar auf welkem Januargras oder ein Überläufer im märzbraungrauen Unterholz eines dichten Kiefernbestandes wiederzufinden kann selbst unter Zuhilfenahme eines modernen LED-Brenners mit vierstelliger Lumenzahl schier unmöglich sein. Wo es keinen Kontrastunterschied gibt, kann auch die stärkste Beleuchtung keinen herbeiführen. Also bedarf es weiterer Alternativen.

Wenn eine Lichtquelle im sichtbaren Bereich nicht das gewünschte Ergebnis liefert, dann vielleicht eine im nicht sichtbaren Bereich. Unabhängig von weiteren möglicherweise schwebenden höchstrichterlichen Neubewertungen von technischen Verbotssachverhalten im Sinne des §19 Bundesjagdgesetz scheiden übliche Nachtsichtgeräte als erste aus. Diese sind im Grunde nichts anderes als mehr oder weniger starke Infrarot-Taschenlampen mit Bildwandler in einem Gerät. War also der Zeitpunkt zur Investition in eine tausende Euro teure Wärmebildkamera gekommen? Eine Verfeinerung der Recherche um den Aspekt Wirtschaftlichkeit bringt schließlich die erhofften Ergebnisse: Wärmebildkamera-Module, welche als Erweiterung zum Smartphone und allen seinen vorhandenen Funktionalitäten betrieben werden können. Im Vergleich mit dedizierten eigenständigen Wärmebildkameras werden erstere zu deutlich günstigeren Konditionen angeboten. Zur Erleichterung der Auswahl ist der Markt in diesem Segment noch recht übersichtlich und mittels der beiden wesentlichen Kriterien – Preis und Leistung – klar strukturiert.

Die Auswahl

Unter den drei zur Zeit am Markt befindlichen Wärmebildkamera-Module für Smartphones bietet Opgal (www.opgal.com) mit der ThermApp das hinsichtlich Auflösung, Empfindlichkeit und Bildwiederholfrequenz mit Abstand leistungsfähigste Gerät an. Allerdings auch zu einem sehr stolzen Preis, bei dem die Grenzen zum Profi-Handgerät fließend sind. Die Einstiegskategorie markieren hingegen die One des Branchenprimus FLIR (www.flir.de) sowie die Compact (XR) von Seek Thermal (www.thermal.com) mit Preisen um die 300 Euro, was etwa einem Zehntel gängiger Handgeräte entspricht. Während die ThermApp lediglich für Android-Geräte verfügbar ist, sind sowohl die One als auch die Compact (XR) auch für iOS-Geräte lieferbar. Alle Hersteller bieten einen umfangreichen Support an und kompatible Geräte sind auf den entsprechenden Seiten nebst technischen Spezifikationen der Module vollumfänglich aufgelistet. Dies ist insbesondere für Android-Geräte wichtig, da bei diesen, anders als bei der bidirektional nutzbaren Lightning-Schnittstelle der iOS-Geräte, die Ausrichtung der unidirektionalen Micro-USB-Buchse entscheidend ist: schließlich soll die Kamera zum Wild blicken und nicht in das Auge des Betrachters. Dies ist interessanterweise nur bei vergleichsweise wenigen Android-Geräten der Fall.

Seek Thermal Compact XR verbunden über die Lightning-Schnittstelle eines iPhone 5C. Fotos: Alexander Damaschun

