Elch in Sachsen-Anhalt gesichtet

Auf einem Feld bei Wachsdorf in der Nähe von Wittenberg in Sachsen-Anhalt ist ein Elch gesichtet worden. Vermutlich ist das Tier aus Polen eingewandert. Ungewöhnlich ist nach Ansicht von Experten, dass es sich um eine junge Elchkuh handelt. Üblicherweise sind es junge Elchbullen, die auf alten Wechseln weite Wege ziehen, um neue Territorien zu erkunden. Die Naturschutzorganisation WWF nahm die Elch-Sichtung zum Anlass, Elch-Managementpläne für Sachsen-Anhalt und Sachsen zu fordern. Es existiere Nachholbedarf beim Wildtiermanagement in diesen Ländern. Nur in Brandenburg, wo inzwischen eine standorttreue Elchpopulation beheimatet sein soll, wurde mittlerweile eine Elch-Managementplan verabschiedet. SE

Beitragsbild: Elch wird verarbeitet. Foto: SE

2 Gedanken zu „Elch in Sachsen-Anhalt gesichtet

  1. Hans-Dieter Pfannenstiel

    Im letzten Jahrtausend hat es westlich der Oder in Deutschland keine Elchpopulationen gegeben, da augenscheinlich keine geeigneten Habitate vorhanden sind. Die immer wieder aus Polen zugewanderten Einzelexemplare haben es entsprechend nie geschafft, stabile Populationen bei uns aufzubauen. Dass jetzt vermehrt Zuwanderer aus dem Osten kommen, hängt mit dem Jagdmoratorium in Polen und dem daraus resultierenden rasanten Populationswachstum polnischer Elche zusammen. Auch Reichsjägermeister Göring ist weiland mit dem Versuch der Ansiedlung des Elchs in der Schorfheide gescheitert.
    Der Elchmanagementplan Brandenburgs entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als hilfloser Versuch der Politik, der Wahrheit auszuweichen. Eine elchdichte Zäunung von Verkehrswegen oder der Bau von Elchquerungshilfen sind keine wirklichen Managementmaßnahmen. Muss denn überhaupt eine Tierart gemanagt werden, die hier bei uns ohne sichere Habitate ist? Wo enden denn die allmeisten Elche bei uns? Sie finden ein meist grausames und für den Menschen gefährliches Ende auf unseren Straßen. Wäre es nicht besser, sie landeten im Kochtopf und in der Bratpfanne? Wir müssen keinen Artenschutz für Arten betreiben, die es bei uns nicht gibt. Und aus Tierschutzgründen ist eine saubere Erlegung dem blutigen Verkehrstod allemal vorzuziehen, oder?

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