Italien: Südtirol kündigt eigenes Wolfsgesetz an

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Da weder bei der EU, noch in der italienischen Landespolitik “eine Lösung der Wolfsproblematik” in Sicht sei, kündigt die italienische Provinz Südtirol ein eigenes Wolfsgesetz an. Das berichtet die Neue Südtiroler Tageszeitung (NST). Südtiroler Politiker äußerten Unverständnis über die Äußerungen des für die Wolfsfrage zuständigen EU-Kommissars Karmenu Vella, der der NST zufolge dazu aufforderte, “den Wolf auch als Wirtschaftsfaktor zu sehen” und erklärte, er habe “bei einer Veranstaltung in Trient habe er selbst sehen können, wie gut das Zusammenleben von Wolf und Mensch funktioniere.” In der EU sei die Stimme derjenigen zu stark vertreten, für die selbst die “Entnahme auch nur eines einzigen Wolfes ein Sakrileg wäre, schlussfolgerten Südtiroler Politiker. Dabei sei nicht vom Aussterben bedroht, “sondern gehöre neben dem Raben mittlerweile zum am meisten verbreiteten Tier auf der nördlichen Erdhalbkugel”, so Herbert Dorfmann, Mitglied des EU-Parlaments und Bezirksobmann der Südtiroler Volkspartei.

Südtirol wolle ein Wolfsgesetz nach Schweizer Vorbild verabschieden, das die Überführung des Wolfs ins Jagdrecht und damit den Abschuss einzelner Tiere bei Einhaltung der Berner Konvention ermögliche. Ein solches Gesetz würde zwar “mit Sicherheit vor dem Verfassungsgericht landen”, würde dem Land aber ein bis zwei Jahre Luft verschaffen, bis die EU- und Landespolitik möglicherweise einlenkten. SE

Beitragsbild: Headline des zitierten Beitrags in der NST (Screenshot).

 

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