Als Besitzer eines iOS-Gerätes fiel die Wahl zunächst auf die Seek Thermal Compact-Reihe. Diese besitzt gegenüber der FLIR One eine etwas bessere Bildauflösung sowie einen größeren detektierbaren Temperaturbereich, bei einem etwas eingeschränkteren Spektralbereich der wahrnehmbaren Wärmestrahlung. Ein weiteres Plus der Compact Reihe sind die namensgebenden kompakten Abmessungen des stabilen Magnesiumgehäuses, welches mit einem für den jagdlichen Einsatz sehr praktischen und stabilen Transportbehälter geliefert wird. Die Ausführung XR verfügt zudem über ein gegenüber der Standardversion deutlich engeres Blickfeld, 20° anstelle von 36°, womit Objekte in größerer Entfernung deutlich besser erfasst werden können. Schließlich ist dieses durch die Auflösung des Wärmebildsensors mit 206 x 156 Pixeln physikalisch vorgegeben. Außerdem ist die Optik der XR fokussierbar, die der Standardversion nicht. Die im App-Store heruntergeladene App wird auf dem Smartphone mit aktueller Systemsoftware problemlos installiert, es erkennt die eingesteckte Kamera sofort und liefert in Sekundenschnelle die ersten Wärmebilder. In einschlägigen Nutzerforen kolportierte Totalabstürze können nach mehreren Monaten im Einsatz nicht bestätigt werden.

Der Einsatz

Die auf den Herstellerseiten gezeigten werbewirksamen Bilder von mehr oder weniger erwünschten Mitmenschen oder Tieren im Vorgarten, wahlweise warmen oder kalten Getränkebehältern sowie Heizungs- oder Kühlanlagen lassen sich im ersten Heimeinsatz ohne Weiteres reproduzieren. Schwieriger wird es hingegen bei den vom Hersteller genannten Entfernungen für das Erfassen, Erkennen und Identifizieren von für den Jäger interessanten Objekten wie Wild (in 500, 140 und respektive 70 Metern). Also ab ins Revier.

Kaffee

Aufgaben, wie die Überwachung der Trinktemperatur eines Heißgetränks im Heimbereich, löst die gewählte technische Konfiguration mühelos. Fotos: Alexander Damaschun

 

Nach dem ersten Ansitz mit Wärmebildkamera (WBK), allerdings ohne Anblick, musste das Jägerauto als Testobjekt herhalten. Deutlich unterscheidbar waren der bereits stark abgekühlte Innenraum sowie der noch restwarme Motor. Gut erkennbar sind auch die verbauten Kunststoffteile (Reifen, Stoßfänger, Seitenspiegelverkleidungen), welche schlechte Wärmeleiter sind und daher dunkler erscheinen als der restwarme Motorraum.

Jägerauto im Bestand, nach dem Abstellen und etwa 4 Stunden Ansitz bei einer Umgebungstemperatur von ca. 5°C aus etwa 25 m Entfernung. Foto: Alexander Damaschun

Beim nächsten Ansitz taucht schließlich das erste Wild auf. Ein Hase, der sich offenbar der Freiheiten seiner weitgehenden Schonung im Revier bewusst ist, posiert als erster vor der WBK.

Hase (links) aus ca. 35 m Entfernung. Deutlich erkennbar sind die aufgestellten Löffel. Bei näherer Betrachtung aus gut 5 m Entfernung (Mitte und rechts) sind verschiedene Haltungen des Kopfes erkennbar, links bzw. rechts. Aufnahmen bei Neumond und ca. 5°C Lufttemperatur, windstill, später bei leichtem Bodenfrost. Weder in 35 Metern Entfernung, noch in gut 5 Metern Entfernung lässt er sich von dem deutlich vernehmbaren periodischen Klicken beim Neukalibrieren der WBK beunruhigen. Foto: Alexander Damaschun

Bei einem weiteren Ansitz tritt eine Ricke mit ihren beiden Kitzen auf den Plan. Alle drei haben Jagdzeit und der Abschussplan Vakanzen. So liegen sie bei dieser Gelegenheit bereits im Feuer und können nur noch im liegenden Zustand abgebildet werden.

Eine Ricke mit zwei Kitzen, weidgerecht erlegt: erst 1. Kitz, dann 2. Kitz, zuletzt Ricke. Aufgenommen von links nach rechts in etwa 20, 15 und 10 Metern Entfernung, auf Schnee liegend, bei Vollmond und Lufttemperatur ca. -10°C. Foto: Alexander Damaschun

Hierbei werden erste Einschränkungen in der Leistungsfähigkeit des Systems erkennbar. Mit zunehmender Entfernung sinkt die Fähigkeit zur Erkennung von Temperaturunterschieden außerhalb des unmittelbaren Umfeldes eines Hotspots.

