Gansheitliches Denken

Eine problematische, sich rasch ausbreitende Tierart, genervte Anwohner, geschädigte Landwirte, zerstrittene Experten, hitzige Diskussionen um Zaunschutz, Bejagung und die Gefährdung der Bevölkerung und natürlich grüne Politiker, denen der Rundumschutz noch der gewöhnlichsten Tierart wichtiger ist als jedes berechtigte menschliche Interesse. Nein, die Rede ist nicht vom Wolf – sondern von der Nilgans. In dem Beitrag “Nicht minder anziehend ist ihr Wesen” beschreibt Friederike Haupt in der FAZ das Leiden der Frankfurter an der Nilgans. Die Neozoen breiten sich massiv aus, die vom keimbelasteten Kot der Vögel verschmutzten Liege- und Badewiesen stellen eine Gesundheitsgefahr für Kinder dar, durch ihr aggressives Verhalten und ihre zahlenmäßige Übermacht vertreiben sie andere Vögel. Die Frankfurter Umweltdezernentin, laut FAZ “eine Grüne mit Biologie-Diplom und WWF-Vergangenheit”, lehnt die erwiesenermaßen effizienteste Vergrämungsmaßnahme ab: Auf keinen Fall sollen ein paar von den Vögeln abgeschossen werden – ein klarer Fall von gansheitlichem Denken.

JAWINA-Leser MH, der uns auf den FAZ-Beitrag aufmerksam gemacht hat, bestätigt die Befürchtung, dass Nilgänse Enten, Weißstörche und Wanderfalken verdrängen: “Wo bei uns Nilgänse sind, sind die Stockenten verschwunden.”

Doch MH hätte eine überzeugende Lösung für das Nilgans-Problem anzubieten: ” Schmecken tun sie auf jeden Fall ganz gut, ich mache aus Brust und Keule ein Ragout à la Toulouse-Lautrec. Das kann man ziehen lassen, bis es weich ist.” SE

Beitragsbild: Headline des empfohlenen Beitrags in der FAZ (Screenshot)

Die Red. dankt JAWINA-Leser MH für den Hinweis!

4 Gedanken zu „Gansheitliches Denken

  1. Grimbart

    Prinzipiell ganz einfach. Man muss die Gans nicht rupfen, sondern kann sie „abziehen“. Spart viel Arbeit. Dann mit Suppengrün, Kräutern, Salz und Pfeffer kochen bis das Fleisch vom Knochen fällt. Das Fleisch klein zupfen und in ein oder mehrere Gefäße füllen. Die abgegossene Brühe stark reduzieren und unter das Fleisch mengen. Gänseschmalz erhitzen und über das Fleisch gießen. Im Kühlschrank hält sich das in verschlossenen Gläsern mehrere Wochen. Schmeckt super auf Brot.

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