Große Koalition will Waldumbau vorantreiben

CDU/CSU und SPD haben im Bundestag einen Antrag mit dem Titel “Unser Wald braucht Hilfe – Waldumbau vorantreiben” (19/11093) vorgelegt. Unter anderem soll geprüft werden, ob die Mittel für die Bund-Länder-Gemeinschaftsaufgabe zur Förderung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes (GAK) erhöht werden können, um die Folgen von Extremwetterereignissen für den Wald zu bewältigen. In der EU solle sich die Regierung dafür einsetzen, dass die Rahmenregelung für forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse im Beihilferecht auch für Krisenfälle neu geregelt wird. Über den Waldklimafonds und die Einbeziehung weiterer klimarelevanter Titel aus allen Einzelplänen des Bundeshaushalts sei der Waldumbau mit dem Ziel zu forcieren, den Wald und seine Ökosystemfunktionen gegenüber dem Klimawandel widerstandsfähiger zu machen und mit klimatoleranten Baumarten gesunde Mischwälder zu schaffen.

In dem Antrag heißt es u.a.: “Der Deutsche Bundestag fordert die Bundesregierung auf, im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel […] forstwissenschaftliche Forschung und Lehre mit dem Ziel auszubauen, Risikominimierung und –management unter Beachtung der ökologischen Waldfunktionen zu optimieren. Dabei sind unter anderem folgende Schwerpunkte zu setzen: […] f) vegetationsangepasste Schalenwildpopulationen.

Damit sollte klar sein, wohin die Reise gehen soll. SE Quelle: hib

Beitragsbild: Waldumbau. Foto: SE

8 Gedanken zu „Große Koalition will Waldumbau vorantreiben

  1. Mungo Park

    Mit dem Thema Klima kann man heute alles kaufen. Schön, dass die Forstparty weiß welche Baumart sich besonders klimatolerant in der Zukunft zeigt. Schön auch, dass die Forstparty die große Glaskugel hat, um in die Zukunft zu schauen. Schön auch, dass die Forstparty sich nie für Fehlentwicklungen oder das Scheitern von Zukunftswäldern verantworten und rechtfertigen muss.

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    1. Carpe Diem.. jetzt erst recht

      “Am schönsten hat´s die Forstparty, denn der Wald wächst ohne sie. ” Das wußten schon unsere Förster im 19 Jhd.

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      1. Kurt Schwemmer

        Das ist die richtige Antwort In den Jahren 1968 bis 1975 wurde aus den Fichtenmonokulturen alle Kernwüchse von Eiche und Buche entfernt und dies auf Raten der Forstverwaltung. Würde diese Maßnahme nicht befolgt, hätten wir diesen Wald den sie jetzt wollen.

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  2. Zündelnerlaubt

    Pflanzt mehr Wissen und verpflichtet Euch zur Neutralität!
    Ideologie hat in diesem Thema nix zu suchen

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  3. Jörg D. Schultz

    Ich bin Förster (Überzeugungstäter) und habe meinLebenin den Dienst des Waldes gestellt. Ich habe dabei bewust gegen alle Vorschriften verstoßen, die dem ökologischen Waldbau abträglich waren. Ich habe über 42 Jahre lang erleben müssen, welchen waldbaulichen Irrsinn eine Forstverwaltung konstruiert hat und jetzt sollen diese Oberförster (Experten) durch Umbau den Wald retten? Da fragt erst mal die Privatwaldbesitzer und Ökologen, fragt die Förster an der Basis, fragt z. B. den Herrn Prof. Lesch, fragt alle die den Wald lesen können aberfragt nicht die, die mit dem Profit aus dem Wald ihre Existenzberechtigung ableiten wollen. Und das zum Schluß: “ Waldbau ohne Wild kann jeder Depp.“

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