Schließlich sollte noch eine Rotte Sauen als Testobjekte herhalten, die ich bereits seit geraumer Zeit während zahlreicher Ansitze beobachten konnte. Weil die Leitbache bereits im Wurfkessel lag, war mit der Überläuferbache vom Vorjahreswurf und den verbliebenen Frischlinge aus dem laufenden Jagdjahr zu rechnen. Die Kirrung war vorbereitet.

Die Größenunterschiede zwischen Überläuferbache, jeweils links, und Frischlingen, jeweils rechts davon, sind in 35 m Entfernung deutlich auszumachen. Aufnahmen bei Halbmond und Lufttemperatur um den Gefrierpunkt, leichter Gegenwind um 2 Bft. Foto: Alexander Damaschun

Die breit verstreuten Eicheln hatten die Sauen ausreichend gebunden, so dass das Ansprechen und Zählen einzelner Stücke mit der WBK leicht war. Größenunterschiede zwischen Überläufer und Frischlingen sind gut erkennbar. Ein während des Ansitzes einsetzender leichter Gegenwind lässt sich in den Aufnahmen auch nachweisen. Außerhalb der Hotspots sinkt die Auflösung der Temperaturunterschiede (nur wenige Grad) deutlich, so dass der Hintergrund teilweise nur noch grobflächig wiedergegeben wird. Nach etwa 20 Minuten, selbst durch das Neukalibrieren der WBK ungestörten Treibens, ist der Entschluss zur Entnahme eines Frischlings gefasst.

Leider liegt er trotz guten Abkommens nicht im Knall. Eine sehr laute Flucht lässt jedoch einen guten Treffersitz erwarten. Showtime für die WBK. Nachdem Ruhe eingetreten und die Ausrüstung verstaut ist wird der Anschuss aufgesucht. Mit der neuen starken Taschenlampe ist kein Schweiß erkennbar, auch nicht im Umfeld der eingeschlagenen Fluchtrichtung. Also die WBK wieder an das Smartphone, Taschenlampe in die linke, die WBK in die rechte Hand und auf zur Kontrollsuche.

Die ersten 50 Meter sind ernüchternd. Im Mikroklima des dichten Bestandes gibt es kaum Temperaturunterschiede. Der Blick auf das Display der WBK grenzt an einen Blindflug. Erste Hotspots entpuppen sich beim Herantreten im Licht der Taschenlampe als Findlinge, welche die Wärme der schon kräftigen Märzsonne gespeichert haben. Nach weiteren 50 Metern in Fluchtrichtung der Rotte, kurz vor dem Entschluss zum Anruf eines Hundeführers, gibt es doch noch einen vielversprechenden Hotspot.

 

Frischling von ca. 30 kg aus etwa 50, 20, 10 und 5 Metern Entfernung ca. 30 Minuten nach dem Beschuss. Während die Erfassung im Bestand deutlich hinter den Herstellerangaben zurück bleibt, sind erhebliche Mengen Schweiß bereits aus 20 Metern Entfernung erkennbar und ab 10 Metern deutlich sichtbar (jeweils oberhalb des Stückes). Halbmond bei Temperaturen um 0°C, leichter Wind um 2 Bft. Foto: Alexander Damaschun

Bei weiterer vorsichtiger Annäherung wird der bewegungslose Hotspot farblich differenzierter, die Kontraste im Display gehen hoch und ab etwa 30 Metern Entfernung ist klar, hier liegt der gesuchte Frischling: Feuertaufe bestanden!

