Fleischkonsum: Umweltverbände forcieren Umerziehung

Die Deutschen sollen ihren Fleischkonsum um die Hälfte reduzieren, fordern Vertreter von Umweltverbänden anlässlich der Vorstellung des von der den Grünen nahestehenden Heinrich-Böll-Stiftung, dem BUND und Le Monde Diplomatique herausgegenbenen “Fleischatlas 2018” gestern in Berlin. Tierbestände sollen drastisch reduziert werden, die Preise infolgedessen kräftig steigen. “Die Bundesregierung muss noch in diesem Jahr die Weichen für einen nachhaltigen Umbau der Tierhaltung stellen”, forderte Hubert Weiger, Vorsitzender des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Darauf ein 300-Gramm-Rumpsteak! SE

Beitragsbild: Cover des Fleischatlas 2018 (Screenshot).

4 Gedanken zu „Fleischkonsum: Umweltverbände forcieren Umerziehung

  1. Kr.-Itsich

    Worüber sollen die armen Grünen/BUND/NABU und sonstige Veggies und Tierstreichler heute sonst noch sprechen. In den meisten Themenbereichen werden deren Forderungen früher oder später neu bewertet oder gar ad absurdum geführt. Oder wichtige Themen werden von anderen Gruppen annektiert. E-Mobilität, sagen wir mal – kritisch; energetische Sanierung – gefährlich, vegan ernährt = mangelernährt, und, und, und, die Liste ist lang.
    Dieses ganze weichgespülte Geschwätz dient nur zu deren Eigensicherung oder treibt anderen Gruppen, die auch kein Mensch braucht, die Anhänger/Wähler in die Hände. Das eigentlich tragische ist, dass es immer noch genug nicht- oder schlecht informierte Leute gibt, die so etwas vollkommen unreflektiert glauben.

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  2. Dr Michael

    Naja die Forderung ist aus medizinischer Sicht vollkommen vernünftig, wir hier in DE, konsumieren einfach zu viel Fleisch, eine Reduzierung um die Hälfte wäre gesund.

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    1. Kr.-Itisch

      Welche durch wissenschaftliche Studien belegte Lehrmeinung sagt, dass besonders wenig oder viel Fleisch essen welche Auswirkungen auf unsere Gesundheit hat. Und es werden, immer häufiger, solche Lehrmeinungen, die nur auf Beobachtungsstudien beruhen, widerrufen, siehe bspw. das Thema Cholesterin. Der Mensch, und das ist gesichert, ist nur zu dem geworden, was er ist, weil er den Fleischkonsum, insbesondere den Konsum von gegartem Fleisch entdeckt hat. Nur so konnte sich das menschliche Gehirn zu dem entwickeln, was es heute ist. (Parodie an: Bei manchen scheint die Entwicklung wieder in die andere Richtung zu gehen, Parodie aus). Eine über 50.000 Jahre alte, evolutionsgewachsene genetische Disposition lässt sich nicht durch ein paar Veggie-Meinungen wegwischen.
      Wobei sich in der Tat was ändern muss, ist die Frage der Qualität des Fleisches, und allem, was dazu gehört. Hier muss man den Hebel ansetzen. Richtige Qualitätssicherung und der Preis des Fleisches steigt automatisch. Genauso automatisch reduzieren sich dadurch die Mengen.
      Des Volkes Umerziehung sollte aber nicht immer über Ver- oder Gebote erfolgen. Das hatten wir in der Vergangenheit leider oft genug.

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  3. Dr Michael

    Ich stimme dem zu, es geht aber um die Menge. Früher und prähistorisch waren es ca. 10kg pro Kopf im Jahr, heuer sind wir bei über 100kg. Soviel zur Entwicklung der Menschheit, der Jagderfolg und Fleischkonsum machte nur bis zu 30% der Ernährung aus. Grade was onko-histologische Befunde angeht, lässt sich die positiv-Korrelation zw. rotem Fleischkonsum und gewissen Krebsarten nicht wegdiskutieren. Das andere Argument ist sicher: Die Evolution hat gar kein Interesse daran, dass wir mit 110kg Fleischkonsum pro Kopf und Jahr über 30 Jahre alt werden, es geht nur um Vermehrung und die über zu hohen Fleischkonsum induzierten Krankheitsbilder sind keine, die man in seiner Jugend zu spüren bekommt. Nur meine Meinung, niemand hat etwas gegen ein 300g Rumpsteak, es geht um die Perversion des Konsums und da sollten wir als Jäger sicher dazu beitragen bewusster zu konsumieren.

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