Fuchs als Anschneider

Nicht einmal verwöhnte Füchse bekommen allzu oft frische Hirschkeule vorgesetzt – hier ist es drei tapferen Rotröcken gelungen, sich mit der Delikatesse gehörig den Wanst vollzustopfen. Und das ging so: Jawina-Leserin MF hat einen Abschusshirsch gestreckt. Da das Rudel sich nach dem Schuss noch in der Nähe des Anschusses aufhielt, wartete sie erst einmal eine Weile ab, um durch die Bergung des Stücks nicht allzu viel Beunruhigung zu verursachen.

Als sie dann zum Stück trat, sah sie, wie drei Rotröcke die Flucht ergreifen. Die Füchse hatten die Zeit gut genutzt und eine Keule des Hirschs fast vollständig verputzt, die andere angeknabbert. Jawina wünscht Guten Appetit und der Erlegerin ein kräftiges Weidmannsheil.

Keule

Von Füchsen angeschnittene Hirschkeule.
Copyright: MF

Was gibt es sonst Neues aus dem Jawina-Revier: Redaktionshund Hannah (DK) hat eine weitere Nachsuche auf ein starkes Stück Schwarzwild absolviert: Die einzelne Bache war weidwund geschossen und lag schwer krank im hohen Gras. Bei der Annäherung an das Stück signalisierte die erfahrene Hündin: Sau lebt noch. Als der Nachsuchenführer die Waffe hochnimmt, um den Fangschuss anzutragen, springt die Bache ab. Also den Hund geschnallt und hinterher. Bald darauf ertönt Standlaut, gut 100 Meter entfernt. Nichts wie ran, Fangschuss vor dem stellenden Hund. Auf den Schuss hin versucht das Stück noch, den Nachsuchenführer anzunehmen. Geht aber nicht, Hannah hält es im Nacken fest, Nachsuchenführer fängt das Stück ab. Braver Hund!

Hannah am Stück.
Copyright: SE

 

2 Gedanken zu „Fuchs als Anschneider

  1. Rene

    “wartete sie erst einmal eine Weile ab, um durch die Bergung des Stücks nicht allzu viel Beunruhigung zu verursachen” – Ist das üblich (abgesehen davon, dass i.d.R. weitere Stücke bei einem Schuss flüchten und nicht verhoffen)? Um wieviel Zeit ging es denn (10 Minuten oder 2 Stunden?) Es ist sicherlich sinnvoll, Beunruhigungen des Wildbestandes (und damit stärkeres Heimlichwerden etc.) zu verhindern. Ob man mit Zuwarten einer Bergung so viel Mehrwert erreicht, weiß ich nicht (abgesehen davon, dass ein möglichst schnelles Aufbrechen vom fleischhygienischen Standpunkt aus sinnvoll wäre). Wie sind denn die Meinungen aus der Praxis? WaiHei!

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    1. admin Beitragsautor

      Es waren in dem Fall meines Wissens eher gut zwei Stunden – und natürlich eine Ausnahmesituation, weil das Rudel nach dem Schuss nur wenige Meter geflüchtet war und in der Nähe verharrte.
      Beste Grüße und WMH
      SE

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