Italien: 65jähriger nach Wolfsangriff im Krankenhaus

+++ Shitstorm mit Ansage: Jägerin postet Foto von erlegtem Fuchs und bekommt Hausbesuche von Jagdgegnern +++

In Roccastrade, einem Ort in der mittelitalienischen Provinz Grosseto, ist italienischen Medienberichten zufolge am Samstag ein 65 Jahre alter Mann durch Wölfe verletzt worden. Der aus der Provinz Vincenza stammende Mann ging mit einem Freund zwischen Sticciano und Roccastrada spazieren, als sie zwei Wölfe bemerkten, die gerade eine Schafherde angreifen wollten. Die Männer versuchten die Wölfe zu vertreiben, woraufhin diese den 65jährigen angriffen. Es gelang ihm, sich aus dem Griff des Wolfs herauszuwinden. Der Mann wurde mit einer schweren Handverletzung in ein Krankenhaus in Grosseto eingeliefert. Sein Begleiter blieb unverletzt. SE

Beitragsbild: Headline eines Medienberichts zum Thema auf toscanamedia (Screenshot)

Die Red. dankt JAWINA-Leser JS für den Hinweis!

10 Gedanken zu „Italien: 65jähriger nach Wolfsangriff im Krankenhaus

  1. Oberlausitzer

    Das jemand verletzt wurde ist sehr bedauerlich, aber wenn z.B. ich einen Fuchs vom Hühnerhof vertreiben will und dieser schnappt dann in Folge(!!!) nach mir, so hat der Fuchs zwar meine Hühner angegriffen und ich eilte diesen zur Hilfe hinzu, aber er griff nicht mich an, sondern er hat meinen Angriff erwidert.
    Der Fuchs, Wolf usw. hat kein Bewußtsein für das Eigentumswesen der Hühner, Schafe usw., für die ist alles wild/herrenlos und somit erbeutbar. Mithin ist dieses Verhalten auch nicht vorwerfbar, es ist schlicht das einzig erwartbare. Einzig wir Menschen sind im Stande diese Zusammenhänge zu überblicken und zu erfassen und folgend unser Tun entsprechend auszurichten. Tiere richten ihr Verhalten schlicht nach Machbarkeit aus – Ist das Schaf erbeutbar? -, Menschen dagegen können höhere Zusammenhänge erkennen und haben die Wahl diese zu beachten, Wölfe z.B. nicht.

    Vorliegend dürfte im italienischen Fall der Wolf zwar die Schafe angegriffen haben, aber nicht die beiden Hinzutretenden, diese haben durch ihr Eingreifen durch Angriff auf den die Schafe angreifenden Wolf einen zweiten Handlungsstrang eröffnet. Dieser zweite Handlungsstrang steht zwar im Zusammenhang mit ersterem, aber deswegen sind die jeweiligen Ursache/Wirkungs-Zusammenhänge nicht die selbigen.
    Wir sollten es unterlassen, die jeweiligen Handlungsstränge unzulässig zu vermengen und uns auf die Tatsachen von verschiedenen Ursache/Wirkung-Strängen beschränken und uns dieser Wirklichkeit klar werden und uns nicht passende Geschichten zusammenreimen.

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    1. Kr.-Itisch

      Zweiter Handlungsstrang? Ursache/Wirkungs-Zusammenhang? Geht’s noch?
      Das Problem ist doch, dass sich, nach Meinung unserer sog. Wolfsexperten, jeder Wolf durch dargezeigte Handeln vertreiben lässt. Dass dieses eben nicht so ist, zeigt sich immer öfter. Die notwendige Scheu vorm Menschen hat und hatte der Wolf immer nur dann, wenn er entsprechend scharf bejagt wurde bzw. wird. Alles andere ist, mit Verlaub, nicht verifiziertes Blabla.

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    2. Uwe Braun

      Ok und sollten Kinder angegriffen werden, entfernen wir uns dann einfach auch und lassen die Wölfe machen. Mann o mann sind Teile unserer Gesellschaft daneben.

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    3. Grimbart

      Der Wolf ist doch so intelligent! Ich glaube schon, dass er lernen kann Schafe nicht zu reißen. Ein totes Rudelmitglied könnte schon einen Lerneffekt haben. Müsste man einfach mal probieren.

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    1. Anko

      Ja, erst muss der DNA-Prüfung durchs deutsche Senckenberg-Institut erfolgen. Den Italienern ist ja nicht zu trauen. Der Gebissene ist womöglich noch Jäger und als Schafhalter so oder so disqualifiziert.

      Und falls es Wölfe gewesen sein sollte, siehe oben, war die Sache inszeniert und ist jedenfalls das den stre-e-e-ngtens geschützen Wölfen zuzubilligende Recht zur Verteidigung Ihrer Beute zu berücksichtigen: Geht ja garnicht, dass jemand offensiv auf Wölfe zugeht und sie beim Fressen bzw. Beutmachen stört …

      (Satire aus Erfahrung)

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  2. Henry

    Und das war ja auch in Italien – die haben ja dort ganz andere Wölfe . So etwas kann doch in Deutschland nie passieren – unsere Grauhunde wissen doch , dass sie so etwas nicht dürfen ! Es klingt schon fast kurrios . aber es vergeht ja kaum ein Tag , an dem es nicht wenigstens einen Zwischenfall mit Wölfen gibt . Wie lange soll das wohl noch gehen , bis sich hier die Gesetzeslage ändert ?

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  3. Ronbi

    12.01.2019 Zwei Frauen und ein Mann von Wolf angefallen, Ukraine
    13.01.2019 Zwei Holzfäller von Wolf angegriffen, Ukraine
    Wahrscheinlich gehöhrt die Ukraine, wie Italien nicht zu Europa, oder?
    Es gibt nur einen Handlungsstrang, Wölfe müssen Respekt vor Menschen haben.
    Das heißt übersetzt, Jagd auf Wölfe.

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  4. Henry

    Die derzeitige Drückjagdsaison ist ja nun für dieses Jagdjahr zu Ende – aber vielleicht sollten wir den Vorfall mit dem holländischen Jäger und den von ihm gestreckten Wolf bis zur nächsten Saison nicht vergessen und den dann verantwortlichen Jagdleiter bei seiner Begrüßungsrede mal danach um eine klare Ansage bitten – wie sich denn die Jägerschaft bei einem erneuten Zwischenfall solcher Art verhalten soll . Mal sehen wieviel Stöberhunde dann noch ins Treiben geschickt werden .

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  5. Hoppe

    Dem Stränge- Typ sei gesagt, auf Viehdiebstahl steht der Strang . Selbst ohne Eigentum und Verantwortung ist gut Riemen schneiden von andrer Leute Leder.

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