Fleischkonzerne wollen Jägern 10.000 Wildschweine abnehmen

Die Fleischkonzerne Tönnies und Westfleisch haben dem Westfalen-Blatt zufolge angekündigt, den Jägern 10.000 Wildschweine abzunehmen. Damit soll dem Preisverfall durch das Überangebot an Wildschweinfleisch infolge der verstärkten Bejagung wegen der Afrikanischen Schweinepest entgegen gewirkt werden. Im vergangenen Jagdjahr haben die Jäger in NRW mehr als 60.000 Schwarzkittel erlegt (JAWINA berichtete). Das Wildschweinfleisch solle nicht verramscht werden, bekräftigte ein Sprecher des Tönnies-Konzerns gegenüber der Zeitung. Allerdings müssten die Verarbeitungskapazitäten für das Wildbret noch geschaffen werden, aktuell laufen die Planungen dazu. Der Landesjagdverband NRW begrüßte das Angebot der Fleischindustrie. red.

Beitragsbild: Headline des verlinkten Beitrags im Westfalenblatt (Screenshot)

Die Red. dankt JAWINA-Leser JS für den Hinweis!

2 Gedanken zu „Fleischkonzerne wollen Jägern 10.000 Wildschweine abnehmen

  1. Hans-Dieter Pfannenstiel

    Von Überangebot kann nun wirklich nicht gesprochen werden. Immerhin wird ein hoher Prozentsatz des hierzulande verzehrten Wildbrets nach wie vor importiert! Solange Wildhändler noch Schwarzwild annehmen, haben sie auch entsprechenden Absatz. Die gezahlten Schleuderpreise werden allerdings nicht an den Verbraucher weitergegeben. Auch im Hofladen des Wildbrethändlers kostet Wildbret vom Schwarzwild genauso viel wie vor der sog. Krise!

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  2. mikka

    … mi dem antibiotikabelasteten, verwässerten, Nitratnormalschweinfleisch kann man wohl kein Geld mehr verdienen??
    Mein Vorschlag: gern kann die Industrie Fleisch bekommen, zu einem vernünftigen Preis ggf. staatlich gestützt durch Peisgarantien und Annahmestellen.
    Das dankt dann auch der Jäger und der Endverbraucher.

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