EU-Kommission macht Vorstoß für Verbot bleihaltiger Munition

Die EU-Kommission hat die Europäische Chemikalienagentur ECHA beauftragt, Vorschläge zur Minimierung des angeblich von bleihaltiger Munition ausgehenden Risikos für Menschen und Tiere zu erarbeiten. Das teilt der Dachverband der europäischen Jagdverbände FACE in einer Presseerklärung mit. Betroffen von dem Vorhaben sind Schrot- und Büchsenmunition, auch im Sportschießen, sowie Bleigewichte, die von Fischern und Anglern verwendet werden. Das Schreiben der EU-Kommission wurde am 21. August bekannt. Die ECHA soll auch etwaige Probleme der Tiergesundheit, mögliche Risiken für Jäger, die Bleimunition verwenden und der Alternativmaterialien bewerten.

ECHA wird FACE zufolge in den kommenden Monaten ein Dossier zu dem Vorgang veröffentlichen. Vom Zeitpunkt der Veröffentlichung an hat die ECHA 12 Monate Zeit, Resitriktionsvorschläge (restriction proposals) zu erarbeiten. Falls die ECHA weitere Maßnahmen für erforderlich hält, werden dann Regelungen zum Verbot oder weitgehender Nutzungseinschränkungen von Blei in Munition erarbeitet. In dieser Phase werden auch Interessenvertreter wie FACE in den Entscheidungsprozess eingebunden.

FACE unterstützt ein Verbot von bleihaltiger Munition an Feuchtgebieten, hält ein allgemeines Verbot von Bleimunition jedoch für nicht erforderlich. Weitergehende Verbote müssten verhältnismäßig sein, fordert FACE. Für die von bleihaltiger Munition angeblich ausgehenden Risiken für die Gesundheit von Mensch und Tier müssten wissenschaftliche Beweise erbracht werden. SE/PM

Beitragsbild: Bleihaltige Munition. Foto: SE

18 Gedanken zu „EU-Kommission macht Vorstoß für Verbot bleihaltiger Munition

  1. HF

    Vielleicht sollte die EU-Kommision eine Agentur beauftragen, zu erforschen, wie man die Spezies “Politiker” am geräuschlosesten und dauerhaft entsorgt, ohne dass der Bevölkerung dauerhafter Schaden durch deren Hirnlosigkeiten entsteht……

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  2. Axel Plümacher

    OH Je, Da liest man gestern, daß seit 2002 158 getötete Seeadler unter Windkraftanlagen gefunden wurden, es eine wohl erhebliche Dunkelziffer gibt und niemand regt sich auf, weder die Wolfskuschler, die wirklich nur ihren Wolf lieb haben, noch die Tierschützer, denen nur Tiere am Herzen liegen solange sie irgendwelchen Menschen oder Firmen Profit bringen, noch der Jagdverband,dem das auch wohl egal ist, da man Adler ja nicht jagen darf, aber wen auch nur der Hauch einer Chance besteht, den Jägern das Jagen irgendwie ein bisschen schwerer zu machen oder ein bisschen mehr zu verleiden. dann ist dieses Netzwerk aus Ökospinner in NGOs und Politik voll aktiv. Die sollten mal lieber ein Gesetz erlassen, daß es den Tieren in Oostvaartsplessen endlich wieder gut geht, daß MC Doof und die Lebensmittelindustrie darauf hinweisen muss, welche Folgen ihr Fraß für die Konsumenten hat, und daß die Windkraftanlagen als ständige Kirreinrichtung für Raubwild und Raubzeug endlich abgestellt werden.
    Is ja gut, ich hör ja schon auf zu träumen

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  3. Dirk

    Wenn die EU-Minister mal überlegen würden was für ein Schwachsinn sie anstellen , wenn mann die Jahrhunderte nimmt wo Blei als Geschosse genommen wurde, egal welcher Krieg, da müßte jetzt schon alles verseucht seien.

    Gruß
    Dirk

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  4. M.Gervers

    Ich habe immer gesagt::
    oben sitzen nur gehirnlose Idioten die sich nur die Taschen voll tun und sonst nicht’s auf die Kette kriegen. Und alle anderen müssen leiden.
    Mit Gruß

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  5. Chris

    Früher waren Wasserleitungen von Hausanschlüssen und Hausinstallationen aus Blei.
    Zum Teil ist dies heute noch der Fall.
    Die Bewohner sind auch nicht gestorben oder hatten Vergiftungen.
    Alternativen zu bleihaltiger Munition gigt es nicht wirklich, nur Kompromissmunition.
    Wenn Wild noch 200-300m rennt und dann erst verendet, nur wegen bleifreier Munition, ist nichts gewonnen

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      1. Carpe Diem.. jetzt erst recht

        Was hat bleifreie oder bleihaltige Munition mit Waidgerechtigkeit zu tun? Tot ist tot, mehr geht nicht. Die Waidgerechtigkeit geht vom Schützen aus, nicht von der Kugel!

