Griechenland: Touristin von Wölfen getötet

In Griechenland soll eine englische Touristin von – möglicherweise tollwütigen – Wölfen getötet worden sein. Wie englische Zeitungen berichten, war die 62 Jahre alte pensionierte Oxford-Professorin Celia Hollingworth von der Besichtigung einer Ausgrabungsstätte im Norden Griechenlands bei Maroneia (Region Ostmakedonien und Thrakien) am Donnerstag nicht zurückgekehrt. Sie hatte vor ihrem Tod Verwandte angerufen und von einem Angriff wilder Tiere berichtet, bevor die Verbindung abbrach. Zunächst war vermutet worden, dass verwilderte Hunde die Frau getötet hätten. Die griechischen Ermittler gehen mittlerweile aber davon aus, dass andere Tiere, vermutlich Wölfe, dafür verantwortlich waren. In dem Gebiet sollen zahlreiche verwilderte Hunde leben, aber auch Wölfe sind weit verbreitet. Die Überreste der Britin wurden am Samstag von Polizei und Feuerwehr gefunden. Der Zustand der Leiche spräche gegen einen Angriff durch Hunde, so die Polizei. SE

Weiterlesen dazu: “Wer hat Angst vorm bösen Wolf?” in der Welt, Zitat daraus:

“”Nach allem, was wir bisher wissen, besteht für den Menschen keine Gefahr“, beruhigt Christian Hierneis, Wolfsexperte im Landesvorstand des Bund Naturschutz. Der letzte Angriff eines Wolfs auf einen Menschen in Europa datiert aus dem Jahr 1974.”

Beitragsbild: Headline des verlinkten Artikels in der Daily Mail. (Bildschirmfoto, Ausschnitt)

18 Gedanken zu „Griechenland: Touristin von Wölfen getötet

  1. Grimbart

    Ohne einen DNS-Nachweis wäre ich da sehr vorsichtig. Es gibt sehr viele verwilderte Hunde in Griechenland. Ist ein Rudel tollwütiger Wölfe glaubhaft?

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    1. admin Beitragsautor

      Ich bin da auch vorsichtig, deshalb steht da “soll” als subjektives, eine Distanzierung ausdrückendes Modalverb. SE

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      1. Ronbi

        Eigentlich hat kein Rudel komplett Tollwut. Wenn, dann ein Tier oder so. Und ob das von den anderen Rudelmitgliedern noch geduldet wird, bezweifle ich.
        Auch ohne DNS Analyse müßte ein Experte erkennen, wer oder was es war.
        Schakale gibt es auch noch.
        Sollten es Wölfe gewesen sein, interessant.
        Die gibt es bei uns schon reichlich, ob mit oder ohne Tollwut.
        Und das Problem für menschliche Aktivitäten in der Natur durch Wölfe wird beständig verharmlost.
        Jedenfalls sind die Wölfe in deutschen Landen schon lange nicht mehr menschenscheu.

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        1. Anko

          Sie meinen, ein tollwutinfizierter Wolf wird von Rudelmitgliedern weggebissen, ohne dass diese sich kontaktinfizieren? Interessante These.

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          1. Ronbi

            Wenn die Tollwut noch nicht virulent ausgebrochen ist, kann ich mir vorstellen, dass die Rudelmittglieder den betroffenen Wolf absondern. Das heißt allerdings nicht, dass sie sich nicht dabei infizieren.
            Was ich mir nicht vorstellen kann, dass ein komplett infiziertes Rudel einen koordinierten Angriff fertig bringt.
            Ich kann mir vorstellen, dass ein schwer erkrankter Wolf zubeißt und tötet.
            Nicht vorstellen kann ich mir, dass er anschließend frißt.
            In der englischen Wikipedia Liste der Angriffe auf Menschen sind es meist Einzeltiere, wenn Tollwut mit im Spiel ist.
            Das Tollwutproblem bei Wölfen ist sehr ernst, da es bisher keine Schluckimpfung, wie für Füchsen gibt.
            Leider überläßt die Politik zuviel dem Zufall, nur wird sich das Problem Wolf, ob mit oder ohne Tollwut nicht “aussitzen” lassen.
            Mit dem tragischen Wolfsangriff in Griechenland (die griechische Gerichtsmedizin geht von Wölfen aus), haben jedenfalls alle Lupophilen ihren Präzidenzfall.
            Vielleicht glauben sie jetzt, dass Wölfe keine Kuscheltiere sind.

          2. Ronbi

            Griechenland soll, dank verschiedener Impfaktionen, tollwutfrei sein.
            Bleibt also nur noch Beuteangriff.

      2. Annette

        Der Titel des Artikels lautet: GRIECHENLAND: TOURISTIN VON WÖLFEN GETÖTET
        Damit suggerieren Sie eine eindeutige Faktenlage, die es nicht gibt.

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        1. admin Beitragsautor

          Wir suggerieren gar nichts, es steht alles im Artikel. Dafür suggerieren und unterstellen Sie, und zwar nicht zu knapp. Und was die Faktenlage angeht: abwarten…

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  2. Anko

    Auf T-Online wird eine Agenturmeldung zum Fall zitiert:

    “Gerichtsmediziner Nikos Kifinidis sagte der Nachrichtenagentur AP, die Tiere hätten beide Oberschenkelknochen der 63-Jährigen aufgebissen und große Teile ihres Körpers seien unauffindbar. Ein Tierarzt habe bei der Autopsie am Mittwoch bestätigt, dass kein Hund solche Bisswunden zufügen könne.”

