Hessen: Aktionsbündnis Ländlicher Raum stellt zur Landtagswahl Forderungen an die Politik

22 Verbände erwarten von der hessischen Landespolitik u. a. eine gleichberechtigte Teilhabe an der Wohlstandsentwicklung, den Ausbau von Wirtschaftskreisläufen und einer digitalen Infrastruktur, Schutz natürlicher Ressourcen und die Ermöglichung einer effektiven Jagd.

Am 21. August wurden in Friedrichsdorf die Positionen für das Positionspapier erarbeitet. Das Bündnis ruft die ländliche Bevölkerung auf, von ihrem Stimmrecht Gebrauch zu machen und am 28. Oktober wählen zu gehen. Das Bündnis repräsentiert den größten Teil der ländlichen Bevölkerung. Vertreten sind dort u. a. der Hessische Städte- und Gemeindebund, der hessische Bauernverband, der Rheingauer Weinbauverband, die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald sowie der Landesjagdverband Hessen.

In den ländlichen Regionen Hessens leben auf ca. 80 Prozent der Landesfläche ca. 2,5 Millionen Menschen. Von der Landespolitik erwarten sie eine gleichberechtige Teilhabe an der allgemeinen Wohlstandsentwicklung.

Die Bündnispartner erwarten:

die Wertschätzung der Leistungen der ländlichen Räume für die Gesamtgesellschaft,

den Ausbau und die Entwicklung von Wirtschaftskreisläufen und die Erhaltung der Wertschöpfung im ländlichen Raum,

die Respektierung und den Schutz des Eigentums als Grundlage erfolgreichen unternehmerischen Wirtschaftens,

den Erhalt einer zeitgemäßen, an den Bedürfnissen des ländlichen Raumes orientierten Daseinsvorsorge,

den unverzüglichen Aufbau einer zukunftsfähigen digitalen Infrastruktur,

den Schutz der natürlichen Ressourcen und die Eindämmung des Flächenverbrauchs,

Rechtsnormen und Verwaltungsvorschriften mit weniger Bürokratie, die es den Unternehmen ermöglichen, wettbewerbsfähig zu bleiben und eigenverantwortlich zu entscheiden,

die Ermöglichung effektiver Jagd.

Dr. Nikolaus Bretschneider-Herrmann ist Vize-Präsident des Landesjagdverbandes Hessen und setzt sich seit vielen Jahren dafür ein, dass die Menschen des ländlichen Raumes ihre gemeinsamen Interessen erkennen und nach außen vertreten:

„Die Gründung des Aktionsbündnisses beweist, dass sich die gemeinsamen Interessen zu einem Forderungspapier bündeln lassen. Mit diesen Partnern wollen wir die Bedeutung und die Wahrnehmung des ländlichen Raumes stärken. Denn dort wachsen unsere Nahrungsmittel auf den Feldern und Rohstoffe im Wald.

Es kann und darf nicht sein, dass die Interessen der Menschen im ländlichen Raum, die direkt in der Natur leben und arbeiten, immer mehr von realitätsfernen Überzeugungen eines unberührten Landidylls, die in der urbanen Bevölkerung vorherrschen, in ihrem Handeln und ihren Möglichkeiten eingeschränkt werden.“

Der Landesjagdverband Hessen setzt sich als anerkannter Naturschutzverband mit großem Engagement für den Artenschutz, die Biodiversitätsstrategie sowie für die Wiedervernetzung von Lebensräumen, z. B. durch den Bau von Grünbrücken ein. PM

Beitragsbild: Positionspapier des Aktionsbündnisses Ländlicher Raum Hessen. (Screenshot)

2 Gedanken zu „Hessen: Aktionsbündnis Ländlicher Raum stellt zur Landtagswahl Forderungen an die Politik

    1. Torsten Schröder

      Ganz meine Meinung. Es ist erschreckend, mit welchen Ansichten oder welchem Unwissen man in der Stadt konfrontiert wird, wenn es bspw. um die Themen Jagd oder Landwirtschaft geht. Nur mit derartigen Bündnissen wird es möglich, der urbanen Gesellschaft die Realität nahe zu bringen und die eigenen Interessen zu vertreten.

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