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    1. Grimbart

      Doch, hatten sie. Das Problem bei Schwermetallen ist auch nicht eine akute Vergiftung, sondern die Langzeitwirkung.

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  6. Steffen Schmidt

    Hallo, ich schieße seit Jahren bleifrei! 85/100 Sauen liegen im Knall! Der Rest geht noch max 50 m! Habe in den letzen 4 Jahren über 60 Stück Schwarzwild zur Strecke gebracht! Gruß Steffen

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  7. Zündelnerlaubt

    Also ich jage bisher ausscließlich mit bleifreier Munition, ich habe keine langen Fluchtstrecken, keine großen Nachsuchen, oder ähnliches bisher erlebt. Habe unterschiedliche Fabrikate in .30-06 auf Rot- und Rehwild gebraucht.
    Auch bei anderen Jägern habe ich bei sauberer Schußabgabe nichts beobachten können was gegen den Gebrauch von bleifreier Munition spricht.
    Ich sehe nicht, dass bleifrei nicht waidgerecht ist, den angestrebten Nutzen kann man aber in Frage stellen

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  8. JM

    Bleibt doch einfach sachlich. Ich schieße jetzt ca. 9 Jahre bleifrei und dokumentiere alle erlegten Stücke in meiner App Jagdbegleiter. Dort ist auch die Flucht hinterlegt. Jeder Schuss ins Leben hatte eine Flucht zwischen 0-25 Meter. Einen Ausreißer mit 75 Meter gab es. Ein junger Rehbock mit einem Kammerschuss hat diese Flucht hingelegt. Das gleiche hat mein Mitpächter mit einem Schmalreh und Norma Vulkan gehabt.
    Jetzt kommt Sarkasmus:
    Entweder Werden die Löcher an die richtige Stelle gesetzt oder nicht. Durch Bleivergiftung wird die Flucht auch nicht verkürzt.

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  9. Carpe Diem.. jetzt erst recht

    Jetzt wird wieder ein Fass aufgemacht, das ich schon lange geschlossen glaubte. Fest steht, auch bleifreie Munition ist mit anderen Metallen toxisch. Wer will kann das gugeln.
    Für Nachsuchen wird nach wie vor bleihaltige Munition empfohlen (JWMG), weshalb wohl?

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  10. Grimbart

    Ehrlich gesagt ist das ein Krieg, den wir nicht gewinnen können. Wir stehen nur mal wieder als ewig Gestrige da, wenn wir uns auf Blei versteifen. Warum sagt man nicht einfach, dass man gerne Alternativen prüfen würde? Das Thema ist ja nicht mehr ganz neu und mittlerweile bietet der Markt ja einiges an bleifreien Projektilen an. Ich jage seit 15 Jahren bleifrei und habe keine Probleme.

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  11. Werner Fackler

    Seit es Schusswaffen gibt wird mit Blei geschossen. Wegen denen grünen Deppen sollten WIR uns keinen Kopf machen. Das regelt sich mit der Zeit von alleine.

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  12. MH

    Ich muß zwangsweise mit der Büchse ab und zu bleifrei schießen. Das zuletzt in die Palette aufgenommene Produkt des großen Herstellers mit den 3 Buchstaben hat mich bei der Büchsenmunition überzeugt. Da werde ich zukünftig wohl bleiben. Was Schrotmunition betrifft, sind die Ergebnisse mit bleifreier Munition aller von mir getesteten Produkte katastrophal. Auf dem Schießstand kein Problem, aber in Sachen Wildwirkung vollkommen ungeeignet. So etwas ist nicht tierschutzgerecht. Bitte nicht vergessen, daß man in Skandinavien zum Teil wieder zu Blei zurückgekehrt ist.

    Und ja, sieht man sich die Tests bleifreier Geschosse hinsichtlich ihrer Toxizität an, zweifelt man doch sehr am Urteilsvermögen der Verantwortlichen. Letztlich ist “bleifrei” doch nur zum Thema gemacht worden, um Jäger als Ewiggestrige dastehen zu lassen.

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  13. Saujäger

    Ich dachte das dieses Thema erledigt ist. Das ist wieder eine Gängelung der Jäger. Da anscheinend diese Nachtwächter nicht wissen was es für Geld und Mühe Kosten kann sein Jagdgerät auf bleifrei um zustellen. Da ja einige Gewehre nicht mit bleifreien Geschossen harmonieren was eine schlechte Schussleistung zur Folge hat was sich wieder auf die waidgerechtigkeit auswirkt. Aber das scheint ja dort egal zu sein da ja die Jäger eh …. naja lassen wir es. Mir persönlich ist es egal ob Blei oder bleifrei meine Amerikanischen Büchsen funktionieren mit Blei und Bleifrei da ich meist nur Amerikanische Geschosse verwende. Gut das man wiederlader ist und da so einiges probieren kann was die Präzision angeht. Auch dieser Hype geht irgendwann wieder zu Ende.

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