FAZ-Redakteur fordert Katzensteuer

“Gewaltiger ökologischer Fußabdruck”

Der FAZ-Redakteur Jörg Albrecht fordert in der Online-Ausgabe der Frankfurter Allgemeinen Zeitung eine Katzensteuer. Er weist auf die durch diverse wissenschaftliche Studien hinlänglich erwiesenen katastrophalen Auswirkungen allzu vieler streunender und verwilderter Hauskatzen hin. Selbst bei vorsichtiger Interpretation der Zahlen fände “dort draußen ein beängstigendes Gemetzel” statt, schreibt Albrecht. Doch er bietet auch Lösungsvorschläge an, die von einer Chip- und Registrierungspflicht über vorgeschriebene Sterilisation mit Eintritt der Geschlechtsreife bis zur gewagten Idee reichen, “man könnte damit aufhören, den Holocaust zu beschwören, wenn sich ein Tierheim dazu entschließt, überzählige Katzen einzuschläfern.” Man könne sogar versuchen, wagt der den Shitstorm offenbar nicht fürchtende Journalist anzuregen, “dem Elend der verwilderten Katzen vorzubeugen, indem man die Jägerschaft ohne Anpöbeleien ihrer Aufgabe nachgehen lässt.” Hört, hört…

Beitragsbild: Fetter Kater namens Joseph. Foto: SE

6 Gedanken zu „FAZ-Redakteur fordert Katzensteuer

  1. Grimbart

    Super Artikel. Aber wie man den Kommentaren entnehmen kann, stößt er auf Unverständnis bei den Katzenhaltern. Tut meine nicht, hat ja keine Flügel, Fakezahlen aus den USA etc. Solche Journalisten bräuchten wir mehr.

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  2. Charlotte

    Vollkommen in Ordnung. Auch wenn manch Hundehalter an Gehwegen/ Grünanlagen die Hinterlassenschaften nicht entsorgt, können diese doch noch wenigstens ordnungsrechtlich bestraft werden – wenn auf frischer Tat ertappt. (gleiches gilt für den Leinenzwang). Freilaufende Katzen allerdings lassen ihre Hinterlassenschaften auch gerne mal im Sandkasten zurück ohne das der Katzenhalter sich darüber Gedanken macht, wo sein Liebling seine Notdurft im Freien verrichtet. Ich bin für die Katzensteuer oder aber für die Abschaffung der Hundesteuer. Gleichbehandlung für alle.

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  3. Harald Vogt

    Ich nehme mal an das der Redakteur einmal von einer Katze gekratzt wurde weil er sie geärgert hat. Eine Katzensteuer ist vollkommender Schwachsinn. Angebracht wäre eine Pferdesteuer, denn wer sich ein Pferd auf einem teuren Gestüt leisten kann, hat auch noch Geld für die Steuer über, was evt. noch abgesetzt werden kann.

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    1. admin Beitragsautor

      Andersrum: Wer sich ein Pferd leistet, unterstützt dadurch eine ganze Industrie, die zahlreiche Arbeitsplätze und üppige Steuereinnahmen abwirft, von den Pensionsbetrieben über Reitlehrer, Bauern, Futtermittelproduzenten, Tierärzte, Sattler, Fachgeschäfte, Hufschmiede, Hersteller von Sätteln, Trensen, Reitzubehör, Bekleidung usw. usf. – da wäre es völlig unangebracht, obendrauf auch noch eine Steuer zu erheben.
      Ohnehin erscheint es absurd, dass die Bürger unseres Hochsteuerlandes selber nach weiteren Steuern rufen – immer für andere natürlich. SE

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  4. Robert Rheinert

    Wie wahr, wie wahr. Wer – wie ich – in seinem Garten mitunter totgebissene Jungvögel findet, einmal sogar gleich ein halbes Dutzend, nach Art menschlicher Trophäenschießer säuberlich aufgereiht, kann den Gesetzgeber nicht verstehen, der per Hundesteuer und Leine Hunde (zurecht) im Zaum hält, Katzen aber nicht. Wann macht Berlin endlich Schluß mit dieser Ungleichbehandlung ?

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