Jäger in der Defensive

Eine Jagdgesellschaft, die kurz vor dem Jahreswechsel eine Niederwildstreife bei Neuötting (Bayern, Landkreis Altötting) durchführte, erlebte bei der Rückkehr zu ihren Fahrzeugen eine unliebsame Überraschung: Jagdgegner hatten bei fünf der Fahrzeuge die Luft aus den Reifen abgelassen. Die Jäger werten den Vorfall einem Bericht des Alt-Neuöttinger Anzeigers zufolge als Beleg dafür, dass die Aggressivität ihnen gegenüber zunehme. Man habe sich ja schon daran gewöhnt, dass man “draußen mal blöd angeredet wird”, zitiert das Blatt einen der betroffenen Jäger, aber es werde immer schlimmer: “Umgeworfene Jagdkanzeln, mutwillige Beschädigungen, Beschimpfungen. Er kenne Jäger, die sich draußen “fast schon verstecken.” Er wolle sich jedoch weder noch schämen.

Mit einer anderen Form der Gegnerschaft müssen sich Jäger bei Hückeswagen (NRW, Oberbergischer Kreis) auseinandersetzen:

Eine Jagdgegnerin sammelt mit einer Online-Petition Unterschriften gegen die traditionelle Winterfuchsbejagung des Hegerings und der Jagdgenossenschaft. Mit pseudo-wissenschaftlichen Argumenten bestreitet die Tiefreundin die Notwendigkeit und Vertretbarkeit der Fuchsbejagung, wie der Remscheider General-Anzeiger berichtet: Füchse würden keine Krankheiten übertragen und gehörten zum Ökosystem (was ja niemand bestreitet). Zu ihrer Verteidigung wies die Jägerschaft daraufhin, dass zahlreiche bedrohte Arten wie Fasane, Kiebitze, Rebhühner oder Junghasen durch eine Überpopulation von opportunistischen Prädatoren bedroht sind. Auch stellten Räude und Fuchsbandwurm durchaus ernst zu nehmende gesundheitliche Gefahren dar, weshalb das Veterinäramt die Strecke stichprobenartig auf diese und andere Erreger kontrolliere. Auch würden die Bälge einer Verwertung zugeführt. SE

Beitragsbild: Platter Reifen (zugegeben: weder das einzige, noch das größte Problem bei der hier gezeigten Kalamität…). Foto: SE

Ein Gedanke zu „Jäger in der Defensive

  1. Peter O.

    Wie neutral und sachlich informiert oftmals noch die Tagespresse die Bürger? Diese Frage stellen sich mitlerweile viele Bürger. Da darf sich die Presse auch nicht wundern, wenn Bürger das Wort Lügenpresse gebrauchen -was auch nicht unbedingt immer mit einer politischen Richtung zu tun hat. Bevor Redakteure einen Artikel schreiben, sollte so mancher von ihnen einmal besser recherchieren und nicht einseitige Informationen verbreiten.

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