Gerichtsurteil: Vögel haben ein “Recht, zu fliegen”

Vögel haben ein “grundsätzliches Recht zu fliegen” und dürfen nicht in Käfigen gehalten werden, urteilte der Richter Manmohan Singh in einem Verfahren vor dem Obersten Gerichtshof in Delhi (Indien). In dem Prozess ging es um die Geschäfte eines Vogelhändlers, der einige tausend Vögel qualvoll in engen Käfigen gehalten und verkauft hatte. Die Tiere wurden von der Tierschutzorganisation People for Animals (PFA) befreit. Richter Manmohan Singh bezeichnete die Käfighaltung als eine “Verletzung der Rechte der Vögel”, wie die Hindustan Times berichtet. Demnach hätten Vögel “fundamentale Rechte”, zu denen es gehöre “durch die Luft zu fliegen” und “in Würde zu leben”, sie dürften keiner grausamen Behandlung unterworfen und in Käfigen gehalten werden, so der Richter.

Der Richter verwarf ein Gerichtsurteil einer Vorinstanz, demzufolge die von den Tierrechtsaktivisten befreiten Vögel an den vorherigen “sogenannten Eigentümer” und Vogelhändler zurückzugeben seien. Der Vogelhandel verstoße gegen die Rechte der Vögel, so der Richter, sie verdienten Anteilnahme (sympathy). Die Tiere seien “illegal, ohne Nahrung, Wasser oder medizinische Betreuung ins Ausland exportiert worden.” Das Gericht ordnete an, dass die Vögel im Luftraum (sky) freizusetzen seien. Dem Vogelhändler droht strafrechtliche Verfolgung wegen Verstoßes gegen das Gesetz zur Verhinderung von Grausamkeit/Tierschutzgesetz (Prevention of Cruelty Act). SE

Beitragsbild: Lachmöwe, Copyright: SE

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