Hasenpest in Leipzig, Lippe und Solothurn

Bei Zwenkau im Kreis Leipzig (Sachsen), bei Bad Salzuflen im Kreis Lippe (NRW) und im Schweizer Kanton Solothurn sind Fälle von Hasenpest (Tularämie) aufgetreten. Tularämie ist eine meldepflichtige Tierseuche, mit der sich auch Menschen infizieren können (Zoonose). Erkrankte Tiere fallen laut Wikipedia “durch Schwäche, Apathie (bis zum Ausbleiben von Fluchtverhalten), Fieber und gesteigerte Atemfrequenz auf. Lymphknoten und Milz sind vergrößert. Innerhalb von vier bis dreizehn Tagen sind die meisten Tiere verendet.” Menschen können sich durch Kontakt mit infizierten Tieren etwa auf der Jagd, beim Abhäuten oder Schlachten infizieren. Die Inkubationszeit beträgt einen bis zehn Tage. Unbehandelt verläuft die Krankheit beim Menschen bei einem Drittel aller Fälle tödlich, bei Behandlung mit Antibiotika sterben noch fünf Prozent der Infizierten.

Die Krankheitsübertragung ist auch durch Mücken oder Zecken möglich. Tot aufgefundene Hasen, Kaninchen und andere Wildnagetiere sollten nicht berührt werden, Hunde sind ebenfalls fernzuhalten. Das Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt (LÜVA) der Stadt Zwenkau empfiehlt, nach dem Zerlegen von Niederwild Arme und Hände sofort gründlich zu reinigen und zu desinfizieren, da der Erreger die intakte Haut durchdringen kann. Schweinehalter sollten verstärkt darauf achten, dass Wildnagetiere nicht in die Stallungen gelangen oder anderweitig gefressen werden können.

Beitragsbild: Porträt eines präparierten Hasen. Copyright: SE

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