FDP: Mehr Beinfreiheit für Jäger

Die FDP-Bundestagsfraktion hat am 29.01. das Positionspapier “Für eine moderne Jagd” verabschiedet. Darin setzen sich die Freien Demokraten für eine Entrümpelung der Jagdgesetze von ideologischem Ballast ein und fordern mehr Rechte und Selbstverantwortung für Jäger.

“Bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben braucht die Jägerschaft als eine der größten Naturschutzorganisation vor allem eines: Beinfreiheit”, heißt es in dem Papier. “Deshalb setzen wir Freie Demokraten im Deutschen Bundestag uns für eine selbstbestimmte und eigenverantwortlich betriebene Jagd ein und vertrauen dabei den Jägern in unserem Land, die ehrenamtlich und staatlich geprüft mit viel Sachkunde und Zeit unsere Natur schützen, hegen und pflegen.”

Die FDP fordert die Aufnahme weiterer Tierarten ins Jagdrecht – genannt werden Kormoran, der Nandu, der Biber und der Wolf. Derzeit würden diese Arten “ausschließlich über das Naturschutzrecht strengstens geschützt.” Dabei sei längst bekannt, “dass durch ihre Population erhebliche Schäden angerichtet werden und andere Tierarten zurückgedrängt werden.” Eine Hege durch Jäger, die artgerechte Lebensräume erhält und geschützte Tiere vor dem Aussterben bewahrt, finde gesetzlich nicht statt: “Wir Freie Demokraten halten das für nicht sachgerecht.”

Es sei “ausschließlich ideologisch zu begründen, die vorgenannten Arten nicht als Wildtiere unter die Obhut der Jäger zu stellen”, meint die FDP. Das Wildtier-Management müsse Jägern obliegen. “Wir Freie Demokraten wollen den Schutzstatus der vorgenannten Arten in internationalen Verträgen, auf europäischer Ebene und im Bundes- und Landesrecht zurückstufen und ihre Hege und Pflege über das Jagdrecht gewährleisten.”

Die FDP fordert desweiteren eine entschlossene Bekämpfung invasiver Arten wie Waschbär oder Nilgans und eine Stärkung der Prävention vor Wildunfällen und Tierseuchen wie der ASP. Ausnahmslose Jagdverbote in Naturschutzgebieten seien abzulehnen: Das bestehende Verbot folge einer grünen Ideologie, die Jäger als mordlüsterne Tierquäler sieht. Diese Ideologie ignoriere die Tatsache, dass die Jagd aktiver Naturschutz ist.

Schalldämpfer und Nachtzielgeräte sollen freigegeben, das Reviersystem erhalten, die Jägerprüfung bundesweit vereinheitlicht werden. Ein generelles Verbot bleihaltiger Munition lehnt die FDP ab.

Das Positionspapier der FDP-Bundestagsfraktion “Für eine modernde Jagd” steht hier zum Download bereit. red.

Beitragsbild: Positionspapier der FDP-Bundestagsfraktion “Für eine modernde Jagd” (Screenshot, Ausschnitt)

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