Hochsitz-Zündler auf Schadensersatz verklagt

Das könnte teuer werden: Ein Jäger hat einen mutmaßlichen Brandstifter, dem das Abfackeln von 15 jagdlichen Einrichtungen im Kreis Herford, in Minden-Lübbecke und Kreis Osnabrück (NRW/Niedersachsen) vorgeworfen wird, auf Schadensersatz verklagt. Der 28-jährige mutmaßliche Brandstifter aus Bünde war im Mai 2018 gefasst worden, nachdem er von einer Wildkamera gefilmt worden war. Die Aufnahmen ermöglichten eine genaue Täterbeschreibung, die dazu führte, dass der Verdächtige von Landwirten und Jägern im Landkreis Osnabrück so lange festgehalten wurde, bis die Polizei eintraf, wie die Neue Westfälische (NW) berichtet. Im Rucksack des Mannes fanden die Ermittler Materialien, wie sie bei der im Oktober 2017 begonnenen Serie von Brandstiftungen an Hochsitzen verwendet wurden. Die ebenfalls in dem Rucksack und der Wohnung des Mannes gefundenen Drogen brachten dem Mann mittlerweile eine Verurteilung wegen Drogenbesitzes ein, die Bewährungsstrafe von 15 Monaten wurde auf drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt.

In einer Zivilklage fordert ein Jäger nun 4000 Euro Schadensersatz für zwei in seinem Revier zerstörte Hochsitze. Der Kläger beruft sich dabei auf die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft. Geht man von einem Wert von 1000 bis 2000 Euro für Material und Arbeit beim Aufstellen eines Hochsitzes aus, so könnten sich, wenn weitere Klagen folgen, die Forderungen gegen den 28-jährigen auf bis zu 30.000 Euro belaufen, rechnet die NW vor.

Und: Da Forderungen aus Straftaten nicht verjähren, können die Forderungen im Fall eines rechtskräftigen Urteil auch noch nach über 30 Jahren vollstreckt werden. red.

Beitragsbild: Sabotierter Hochsitz (Archivbild). Foto: SE

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