Idaho: Puma mit grotesker Abnormität erlegt

Im US-Bundesstaat Idaho ist ein Puma (mountain lion, puma concolor) mit einer äußerst seltenen Abnormität erlegt worden: Aus dem Haupt des Tiers wächst auf der linken Stirnseite ein Gebilde hervor, dass wie ein verkürzter Kiefer mit vollständig ausgebildeten Zähnen und kurzen Schnurrhaaren aussieht. Der Puma, ein junges männliches Tier, ist Anfang Januar 2016 acht Meilen südwestlich von Weston, Idaho, legal zur Strecke gebracht worden, wie die Fischerei- und Jagdbehörde des Bundesstaats, das Idaho Department of Fish and Game, auf ihrer Internetseite erläutert.

Demnach war der Puma zuvor, am 30. Dezember 2015, bei dem Versuch beobachtet worden, den Hund eines Farmers in dem ländlichen Gebiet um Weston zu erbeuten. Der Puma flüchtete. Drei Stunden nach der Attacke – die der betroffene Hund übrigens überlebte – begann ein Jäger die Fährte des Berglöwen mit Hunden zu arbeiten. Er folgte dem Puma durch mehrere Liegenschaften bis zu dem Gebiet, wo die Katze in die Berge zurück wechselte. Noch am selben Tag wurde der Puma dann erlegt.

Idaho Fish and Game kann nicht mit absoluter Sicherheit erklären, was es mit dieser Deformität auf sich hat. Die Biologen der Behörde erklärten, dass sie nie dergleichen gesehen hätten. Sie gaben aber zwei mögliche Erklärungen an:

So könnte es sich um die Überreste eines Zwillings-Pumas handeln, der mit dem anderen  zusammengewachsen war und noch im Mutterleib resorbiert wurde. Eine andere Erklärung ist ein Teratom, eine lt. Wikipedia “angeborene, oft organähnliche Mischgeschwulst, die sich aus primitiven, pluripotenten Stammzellen entwickelt.” Aus den aus verschiedenen Geweben bestehenden Teratomen können können Haare, Zähne, aber auch Finger und Zähne entstehen. Sie sind bei Menschen und Tieren sehr selten.

Der Erleger hat, wie gesetzlich vorgeschrieben, den Abschuss des Pumas der Jagdbehörde gemeldet. Im Rahmen der ebenfalls vorgeschriebenen Überprüfung, bei die Lizenz des Jägers gecheckt, sowie Ort und Methode der Erlegung zu statistischen Zwecken erfasst werden, wurde auch der Puma in Augenschein genommen. Der Jäger ist nicht verpflichtet, den Puma an die Behörde zu übergeben.

Pumas sind verbreitet in Idaho und gehören zum ortsüblichen jagdbaren Wild. Sie sind, Idaho Fish and Game zufolge, sehr scheu, Begegnungen zwischen Mensch und Puma daher selten. Zu Konflikten mit Menschen und deren Weidetieren kommt es üblicherweise im Winter, wenn die Beutetiere des Pumas – Schalenwild, Wildtruthähne und kleinere Säugetiere wie Kaninchen oder Waschbären die Höhenlagen verlassen, um Schneemassen und strenger Kälte zu entgehen. Dann halten sie sich oft in der Nähe menschlicher Ansiedlungen auf. Der Puma folgt seinen Beutetieren und kann dabei schon einmal Appetit auf einen Farmerhund verspüren.

Pumas, auch Berg- oder Silberlöwen genannt, können lt. Wikipedia “eine Schulterhöhe von rund rund 60 bis 70 cm erreichen, die Kopf-Rumpf-Länge beträgt 68 bis 155 cm. Hinzu kommt der Schwanz mit einer Länge zwischen 60 und 97 cm. Männchen wiegen zwischen 53 kg und 72 kg, Weibchen in der Regel zwischen 34 kg und 48 kg. Für ein extrem großes Männchen wurde  ein Rekordgewicht von über 125 kg berichtet.”

Beitragsbild: Der deformierte Puma. Veröfentlichung (Copyright) mit freundlicher Genehmigung von Idaho Fish and Game.

 

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