Fazit

Jagd ohne Hund ist nicht immer Schund. Eine Wärmebildkamera, auch in Form eines Erweiterungsmoduls für das Smartphone, kann unter den vorgenannten Umständen ein nützliches Hilfsmittel für den erfolgreichen Abschluss einer ersten Kontrollsuche sein (bei Dunkelheit und innerhalb üblicher Fluchtstrecken bei ansonsten weidgerechten Treffersitzen). Auch kann mit der WBK nach Einnehmen des Standes auf einer Lichtung ein erster Scan der Umgebung bis hinter die erste Vegetationslinie durchgeführt werden.

Deren Anwendung über längere Entfernung insbesondere im Rahmen einer regelrechten Nachsuche soll allerdings allein schon aus Sicherheitsgründen unterbleiben. Im Fall der Fälle möchte niemand eine mögliche brenzlige Situation erst nach umständlichen Jonglierens mit Waffe, Taschenlampe und Smartphone entschärfen müssen. Ein weiterer wesentlicher Umstand beschränkt den Einsatz am Smartphone ganz erheblich: da das Modul seine Energieversorgung komplett über die externe Schnittstelle (Lightning/Micro-USB) sicherstellt, sollte es nur sehr sparsam zur Anwendung kommen. Bei der heutzutage intensiven Nutzung der sonstigen Smartphone-Funktionalitäten während der Jagd (z.B. Peer-to-Peer-Kommunikation oder audiovisuelle Medien) ist der zusätzliche Dauereinsatz des WBK-Moduls ohne Weiteres geeignet, die Gesamtlaufzeit eines voll geladenen Akkus deutlich unter eine Stunde zu drücken. Bislang bietet keiner der genannten Hersteller eine gangbare Lösung dieses Problems an. Alexander Damaschun

 

4 Gedanken zu „Jagd ohne Hund, doch kein Schund?

  1. Littich Bernhard

    Liebe Leute!
    Hört bitte mit diesem Blödsinn auf! Was passieren wird, wissen wird doch jetzt schon. Keiner wird sich an die “wenigen Meter Handynachsuche” halten. Stücke werden aufgemüdet, Tierleid wird produziert. Bleibt bei euren Leisten programmiert ein paar weitere sinnvolle oder wenig sinnvollere Apps, die haben am Markt sicher noch Platz.
    Lasst aber bitte die Nachsuche denen über, die das schon tausende Jahre herrvoragend können , nämlich unseren Hunden.
    Ich bitte darum!

    Littich Bernhard

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    1. Alexander Damaschun

      Lieber Herr Littich,

      gern nehme ich Ihre Kritik zur Kenntnis, und würde Ihrer Bitte entsprechen. Nur kann ich die von Ihnen bemängelten Sachverhalte im Artikel nicht wiederfinden. Weder allgemein noch im speziell beschriebenen Fall handelt es sich bei diesem Erfahrungsbericht um ein Plädoyer für die Abschaffung von Jagdgebrauchshunden und deren Ersatz durch technische Hilfsmittel. Auch wird an keiner Stelle zu “wenigen Meter Handynachsuche” oder auch nur allgemein zur “Nachsuche” mit einer Wärmebildkamera aufgerufen. Im Gegenteil, entsprechende Hinweise und Einschränkungen wurden im Artikel mehrfach deutlich gemacht.

      Die Vermeidung von unnötigem Tierleid ist ein unbestrittenes Erfordernis der Jagd. Allein, ist noch am selben Abend partout kein Nachsuchegespann mit vertretbarem Aufwand verfügbar – kein mir bekanntes Nachsuchegespann steht im bedingungslosen 24/7-Bereitschaftsdienst – ist dieses Erfordernis in keinster Weise erfüllt, wenn der Hund das Stück am nächsten Tag zwar erfolgreich findet, es zwischenzeitlich jedoch komplett verhitzt oder verludert ist. Schön für Ihren Hund als zusätzliche Trainingseinheit, schlecht für das Wild, den Jäger und den Jagdherrn.

