Expertentipp: Wildäcker für arme Böden

In dem Jawina-Beitrag “Das alternative Revier” hatten wir von den Bemühungen des Revierinhabers berichtet, die kargen Sandböden in der Schorfheide mit geeigneten Äsungspflanzen zu bestellen: „Wir haben viele Versuche gemacht, um die ideale Wildackermischung für die armen Böden hier zu finden“, so wurde Revierinhaber Jürgen Sartori in dem Beitrag zitiert. “Mais, Topinambur, Waldstaudenroggen und Triticale gedeihen auf dem märkischen Sand nicht so gut. „Wir mussten da umlernen: In meinem alten Revier bei Sponheim in Rheinland-Pfalz hat der Topinambur zehn Jahre lang gehalten – hier kam er nicht mal im ersten Jahr hoch.“ Viel Jawina-Leser haben nachgefragt und wollten wissen, welche Wildackerpflanzen sich im “alternativen Revier” denn besonders bewährt haben. Wir haben nachgefragt.

“In den zwölf Jahren hier in der Schorfheide hat sich vor allem Markstammkohl in Fruchtfolge mit Hafer bewährt”, erklärt Jürgen Sartori. “Die Fruchtfolge muss sein, denn wegen der Nematoden kann man Markstammkohl nicht hintereinander anbauen.” Sehr gut gedeihe auch Topinambur, der zunächst Grünäsung und Deckung und dann die Knollen liefert – das ist kein Widerspruch zu dem oben Gesagten, denn es kommt auf die richtige Sorte an: “Bei uns haben wir aber nur mit der Bianca gute Erfahrungen gemacht, mit Waldspinne hingegen gar nicht”, sagt Jürgen Sartori.

Sehr gut werde vom Wild auch Zuckerhirse angenommen. Dann müsse man die Wildäcker aber aufmachen, wenn sie etwa kniehoch stehe. “Ist die Zuckerhirse höher gewachsen, geht das Wild nicht mehr so gerne ran.” SE

Beitragsbild: Topinambur, Copyright: SE

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