Im vierstelligen Bereich: Wilderei in Deutschland

Eine Kleine Anfrage der Bundestagsfraktion der Grünen befasst sich mit dem Ausmaß der Wilderei in Deutschland. Allein in 2017 wurden demnach 1020 Fälle von Wilderei erfasst, was ungefähr dem langjährigen Durchschnitt entspricht. Verlässliche Zahlen über das tatsächliche Ausmaß illegaler Verfolgung wildlebender Arten in Deutschland lägen jedoch aufgrund einer hohen Dunkelziffer und mangels systematischer Erfassung nicht vor, teilte die Bundesregierung in ihrer Antwort mit. Die Grünen-Bundestagsabgeordnete Steffi Lemke, stellte im Nachrichtenmagazin “Spiegel” fest, dass Wilderei zunehmend eine Bedrohung für die Artenvielfalt in Deutschland darstelle. Über das tatsächliche Ausmaß ließe sich nur spekulieren, da die Daten nicht systematisch erfasst würden. Die Ausstattung der Kontrollbehörden sei unzureichend und das Risiko, entdeckt zu werden, gering. Die Bundesregierung müsse mehr für den Schutz der Wildtiere in Deutschland tun. red.

Beitragsbild: Auch ein Fall von Jagdwilderei – von Hund gerissenes Reh. Foto: SE

2 Gedanken zu „Im vierstelligen Bereich: Wilderei in Deutschland

  1. MH

    “Verlässliche Zahlen …. lägen …. nicht vor, teilte die Bundesregierung …. mit.”

    Trotzdem weiß Frau Lemke, “dass Wilderei zunehmend eine Bedrohung für die Artenvielfalt in Deutschland darstelle.”

    Was soll man dazu noch sagen? Daß gegen Wölfe In-die-Hände-klatschen hilft und man der Waschbärenplage am besten durch Einfangen und kastrieren begegnet, sind ja ähnlich fundierte Weisheiten.

    Das deutsche Nachrichtenmagazin, das im Bericht genannt ist, rühmt sich, im Gegensatz zu den ausufernden Fake News im www stets Faktenchecks vorzunehmen. Naja.

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  2. Ronbi

    Es wurde ua auch berichtet, dass Tiger am aussterben sind. Deswegen fordere ich ein Wiederansielungsprojekt für Tiger, in Berlin.

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