      Gänzlich realitätsfern empfinde ich Ihren Hinweis auf “tausende Jahre” Nachsuche. Ich kenne keinen Nachsucheführer, der seinen mit großem Aufwand ausgebildeten Hund, so wie vor tausenden Jahren üblich, ohne eine Schutzweste aus High-Tech-Gewebe und einen über viele Kilometer zuverlässig arbeitenden GPS-Peilsender in den Einsatz schickt. Das Messen mit mehrerlei Maß trägt hierbei in keinster Weise zu einer fairen, sachgerechten und zeitgemäßen Auseinandersetzung mit dem Thema bei.

      Alexander Damaschun

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  2. Frank Martini

    Lieber Herr Damaschun,

    sorry, wenn ich Ihrer Replik auf Herrn Littich da klar widerspreche! Ihnen als Autor des Beitrags obliegt die Verantwortung und Entscheidungsfreiheit, wie Sie einen Beitrag zu welchem Thema auch immer aufziehen und eine Geschichte erzählen.

    Daher muss der Leser ohne weiteres davon ausgehen, dass ein Praxisbeitrag über neue Wärmebildtechnik mit einem deutlichen Bezug zur jagdlichen Hundearbeit in der Headline wie im Fazit. Da bedarf es keinerlei Aufforderung zu einer “Handynachsuche von wenigen Metern” expressis verbis in Ihrem Beitrag.

    Wärmebildanwendungen in der Jagd haben zweifelsohne vollkommen berechtigte Einsatzzwecke. Wenn Sie meinen, diese erst korrelierend zum Hundewesen absichern zu müssen, entspringt dies Ihrer persönlichen Ideosynkrasie und ist vollkommen legitimes Recht des Autors. Dann aber sollte man – wenn man auch in kurzer Form – auf die Fragwürdigkeit dieses Vorgangs hingewiesen wird, diese m. E. vollkommen berechtigte Kritik aushalten und nicht “beleidigt zurückschießen” – zudem auch noch unangemessen. Da ist dann auch Ihr Eingangssatz über die “gern zur Kenntnis genommene Kritik” nicht mehr als ein Feigenblatt.

    Ebenso abstrus wie der zurecht von Herrn Littich bemerkte künstliche hergestellte Zusammenhang von Wärmebildtechnik und Nachsuchenwesen ist der in Ihrer Replik auf Schutzwesten und GPS, mit dem Sie für mich klar eine unzeitgemäße Rückständigkeit Ihres Lesers Littich insinuieren. Zumal Herr Littich mit seinen “tausend Jahren” expressis verbis auf die Hunde, nicht deren Führer abgestellt hat – manchmal hilft vor einer Stellungnahme einfach genaues Lesen.

    Mein Fazit: Ihre Replik zeigt in keiner Weise die ehrliche Bereitschaft, eine Leserreaktion ernst zu nehmen, sondern dient lediglich Ihrer Selbstrechtfertigung, die nicht einmal ohne zumindest angedeutetes “Leserbashing” in Bezug auf Herrn Littich auskommt. Korreliert indes an Absurdität mit der Herleitung rsp. Bezugnahme von Wärmebildtechnik und Nachsuchen. Das empfinde ich nicht nur persönlich als ziemlich unverschämt, sondern als Jawina-Leser auch als bislang nicht dagewesenen Tiefpunkt im Umgang mit den Lesern des Portals – dessen Qualität so etwas einfach bei weitem nicht verdient!

    Antworten
  3. Frank Martini

    Edit: “…ein Praxisbeitrag über neue Wärmebildtechnik mit einem deutlichen Bezug zur jagdlichen Hundearbeit in der Headline wie im Fazit.” muss korrekt natürlich ergänzt werden um “schon Ihrer persönlichen Aussage-Intention entspricht.”

    EDit 2: “…in Ihrer Replik auf Schutzwesten und GPS..” fehlen die Wort “enthaltene Hinweis”

    Sorry für die notwendige leserunfreundliche Amendiereung – Fllüchtigkeitsfehler!

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