Feuerwaffenpässe abgelaufen – Bundespolizei entwaffnet dänische Jäger

… und wieder ist unser Land ein bisschen sicherer geworden!

Am Mittwoch Abend (19.11.14) gegen 17:30 Uhr mussten zwei Jäger aus Dänemark ihre Waffen    bei einer bundespolizeilichen Kontrolle auf dem Parkplatz Trebetal an der BAB 20 abgeben. Die dänischen Staatsangehörigen, 38 und 54 Jahre alt, waren auf dem Weg ins Jagdrevier Torgelow im Landkreis Vorpommern Greifswald. Doch mussten sie die Reise ohne ihre Jagdwaffen fortsetzen, denn die Jäger hatten keinen gültigen Europäischen Feuerwaffenpass. Die Dokumente waren bereits 2013 und Mitte des Jahres 2014 abgelaufen. Durch die Bundespolizei Stralsund wurden die Waffen sichergestellt und ein Ermittlungsverfahren wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz eingeleitet. PM Bundespolizei

Und wer sich jetzt sagt, “Ich wusste ja gar nicht, dass mein Europäischer Feuerwaffenpass ein Verfallsdatum hat”, der findet hier die Angaben zur Gültigkeit seines Dokuments:

FWP

Auf Seite 2 des Feuerwaffenpasses ist das Ablaufdatum vermerkt.
Copyright: SE

Beitragsbild: Die konfiszierten Jagdwaffen der dänischen Jagdgäste. Copyright: Bundespolizei

Ein Gedanke zu „Feuerwaffenpässe abgelaufen – Bundespolizei entwaffnet dänische Jäger

  1. Hans-Dieter Pfannenstiel

    Als ich eine Waffe in meinen Europäischen Feuerwaffenpass (EFP) eintragen ließ, habe ich die Streichung einer anderen Waffe aus meinem EFP beantragt, die ich schon längere Zeit vorher verkauft hatte und die frist- und ordnungsgemäß aus meiner WBK ausgetragen worden war. In meiner grenzenlosen Einfalt dachte ich, wenn ich die Waffe nicht mehr besitze, kann sie ja keinen Schaden mehr anrichten und ich könnte sie ja auch nicht mehr ein- oder ausführen. Und da mich die Behörde beim Austrag der veräußerten Waffe aus der WBK auch nicht darauf aufmerksam gemacht hatte, dass ich sie auch aus dem EFP austragen lassen müsse, war ich guter Dinge. Weit gefehlt. Die Behörde wollte mir ein Ordnungsgeld von 70 Euro aufbrummen, weil ich gegen das Waffengesetz verstoßen habe. Nur mit Hilfe eines Rechtsanwalts gelang es, den drohenden Arm des Gesetzes von einem vernichtenden Schlag gegen meinen gesunden Waffenleumund abzuhalten. Der Richter stellte das Verfahren ein, da er offenbar trotz Dienstes in der Judikative noch genug gesunden Menschenverstand hatte, was ja vor Gericht nicht unbedingt die Regel zu sein scheint. Der Richter meinte wohl auch, von einer nicht in meinem Besitz befindlichen Waffe könne ja wohl durch mich keine Gefahr mehr für die freiheitlich demokratische Grundordnung und für Leib und Leben der Nation ausgehen. Aus Kreisen von Politikern, die sich der staatlichen Sicherheit verschieben haben, hört man, der Plan, auch illegale Waffen per WBK und EFP zu erfassen, sei aufgegeben worden, da dann Waffenbehörde und Polizei wegen Arbeitsüberlastung vollends zusammenbrechen werden.

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