Ganz Sachsen ist Wolfsgebiet

„Der Wolf ist eine streng geschützte Tierart. Darum müssen wir lernen, mit seiner Anwesenheit zu leben“, so Staatsminister Thomas Schmidt. „Der Freistaat unterstützt Nutztierhalter bei Präventionsmaßnahmen wie der Anschaffung von Elektrozäunen, Flatterbändern und Herdenschutzhunden sowie bei der Installation von Unterwühlschutz bei Wildgattern. Diese Maßnahmen sollen helfen, mögliche Schäden zu vermeiden“.

Künftig sind solche Präventionsmaßnahmen in ganz Sachsen auch Voraussetzung für einen Schadensausgleich, falls es trotz der Vorsorge zu Schäden an Nutztieren kommt. In den Gebieten, in denen die Förderung neu angeboten wird, haben die Tierhalter ein Jahr Zeit, entsprechende Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Bis dahin erhalten sie auch dann einen Schadensausgleich, wenn Nutztiere durch einen Wolf gerissen werden und der vorgeschriebene Schutz noch nicht vorhanden war.

Die Förderung für die Präventionsmaßnahmen ist in der Förderrichtlinie Natürliches Erbe (RL NE/2014) geregelt. Statt wie bisher bis zu 60 Prozent der Ausgaben ist künftig eine Förderung in Höhe von 80 Prozent der Nettokosten möglich. Detaillierte Informationen und Beratung zur Förderung erhalten Tierhalter bei den Förderzentren Kamenz, Wurzen und Zwickau des Landesamts für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie sowie im Internet unter www.smul.sachsen.de/RichtlinieNE.

Über die staatliche Förderung hinaus hat sich die Heinz Sielmann Stiftung für zunächst zwei Jahre bereit erklärt, mobile Präventionsmaßnahmen der Nutztierhalter mit weiteren 20 Prozent zu unterstützen. Diese zusätzlichen Hilfen können Nutztierhalter über den Sächsischen Schaf- und Ziegenzuchtverband beantragen. „Ich bin der Heinz Sielmann Stiftung sehr dankbar für diese Hilfen. Für unsere Nutztierhalter bedeutet die Anwesenheit der Wölfe trotz der noch einmal verbesserten staatlichen Unterstützung eine Belastung. Es ist gut, wenn daher auch dem Naturschutz verbundene Organisationen einen Beitrag leisten“, so Schmidt abschließend.

Hintergrund:

Derzeit sind in Sachsen offiziellen Angaben zufolge zehn Wolfsrudel bzw. welpenlose Paare bestätigt. Präventionsmaßnahmen von Nutztierhaltern zum Schutz vor Wolfsangriffe wurden im vergangenen Jahr mit rund 20 600 Euro unterstützt. Als Schadensausgleich für getötete Nutztiere wurden für den gleichen Zeitraum bisher 2 500 Euro gezahlt. PM SMUL

Beitragsbild: Bildschirmfoto der Internetseite des SMUL, Copyright: SMUL

Ein Gedanke zu „Ganz Sachsen ist Wolfsgebiet

  1. Peter Brandt

    Nicht nur die sächsischen Offiziellen, nein in allen deutschen Ländern ist man nicht in der Lage dazu zu lernen. Der Wolf steht auf der roten Liste, “Vom Aussterben bedroht”
    Das ist von vornherein eine unverschämte Lüge. Lesen Sie das Heft 39 der Beiträge zur Jagd- und Wildforschung, erschienen im Jan 2015, unter Leitung von Prof. Dr. M. Stubbe, mit mehreren internat. und deutschen Beiträgen zum Thema. Zusammenfassend wird die uralte Wahrheit bestätigt: Wölfe sind in Europa und darüberhinaus nicht vom Aussterben bedroht, sie waren auch nie in ihre Art gefährdet.
    Das deutsche Dogma trägt kriminelle Züge, in Anbetracht der Schäden in Höhe von mehreren 100 Mio Euro. Mehrere tausend Nutztiere wurden gerissen. In Sachsen erfolgten 2/3 der Risse bei vorschriftsmäßig geschützten Tieren. Dagegen generieren Naturschutzorganisationen Millionen an Spendenbeiträgen von betrogenen leichtgläubigen Menschen. Das stinkt zum Himmel. Die Gesetze zum Schutz der Wölfe sind von Menschen gemacht, man kann sie genau so beseitigen wie die einst hochgejubelten Gesetze zur Realisierung der Atomenergie. Das sollte schnellstens geschehen.

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