Heul! Jaul! Winsel!!

Ein herrliches Tondokument hat Tarmo Mikussaar in Estland aufgenommen und auf der jedem Naturfreund zu empfehlenden Seite Looduskalender.ee eingestellt. In einer Augustnacht war er im Wald unterwegs in der Hoffnung, das Heulen der Jungwölfe dort aufnehmen zu können. Die Wolfswelpen hatte er mit Hundetrockenfutter erfolgreich angekirrt. Eines nachts entschloss er sich, das noch etwas jämmerlich klingende Heulen der Jungwölfe zu imitieren, schreibt er auf Looduskalender. Die Welpen wuselten daraufhin auf ihn zu: “Vermutlich dachten sie, ich sei ein Altwolf, der mit Futterzurückkehrte”, mutmaßt Mikussaar. Doch bald mischte sich das dunkle Knurren eines wirklichen Altwolfs in das Gejaule der Wolfswelpen…

Die Jungwölfe wandten sich dem echten Wolf zu. Er knurrte bedrohlich, lange Zeit. Als ein Jungwolf einen Wolfsruf anstimmen wollte, brachte der Altwolf in schnell zum Schweigen. “Mir wurde unmissverständlich klargemacht, dass ich hier nicht willkommen bin”, berichtet Mikussaar über den Ausgang seines Experiments, “Ich packte meine Sachen zusammen und verschwand.” Die Wölfe verschwanden aus der Gegend, der Wald war still. Erst nach einigen Wochen ließ sich einer der Jungwölfe wieder an der Trockenfutter-Kirrung sehen. SE

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