EU-Waffenrecht soll nach Anschlägen verschärft werden

Keine halbautomatischen Waffen mehr – DJV unterstützt Petition gegen unsinniges Vorhaben

In Folge der Terroranschläge in Paris plant die EU eine Verschärfung des Waffenrechts. Neben einigen sinnvollen Maßnahmen sollen jedoch auch der Online-Handel von legalen und registrierten Waffen verboten und weitere bürokratische Hürden für zuverlässige und legale Waffenbesitzer errichtet werden. Der Deutsche Jagdverband (DJV) kritisiert diese Vorhaben, da sie weder ein Mehr an Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger bringen, noch den Terrorismus bekämpfen. “Es ist extrem wichtig, konkrete Maßnahmen gegen Terrorismus und organisierte Kriminalität zu ergreifen”, sagt DJV-Präsidiumsmitglied Helmut Dammann-Tamke, zuständig für Waffenrecht. “Diese dürfen jedoch nicht zuverlässige und gesetzestreue Jäger belasten. Bei jedem einzelnen Punkt sollte sich die Politik fragen: ‘Treffen wir damit Terroristen? Treffen wir damit organisierte Kriminalität?'”

Seit Kurzem existiert eine Petition auf der Plattform change.org, die sich gegen unsinnige Verschärfungen des EU-Waffenrechts ausspricht und an den Rat der Europäischen Union richtet. Über Nacht hat die Petition bereits 16.000 Mitzeichner erreicht. Der DJV ruft alle Jägerinnen und Jäger zur Unterstützung der Petition auf.

Weiterhin fordert der DJV die Europäische Kommission auf, den illegalen Waffenhandel innerhalb der EU zu bekämpfen und insbesondere die europäischen Außengrenzen schärfer zu kontrollieren. Dazu kann zum Beispiel auch eine Datenbank für gestohlene und illegal gehandelte Waffen gehören, wie sie etwa “iArms” von InterPol vorsieht. PM DJV

Beitragsbild: Halbautomatische Flinte, Copyright CK, Jawina dankt für das Bild.

Ein Gedanke zu „EU-Waffenrecht soll nach Anschlägen verschärft werden

  1. Dirk Prenzel

    Die Waffen mit denen Terroristen Anschläge verüben, sind für den normalen Jäger, Sportschützen oder Sammler ohnehin nicht legal erhältlich.
    Das sind Waffen die unsere Regierungen zur Ünterstützung diverser Gruppen in Krisengebiete liefern.
    Diese Gesetzesverschärfung ist ein weiterer Schritt in Richtung ” Entwaffnung der Bevölkerung”.
    Man sollte im Gegenteil darüber nachdenken das Waffenrecht zu lockern um dem mündigen, gesetzestreuen Bürger die Möglichkeit zu geben im Fall eines Anschlages eine Chance der Selbstverteidigung zu haben. Während der Zeit, bis Polizei oder Spezialkräfte am Ort des Geschehens eintreffen ist der Bürger als sog. “Soft Target ( weiches-schutzloses-Ziel) den Angreifern schutzlos ausgeliefert. Eine Lockerung des Waffenrechtes würde dem Bürger in dieser Situation die Möglichkeit geben sein Leben und dass anderer Beteiligter zu retten.
    Natürlich müssten Mechanismen , Kontrollen und Nachweise greifen, die nur entsprechend “befähigten” Bürgern den Zugriff auf Waffen zum Zweck der Selbstverteidigung zu ermöglichen. Entsprechende Schulungen und der Nachweis von Training ähnlich der Nachweispflicht von Flugstunden bei Piloten sollten auch verpflichtend werden.
    Im Einzelnen müsste dies natürlich entsprechend ausgearbeitet werden. Hier geht es aber um Grundsätzliches.
    Wenn Regierungen nicht in der Lage sind die Bevölkerung zu schützen ( Abbau von Personal, Misstönde bei Ausbildung und Ausrüstung) , ist es fast schon fahrlässig , dieser Bevölkerung die Möglichkeit des Selbstschutzes zu nehmen.

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.