Hessen: Feuerwehr rettet Jäger von Hochsitz

Die Feuerwehr Hessisch Lichtenau hat am Donnerstag einen 83-jährigen Jäger in einem Waldstück zwischen Hessisch Lichtenau und Günsterode (Werra-Meißner-Kreis) von einem Hochsitz gerettet. Der Mann war nach Mitternacht zur Jagd aufgebrochen. Als er am nächsten Morgen nicht zurück war, verständigte seine Frau die Polizei. Mit Hilfe eines Mitarbeiters von Hessenforst konnte der während des Ansitzes offenbar zusammengebrochene Mann auf dem Hochsitz gefunden werden. Da die Einsatzstelle etwa 300 bis 400 Meter von befestigten Wegen entfernt war, konnte die Drehleiter nicht eingesetzt werden, wie die Feuerwehr berichtet. Daher brachten Feuerwehr und Rettungsdienst ein “improvisiertes Seilsystem mit einem speziellen Sitzgurt” zur Anwendung, mit dessen Hilfe der Verunglückte aus zirka fünf Metern Höhe geborgen wurde.

“Hessenforst transportierte den Jäger dann zu einem befestigten Weg, wo er in einem Rettungswagen zur weiteren Behandlung in eine Kasseler Klinik gebracht wurde”, heißt es im Einsatzbericht der Feuerwehr. Und weiter: “Im Anschluss leistete die Feuerwehr noch Pannenhilfe an dem Hessenforst-Mobil. Die Feuerwehr bedankt sich für die absolut professionelle Zusammenarbeit. Danke Hessenforst, Rettungsdienst Hessisch Lichtenau und Polizei Nordhessen.” red.

Beitragsbild: Rettung vom Hochsitz. Foto: Feuerwehr Hessisch Lichtenau

12 Gedanken zu „Hessen: Feuerwehr rettet Jäger von Hochsitz

  1. Ralf

    Kurze Anmerkung: Gegenstände, etwa Leichen oder erlegtes Wild, werden “geborgen”. Noch lebende Menschen hingegen werden “gerettet”.

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    1. Carpe Diem.. jetzt erst recht

      Passende Meldung im Sommerloch…..Deutsch ist doch eine schöne Sprache, aber dem Opa war´s sicher egal ob er an einem Bergegurt oder Rettungsseil den Hochsitz verlassen hatte 🙂
      Aber das kann in jedem Alter passieren, deshalb ist es immer wichtig zu hinterlassen auf welchen Nacht-Ansitz m/w/d geht. Nur kennt die Polizei die Hochsitze doch nicht sondern nur die Jagdkameraden. 🙁 da sollte die Oma zuerst anrufen.

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    2. Stefan Schlegel

      Hallo,

      diese Sichtweise, dass es sich beim Bergen um Leichen oder Gegenstände handeln muss, hält sich in Feuerwehrkreisen hartnäckig, vermutlich weil die Feuerwehren so zwischen bergen und retten differenzieren. Schaut man im Duden nach, findet man folgende Beschreibung zum Thema:
      Suchen | bergen – Duden
      https://www.duden.de/suchen/dudenonline/bergen

      Wörterbuch. bergen. starkes Verb – 1. retten, in Sicherheit bringen; 2a. verbergen, verstecken, verhüllen; 2b. schützend verbergen …

      Stefan

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  2. Carpe Diem.. jetzt erst recht

    Unser Sprachgut kennt das Wort “Geborgenheit”, das deutlich mehr zum Ausdruck bringt als hier kommentiert. Feuerwehr hin oder her, denn wenn der Mann geborgen wurde ist er in Geborgenheit, also in einem Zustand der Sicherheit. Diesen Terminus kennt weder das Englische noch Französische. Aber schön dass ihr euch um die deutsche Sprache so bemüht, denn ich habe die Anglizismen in Verbindung mit einem deutschen Substantiv so richtig satt (z.B. Sommer-Sale)

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  3. Frosch

    Ob nun retten oder bergen, ohne den abgelichteten Jungfeuerwehrlern*innen auf den Schlips treten zu wolle, wäre ein eintägiger Ausbildungsbesuch bei einer anerkannten Höhen-Retter-Gruppe ratsam. Sehe ich eine solche Seilkonstruktion ohne Netz und doppelten Boden, sprich ohne professionelles Abseil- Ablassgerät z.B. IDS, möchte ich lieber nicht “gerettet” werden. Zündel: Darf man eingentlich in so einem Zusammenhang von Hobby-Feuerwehrlern sprechen?

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  4. Obelix

    Danke allen Helfern, Rettern oder Bergern gute Besserung dem Waidgenossen., und mögen alle Klugsch….. Dünnsch….. bekommen
    Obelix

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  5. Peter

    Liebe Weidgenossen und Feuerwehrkameraden,
    was ich auf dem Foto erkennen kann nannte sich meinerzeit ” retten aus Höhen mit Leiterhebel”. Das Verfahren ist durchaus professionell und erprobt. Man benutzt dafür eine oder mehrere verbundene Leitern und die bei der Feuerwehr vorhanden Sicherungsleinen. Irgendwelche Ablassgeräte sind überflüssig und bei solchen Bergungen nutzlos, weil nicht anwendbar.
    Alles richtig gemacht, Dank an die Freiwillige Feuerwehr und ihre Ausbilder.

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