    Tja, jetzt bräuchte es wohl deutsches Wolfsexperten-Know How nebst Gentest, wollte man Wolf als Verursacher oder auch nur Aaasfresser ausschließen. Vielleicht kann unsere noch-Umweltministerin und Wolfskennerin Hendricks etwas in die Wege leiten?

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  3. Jens Struckmann

    Vermutlich werden “unabhängige Fachleute” die nur ganz zufällig von obskuren Tierschutzorganisationen bezahlt werden ,feststellen, dass eine Bande von Dackeln außer Kontrolle geraten ist, denn scheue und vornehme Wölfe leben vorwiegend vegan. Ich mag Wölfe. In Sibirien. In Alaska. Auf der Frankfurter Zeil mag ich sie etwa so gerne wie Löwen. Den Menschen betrachten wölfe nur Anfangs als Feind. Wenn das Rudel stark und erfahren ist, sind wir nur noch ziemlich lahmes Frühstück. Denn sie werden die Scheu verlieren! Unsere Mülleimer und Schafherden werden dafür sorgen!

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    1. Petra Schäfer

      Genau so ist es! Deshalb finde ich es fahrlässig und gefährlich, den Wolf immer als Unschuldslamm hinzustellen. “Er kann es ja gar nicht gewesen sein, ist ja scheu. “. Das halte ich für sehr naiv und finde schlimm, dass Menschen nicht geschützt werden vor dies Raubtier! Immet muss erst etwas …und mehreres passieren, um das zu begreifen. Bis dahin müssen einige Menschen ohr Leben auf grausame Weise lassen, nur weil Tierschützer sie süß finden. Wo bleibt der Menschenschutz?? Und der Schafschutz??

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  4. Michael Huber

    Meine aufrichtige Anteilnahme den Angehörigen, ein Vorfall der hätte vermieden werden müssen. Die Masse an Naturschutzlobbyisten und Wolfs-Hilfswissenschaftlern werden nach Aktenlage dieses schwerwiegenden Falles ihr ideologisches Geflecht aus Wichtigtuern und Realitätsverweigerern voll ausschöpfen. Deren Herz schlägt nicht für den Tier- und Naturschutz , ihr Herz schlägt für die Wolfsindustrie und die Kohle die dahintersteckt. Ihre Kommentare und Argumente gegenüber den leidtragenden sind oft justiziabel, asozial und verroht.

    Kein Mensch, Weide- oder Haustier, dürfen zum Sündenbock für falsche Naturpolitik gemacht werden.

    “Nur ein Traum war das Erlebnis.
    Weil, so schließt er messerscharf,
    nicht sein kann, was nicht sein darf”

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  5. Josef P

    Da sieht man wieder, wie die Wolfsbefürworter arbeiten. Zunächst wird bestritten, dass es Wölfe waren. Wenn das nicht mehr geht, weil die DNA eindeutig ist, wird behauptet, dass sich die Frau falsch verhalten hat. Und wenn man auch das nicht glaubhaft vertreten kann, wird behauptet, dass es tollwütige Wölfe waren.
    Klar hat die Frau sich falsch verhalten. Der erste Fehler war, dass sie unbewaffnet in einem Wolfsgebiet spazierengegangen ist. Wölfe haben keine angeborene Scheu vor dem Menschen, Hunde auch nicht. Wölfe meiden den Menschen nur, wenn sie regelmäßig bejagt werden. Da das in der EU nicht mehr erlaubt ist, kann man in den letzten Jahren beobachten, dass Wölfe dem Menschen immer näher auf den Pelz rücken. Das ist ein natürliches Beuteverhalten. Eine neue Beute wird erst einmal getestet, wie nahe man ihr kommen kann, und irgendwann kommt der erste Biss. Es ist nur eine Frage der Zeit, wann bei uns der erste Wanderer auf der Speisekarte eines Wolfsrudels landet. Ich hoffe nur, dass dann sämtliche Institutionen, die uns seit Jahren mit voller Absicht über Wölfe falsch informieren, gerichtlich zum Schadensersatz mitverdonnert werden.
    Was hätte die Frau mitnehmen sollen? Pfefferspray, ein kleines Fläschchen Ammoniak und eine (erlaubte) Steinschleuder mit (erlaubten) Stahlkugeln. Dazu, falls es wirklich zum Nahkampf kommt, ein Taschenmesser mit der längsten erlaubten (10 cm) feststellbaren Klinge.

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  6. Ronbi

    Haben die griechischen Gerichtsmediziner Kalte Füße bekommen?
    Weil alle jetzt auf die DNA-Analysen warten.
    DNA-Analysen bei diesem Klima.
    Für mich waren es Wölfe und wenn ich mich täusche, einmal ist keinmal.

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  7. Heike

    In den ersten Berichten in den englischen Zeitungen ist zu lesen, dass die Frau ihre Verwandtschaft angerufen hat, um Hilfe. Und sie hat gesagt, dass sie von Hunden angegriffen wird. Später sind dann plötzlich in den Meldungen “wilde Tiere” draus geworden. Vielleicht, weil Einheimische aus der Gegend der Meinung waren, es könnten außer Streunern ja auch die Wachhunde der umliegenden Gehöfte gewesen sein…

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    1. admin Beitragsautor

      Stimmt nicht: Ich habe die ersten Berichte in englischen Zeitungen gelesen (und z.T. verlinkt), da ist von “wilden Tieren” die Rede. Wenn Sie andere Quellen haben, geben Sie bitte Belege an.

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