Hessen: Aujeszkysche Krankheit (AK) bei Wildschwein im Werra-Meissner-Kreis nachgewiesen

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Im Rahmen des sogenannten Wildschwein-Monitorings wurde am 4. September 2019 bei der routinemäßigen Untersuchung einer Wildschweinblutprobe aus dem Raum Waldkappel durch das Hessische Landeslabor in Gießen Antikörper gegen das Virus der Aujeszkyschen Krankheit (AK) amtlich nachgewiesen. Das Vorkommen der Erkrankung stellt eine potenzielle Bedrohung für die Hausschweinebestände und Haustiere, besonders Hunde, dar. Alle Schweinehalter sollten daher die bekannten Biosicherheitsmaßnahmen strikt einhalten. Jägern wird dringend empfohlen, keinen Aufbruch von Wildschweinen an Hunde zu verfüttern und den unmittelbaren Kontakt von Jagdhunden mit Wildschweinen zu minimieren. Zum Schutz vor einer Infektion mit dem Erreger der Aujeszkyschen Krankheit sollten Hunde und Katzen, bei denen die Infektion grundsätzlich tödlich verläuft, nur mit vollständig durchgekochtem Fleisch von Haus- und Wildschweinen gefüttert werden.

Die AK ist eine weltweit verbreitete hochansteckende Allgemeinerkrankung vieler Säugetierarten, wobei das Schwein der Hauptwirt ist. Die Ansteckung erfolgt über Blut- und Schleimkontakt oder über Nahrungsaufnahme. In Hausschweinebeständen verursachen Ausbrüche der AK durch die Erkrankung der Tiere und Todesfälle erhebliche wirtschaftliche Schäden. Aus diesem Grunde wurde die AK in den deutschen Hausschweinebeständen über ein aufwendiges Bekämpfungsverfahren getilgt.

In den letzten 20 Jahren wurde diese Erkrankung weder bei Haus- noch bei Wildschweinen im Werra-Meißner-Kreis nachgewiesen. Hessenweit wurde im letzten vorliegenden Auswertungsjahr 2015 72 von 3.000 untersuchten Proben positiv getestet, bundesweit waren es 3.000 bei 25.000 Proben. Allein in den Jahren 2017 bis 2018 sind im Landkreis insgesamt 900 Haus- und 350 Wildschweineblutproben mit negativem Ergebnis auf AK untersucht worden.

Der Mensch ist für die Erkrankung nicht empfänglich, Fleisch von Wildschweinen und Hausschweinen kann daher bedenkenlos verzehrt werden. PM

Beitragsbild: Jagdhunde sind durch AK besonders gefährdet (Archivbild). Foto: SE

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