Frankreich: 40 Wölfe zum Abschuss freigegeben

Frankreich hat 40 Wölfe zum Abschuss freigegeben. Insgesamt ist jedoch geplant, die Wolfspopulation bis 2023 auf 500 Tiere anwachsen zu lassen, wie verschiedene französische Medien wie z.B. Le Télégramme berichten. Der jährlich festzusetzende Abschuss solle auf regulär zehn Prozent der Population festgesetzt werden, bei schwer wiegenden Schäden könne er auf zwölf Prozent erhöht werden. Der aktuelle Bestand wird auf 265 bis 402 Tiere geschätzt. Während Tierfreunde die Abschüsse kritisierten, hatten Schäfer mehr Abschüsse gefordert. SE

Beitragsbild: Meldung über geplanten Wolfsabschuss auf Le Télégramme (Screenshot)

7 Gedanken zu „Frankreich: 40 Wölfe zum Abschuss freigegeben

  1. Ronbi

    Eigentlich müssten es in Frankreich bereits 500 Wölfe sein, bei den Schäden, die dort auftreten.
    Und französische Schäfer/Viehhalter dürfen auf Wölfe schießen, wenn ihre Tiere angegriffen werden.

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  2. Hans-Dieter Pfannenstiel

    Das Interessante an dieser Nachricht ist, dass die französischen Wölfe wie auch die deutschen in Anhang IV der FFH-Richtlinie gelistet sind. In beiden Ländern genießt der Wolf also den gleichen Schutzstatus. Bald wird unsere Regierung ernsthaft die Frage beantworten müssen, weshalb in Frankreich planmäßig reguliert werden kann, bei uns aber nicht.

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    1. Ralf

      Die Lobbyisten von BUND und NABU (u.A. Frau Hendricks und Herr Flasbarth) werden sich schon passende Antworten zurechtgelegt haben!

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  3. Hans-Dieter Pfannenstiel

    Es war von ernsthafter Beantwortung die Rede, nicht von undifferenziertem lupophilen Gesäusel der von Ihnen, Ralf Soundso, Genannten!

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  4. Ralf

    Sehr geehrter Herr Pfannenstiel,
    ich wüßte gerne, an welcher Stelle genau mein Kommentar 1. “Gesäusel” und 2. “Lupophil” gewesen sein soll.
    Ich halte viel von Ihnen und Ihren Darstellungen und würde mich freuen, wenn Sie nicht unsachlich wedren würden.

    Das Gewesene hat uns ganz klaraufgezeigt, z.B. das gezeigte Verhalten der Frau Hendricks, in welche Richtung das Ganze tendenziell mit den Wölfen gehen wird.

    So hat Frau Hendricks, wie man dem Internet entnehmen kann, die GroKo-Verhandlungen, an denen sie nicht habe teilnehmen dürfen, gestört, um die “schützenswerten Interessen” in Sachen Wolf deutlichen Nachdruck zu verleihen. Und mit welcher Konsequenz? Mit keiner Konsequenz für sie. Sie ist weiterhin für den Posten der Umweltministerin in der GroKo. Kann mir das jemand plausibel erklären? Eigentlich bin ich für die GroKo, aber dieser Punkt ist mir zuwider.

    Es geht mir nicht darum, Wölfe wieder auszurotten. Es geht mir darum, das Ganze mit Logik zu betrachten. Man muss sich nicht über Wolfrisse oder Annäherungen an menschliche Siedlungen beklagen, wenn man eine Dezimierung der Wölfe grundlegend ablehnt. Und die Logik sagt mir, dass wir ein erhebliches Problem mit den Wölfen kriegen werden, wenn alle Reviere durch Jungwölfe besetzt sind. Wesentlich erheblicher, als bereits jetzt. Es ist offensichtlich ein aus meiner Sicht sehr riskanter Freifeldversuch mit ungeklärtem Ausgang. Ich persönlich habe ein Vermutung bezüglich des Ausganges. Es ist die Frage, ob man dieses Risiko seitens der Politik eingehen möchte. Und ich frage mich, wer die Verantwortung dafür trägt, wenn, was ich nicht hoffe, ein Wolfrudel unter der Anwesenheit von weiteren menschlichen Augenzeugen einen Menschen geschädigt hat.

    Ich bin nun kein Biologe. Aber die Logik sagt mir, dass der Wolfbestand früher oder später dezimiert werden muss. Dafür sehe ich die bisherigen Pläne von Politik und Verwaltungen nicht gewappnet. Theoretiker streiten sich z.B. über den “Entnahmezeitpunkt”. Aus meiner Sicht könnte wieder die Logik helfen:
    Auf jeden Fall braucht man sich bei den an Siedlungen annähernden einzelnen Wölfen keine Gedanken machen. Das sind in der Regel Jungwölfe. Diese könnte man generell entnehmen. Keine Frage oder? Alleine schon aus Sicht der Gefahrenabwehr sollte es kein Frage sein!

    Jetzt kommt gefährliches Halbwissen:
    Wenn es um Bestandsdezimierung geht- möglicher Lösungsansatz:
    zwischen Ranzzeitende, und einem Monat vor dem Wölfen. Also Spätwinter bis frühes Frühjahr. Kurzer Zeitraum- aber anders nicht tierschutzgerecht möglich. Hier mit dem Risiko des Alpha-Tier-Abschusses.
    Und dritter Ansatz wäre die kontrovers diskutierte, eigentlich dem Naturgesetz entsprechende “Entnahme” an der Viehweide. Das hätte möglicherweise den besten Vergrämungseffekt auf das Restrudel- allerdings wieder mit dem Risiko versehen, dass ein Alpha-Tier erlegt werden könnte.
    Ich bin ein normaler Mensch, wie gesagt. Möglicherweise habe ich Denkfehler. Aber das mit der ungehinderten Vermehrung der Wölfe in unserem nach Holland am dichtest besiedeltem Land in Europa- einer Kulturlandschaft- macht mir schon Sorgen. Es handelt sich nicht um harmlose Kaninchen, sondern um fleischfressende Großraubtiere. Diese verfolgen nicht, um zu spielen…
    Und als Zusatz: ich sehe die Wölfe aus der Sicht eines Jägers nicht als Nahrungskonkurrenten, sondern als Gefahr für Menschen!

    Meinen kompletten Namen und meine weiteren Kontaktdaten können Sie liebend gerne über Jawina bekommen. Ich habe bewusst aus bekannten Gründen meinen Nachnamen nicht genannt. Leider ist dieser Umstand der heutigen Zeit mit der mitlerweile sehr professionell aufgestellten und militanten Jagdgegnerschaft zu begründen.

    Wir Jäger sollten vielleicht davon wegkommen, uns gegenseitig in der Öffentlichkeit “rund” zu machen! Ich hoffe, es ist angekommen!

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  5. Ralf

    @Prof. Pfannenstiel:
    hiermit bitte ich um Entschuldigung! Hatte Ihren Satz falsch gedeutet. Es sind die Feinheiten mit Kommasetzung, die ich als einfach gestrickter Mensch erst nach einem Hinweis verstehe 😉

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