Hannah (11), Zustand nach vier Tagen Drückjagd

Komatös: Die (leider) schon ziemlich betagte Kurzhaar-Hündin Hannah erholt sich hier vom anstrengenden Einsatz auf dem zurückliegenden Drückjagdblock. Das seltsame rosafarbene Objekt vor ihrer Nase ist ein Stück Fleischwurst, das ihr fürsorgliches Herrchen von einer für den Eigenverzehr bestimmten Scheibe für sie abgebissen und direkt vor dem Riechorgan des treuen Tieres platziert hat. Reaktion bei Annäherung an Schlafplatz: null. Reaktion bei Ablage des Köderbrockens: null. Reaktion beim Aufwachen: Happs!

4 Gedanken zu „Hannah (11), Zustand nach vier Tagen Drückjagd

  1. Hans-Dieter Pfannenstiel

    Es ist schade und traurig, dass der Leser über den Zustand des Führers von Hannah nach vier Tagen Drückjagd nichts erfährt. Es ist ja auch wesentlich einfacher, sich über seinen altgedienten Hund lustig zu machen, statt den eigenen Zustand etwas näher zu beleuchten. Entweder hat der Alte als Standschnaller vier Tage auf seinem Ansitzbock gesessen und sich den Hintern breit gesessen, dann sollte man sich schon gar nicht über den vollkommen natürlichen und sicher nur kurzfristig währenden Erschöpfungszustand seines vierläufigen Jagdfreundes äußern und diesen auch noch dem breiten Publikum ad oculos demonstrieren! Oder der Alte ist mit durchgegangen und schämt sich nun mit Recht, seinen eigene miesen Zustand (Wolf, Muskelkater, Blasen) zu zeigen. Bitte lieber Hundeführer, lass uns beim nächsten Drückjagdblock auch über den Zustand des Hundeführers nicht im Unklaren! Keine falsche Scham. Wir werden alle älter!
    Zu denken gibt allerdings die Geschichte mit der Fleischwurst. Ist es denkbar, dass Hannah sich während der Jagd schon ein bisschen an einem erlegten Stück bedient hat und sie deswegen von einer gewissen Appetitlosigkeit befallen wurde?
    Horrido

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  2. Joachim

    Lieber Herr Pfannenstiel,
    wir wollen dem Hundeführer nachsehen, daß er sich nicht explizit zu seinem Zustand äußert. Wohl aber gibt er uns doch ausreichend Hinweise, die uns seinen Zustand erkennen lassen. Wir haben gelesen, daß er von einem Schwein über den Haufen gerannt das Gleichgewicht verlor und zu Boden ging. Entsprechend wird er sich Blessuren zugezogen haben. Anschließend sprang das Stück auf seinen hilflos am Boden liegenden Körper. Auch wenn das Stück keine 150kg gewogen haben mag, so ist die Aufprallfläche der Schalen klein und somit der Druck pro Quadratzentimeter hoch. Auch das wird sich in den kommenden Tagen schmerzhaft bemerkbar machen. Darüber kann auch nicht hinweg täuschen, daß er, durchflutet von Adrenalin, anschließend auf den Keiler sprang, um ihn abzufangen. Ob die zupackenden Hunde nur den Keiler oder auch den Führer malträtierten, entzieht sich unserer Kenntnis, wenngleich es im Bereich des Möglichen ist. Und schließlich der Hinweis mit der Wurst. Unweigerlich fragt sich der Leser, wo der Rest vom Ring Fleischwurst geblieben ist. Der Hund schlief fest, kann ihn also nicht gefressen haben. Einen zweiten Hund gibt es im Haushalt auch nicht. Bleibt also nur der Hundeführer selbst, der ihn vertilgt haben kann. Einen solchen Bärenhunger entwickelt er nur, wenn er mit seinen Kräften am Ende, vollkommen verausgabt ist.
    Wir können daraus schließen, dem Hundeführer erging es wie Hannah, er hat aber aus Scham darauf verzichtet, seinen Zustand einem breiten Publikum zur Kenntnis zu bringen.
    Horrido

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    1. admin Beitragsautor

      Ich muss Euch alle enttäuschen, mir geht es bestens, keine (über das übliche Maß hinausgehenden) Blessuren, weder völlig verausgabt, noch mit den Kräften am Ende. Ha! Würde freilich nie zugeben, wenn es anders wäre. Ich gebe allerdings zu: Das mit der Wurst stimmt. Den Bärenhunger habe ich aber immer zwischen den Mahlzeiten.
      WMH
      Gargantua

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