Finnland: Null Toleranz für Problemwölfe

Der Präsident der Landesjägerschaft Niedersachsen (LJN), Helmut Dammann-Tamke hat mit weiteren LJV-Präsidenten eine Bildungsreise nach Finnland unternommen, um sich über das Wolfsmanagement im hohen Norden zu informieren. In der Kreiszeitung beschreibt Dammann-Tamke seine Eindrücke: So hätten die Finnen eine Null-Toleranz-Strategie im Umgang mit “verhaltensauffälligen” Wölfen und solchen, die durch die Dörfer streiften: Diese würden im Zuge einer sofort anberaumten Polizeijagd von Amts wegen erschossen. Zwar werde das Thema Wolf auch in Finnland kontrovers diskutiert, grundsätzlich sei man sich jedoch einig, dass es eine Obergrenze für einen “verträglichen” Wolfsbestand gebe. Diese belaufe sich auf 250 Wölfe in 25 Rudeln. In Finnland werde der Wolf regulär bejagt, im Norden Finnlands gehöre es überdies zu den verbrieften Rechten der Lappen und Samen, dass zum Schutz ihrer Rentierherden auf Antrag jeder Wolf geschossen werden dürfe. Trotz der Bejagung wachse die Wolfspopulation – aber eben nicht exponentiell, wie in Deutschland, so Dammann-Tamke.

Der LJN-Präsident weist darauf hin, dass der Wolf in Ländern wie Frankreich oder Finnland, die wie Deutschland EU-Mitglieder seien, seit jeher bejagt werde. Der für die Bejagung des Wolfs in Deutschland geforderte günstige Erhaltungszustand sei objektiv längst gegeben. SE

Beitragsbild: Rentiere in Finnland. Foto: SE

Ein Gedanke zu „Finnland: Null Toleranz für Problemwölfe

  1. K.H.

    Es soll ja noch Länder in Europa geben,in denen es vernüftige und sachliche Regelungen und Gesetze gibt. Was zur Zeit bei uns in Deutschland so abgeht, wenn es um das Wölfe geht, so kann man das ja nicht behaupten.

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