Französisches Kollektiv veröffentlicht Schockvideo von Wolfsangriffen

ACHTUNG: DAS VIDEO ENTHÄLT DRASTISCHE UND SCHOCKIERENDE AUFNAHMEN, DIE NICHT FÜR JEDEN NUTZER GEEIGNET SEIN KÖNNTEN!

Das französische Kollektiv L113 hat ein Video mit dem Titel “éthique et pâturage” (Ethik und Weideland) veröffentlicht, das in drastischen Aufnahmen Opfer von Wolfsangriffen auf Nutztiere zeigt. Das Video dokumentiert auch einen Wolfsangriff auf eine Schafherde, der mit dem Mythos vom schnellen Tod durch Kehlbiss ebenso aufräumen dürfte wie mit der Behauptung, der Wolf risse nur alte, schwache und junge Tiere.

Der Name des Kollektivs bezieht sich auf den § 113 des französischen Code Rural, einem Gesetzeswerk, in dem Landwirtschaft und Meeresfischerei betreffende Regelungen enthalten sind. In Absatz 8 des § 113 wird die französische Regierung verpflichtet, die “Nachhaltigkeit der landwirtschaftlichen Betriebe zu gewährleisten und die Weidewirtschaft zu erhalten, insbesondere durch Schutz der Herden vor Angriffen durch Wölfe und Bären in Gebieten, in denen dieses Risiko besteht.” [Assurer la pérennité des exploitations agricoles et le maintien du pastoralisme, en particulier en protégeant les troupeaux des attaques du loup et de l’ours dans les territoires exposés à ce risque.]

L113 wirft dem französischen Umweltminister Nicolas Hulot vor, für die Tierquälerei durch Wölfe verantwortlich zu sein, Nutztiere sinnlos abschlachten zu lassen und Züchter und Weidetierhalter in die Verzweiflung zu treiben. Hulot habe mit seiner Unterschrift das Verschwinden von Almwirtschaft und Artenvielfalt abgesegnet. L113 fordert, dass der nächste französische Wolfsmanagementplan ein Plan für eine lebendige Weidewirtschaft sein müsse. SE

Video: L113/YouTube

 

5 Gedanken zu „Französisches Kollektiv veröffentlicht Schockvideo von Wolfsangriffen

  1. Ralf

    Es muss wahrscheinlich erst ein Kind gerissen werden, bevor sich wirklich was tut. Hoffe nur, dass es keines meiner Kinder sein wird. Denn die sind auch gerne im Wald. In dem Falle…- das lasse ich besser offen.
    Jetzt fehlt nur jemand, der sagt, dass Kinder nichts mehr im Wald zu suchen haben, sobald Wölfe bestätigt sind- so wie es jemanden gab, der das auf Jagdhunde bezogen hier im Kommentar zum letzten Artikel zum gerissenen Jagdhund zum Besten gegeben hatte. Das mit dem übertriebenen Wolfschutz ist wider der Natur und nicht “normal”!

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  2. Joachim

    Eigentlich sollte man in Zukunft auf verklärende Kommentare und Beiträge nicht mit sinnloser Diskussion sondern mit diesem Video antworten.

    Auch den Hinweis, das Video könne nicht für jeden Nutzer geeignet sein, unterlassen. Denn der Hinweis, der bei vielen Gelegenheiten Usus geworden ist, ist selbst ein Hinweis. Nämlich darauf, dass wir zu allen Themen etwas sagen wollen, aber bitte von der Realität verschont bleiben möchten. Mit anderen Worten, wir wollen diskutieren aber nicht wissen worüber. Ein unschöner Zug der Zeit.

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  3. Ronbi

    So sieht das halt aus, wenn ein Großraubtier auf relativ harmloses Weidevieh trifft.
    Wobei einer Hirschkuh, einem Wildschwein oder einem Moschusochsen, der auf das Superraubtier Wolfsrudel trifft, geht es auch nicht besser.
    Vielleicht stehen auch bei uns, irgendwann nur noch ein Paar Schuhe mit blutigen Füßen drin im Wald.

    Auf jeden Fall schreit das nach einer Begrenzung der Wölfe und nach einem aktiven Wolfsmanagement.

    In die Hände klatschen hilft bestimmt nicht.

    Allerdings meine ich, dass unsere Entscheidungsträger, nach wie wor Angst vor der Entscheidung haben.

    Lieber knickt man, vor den teilweise militanten Wolfschutzchaoten, ein.

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  4. Andreas Hadler

    Das Problem mit dem Wolf läuft genauso aus dem Ruder, wie es bereits mit den Kormoran, Bieber, Waschbär und auch Fischotter der Fall ist. Wir leben hier in einer Kulturlandschaft, die für eine derartige Anzahl von Wildtieren, nicht mehr geeignet ist. Bei diesen ganzen Themen, etablieren sich vor allem aber Tier- und Naturschützer, die nur einen begrenzten Bereich sehen, nicht aber die gesamte Ökologie und die daraus entstehenden Folgen, die durch die Überpopulation bestimmter Arten hervorgerufen wird. Von politischer Seite kann hier so oder so keine Unterstützung erwartet werden, denn das würde ja Wählerstimmen kosten. Zwangsläufig werde die Probleme dann auf dem Rücken der Landwirtschaft/Landbevölkerung ausgetragen. Ob hier letztendlich Menschen zu Schaden kommen oder nicht, spielt so oder so keine Rolle. Es wird ja auch nicht gefragt, ob Existenzen in der Landwirtschaft zerstört werden, oder Dammbrüche durch Bieberuntergrabungen zu schwerer Zerstörung oder gar Tote führen.

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  5. Sigrid Pirzer- Koller

    Ich sehe hier keinen Wolf ein Tier reissen. Das Tier, dass die Schafe tot beisst ist ein Husky…..kein Wolf. Es gibt in Europa keinen Wolf mit weis dunklem Gesicht. Leute was wird da erzählt. Schaut euch die Videos an in den anderen Videos, das sind Wölfe. Seht euch die Färbung des Haarkleides an. Lasst euch nicht für dumm verkaufen.

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