Wolf_Defaekation

Ein realistischerer Blick auf die Wölfe

+++ Schweiz: Zwei Wölfe aus Graubündner Rudel tot +++ Schweiz: Wolfsrisse im Appenzell +++ Wildunfall: Autofahrer verwechselt Wildschweine mit Wölfen +++ Sachsen-Anhalt: Kritik an sog. Wolfskompetenzzentrum +++ Sachsen: Wolf auf der A14 totgefahren +++ Mecklenburg-Vorpommern: Problemwolf GW924m – Jägern fordern schnelleren Abschuss +++

Während die zunehmend dreisteren Angriffe der Wölfe auf Nutztiere – im niedersächsischen Landkreis Lüneburg haben Wölfe mitten im Dorf Schafe gerissen – die Menschen in den Wolfsgebieten beunruhigen, scheint sich langsam ein realistischerer Blick auf die Raubtiere durchzusetzen: In der Welt befasst sich der Artikel “Allmählich gewöhnten sich die Wölfe an Menschenfleisch” mit der Geschichte der Wölfe, die über Jahrhunderte hinweg “als echte Landplage” empfunden wurden, wie der Autor feststellt. Und zwar nicht, weil sich die Menschen zu oft am knisternden Herdfeuer Märchen à la Rotkäppchen erzählt hätten, sondern weil sie nicht nur Schafe, Gänse, Schweine, Pferde, Rinder und Ziegen rissen, sondern weil tödliche Angriffe auf Menschen – insbesondere Kinder – keineswegs selten waren.

Ebenfalls in der Welt darf eine Landbewohnerin schildern, wie es sich anfühlt, wenn der Wolf die eigenen Schafe reist, die Kinder erst einmal Hausarrest bekommen, weil ihnen der Anblick nicht zuzumuten ist, dass mit einer Entschädigung eben nicht alles wieder gut ist und wie es sich mit dem Gefühl lebt, dass ganze Wolfsrudel nachts über Weiden, Wiesen und Höfe schleichen. Ach ja, und wie willkommen wohlmeinende Ratschläge und Verhaltensmaßregeln ahnungsloser Städter sind, die in ihren Etagenwohnungen der von den Spendensammlervereinen geschürten Wolfsromantik frönen. Leseempfehlung! SE

Beitragsbild: Wolf. Prof. Dr. Hans-Dieter Pfannenstiel

Die Red. dankt JAWINA-Leser TV für den Hinweis!

25 Gedanken zu „Ein realistischerer Blick auf die Wölfe

  1. Zündelnerlaubt

    Wir treten ja immer wieder dafür ein, die Tiere nicht zu vermenschlichen, also macht es m.M. nach wenig Sinn einem Wolf die menschliche Eigenschaft der Dreistigkeit unterzuschieben. Er tut was er kann weil er es kann (weil man ihn lässt)

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    1. Florian Koblenz

      Ich habe über 60 Weiden in einem Wolfsgebiet in Mecklenburg-Vorpommern auf Sicherheit kontrolliert. Nur EINE EINZIGE war ausreichend gesichert. Jagd der Wolf auf der Weide, ist der Mensch Schuld!

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  2. GO

    Kritik an Wolfskompetenzzentrum – besserer Herdenschutz gefordert
    Super!!!
    “….Peter Schmiedtchen hält das für ausgeschlossen. “Wölfe springen nicht”, ist sich der zweite Vorsitzende der Gesellschaft zum Schutz der Wölfe sicher…..”
    Herr Schmiedtchen, stellen Sie sich bitte im Wolfsgehege hinter diese 80cm hohen Weidezaun (mit Hütespannung) und winken mit der Rehkeule…. oder besser Sie Rennen ganz schnell auf und ab… die Wölfe graben sich ja unten durch! 😉 da hat sich der Kaffee gerade durch die Nase auf die Tastatur verteilt…….

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    1. Michael Müller

      In Ländern wo der Wolf nicht ausgerottet war haben die Bauern seit hunderten von Jahren Herdenschutzhunde , sollte man Mal drüber nachdenken.

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      1. admin Beitragsautor

        Und nochmal: Waren Sie mal in Osteuropa und haben sich vor Ort mit der Situation der Weidetierhalter befasst? Ich schon. Die Menschen haben nicht nur Herdenschutzhunde, sondern auch Gift, Flinten, Fallen und Knüppel und diverse Wölfe verschwinden dank dieser Mittel. Vor allem haben sie aber Hirten, die Tag und Nacht im Freien bei den Herden verbringen – ein Job, den bei uns niemand mehr machen will und kann. SE

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  3. Ronbi

    Wölfe sind doch ganz lieb, die würden doch nie einen Menschen beißen – oder.
    Wenn ein menschliches Skelett gefunden wird und keine Kugel oder Pfeilspitze drinsteckt, von was geht man dann aus.
    Fraßspuren von Tieren sind doch kaum zeitlich einzuordnen.
    Also alles post mortem.

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  4. Wolfgang Krauß

    Unsere schlimmen Vorahnungen werden sich bestätigen, wenn nicht bald vernünftig gehandelt wird. Wer nur etwas über das Funktionieren von Vererbung versteht, der muss wissen, dass auch der Mensch auf dem woelfischen Ernährungsplan stehen muss. Ob er das heute versteht oder nicht. Jahrtausende menschlicher Entwicklung bedeutet Krieg auf Krieg. Ohne Ende. Immer auch reich gedeckter Tisch für Isegrimm. Wer das nicht versteht, wird dafür die Zeche zahlen. Wie kann man angesichts solcher Sachverhalte darüber schwadronieren, dass der Wolf zu unserer Natur gehört, wie jüngst der Deutsche Jagdverband. Kommt zurück auf den Boden der Tatsachen!!!
    Das sagt Euch ein 74 jähriger Großvater, der sein
    Ganzes Leben in Wald und Flur verbracht hat.

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    1. Heidrun Friedrich

      Der Wolf ist ein Raubtier. Wir Menschen sein Feind. In einer Wolfsgegend würde ich kein kleines Kind unbeaufsichtigt draussen spielen lassen. Der Wolf hat vieleicht Angst vor dem Menschen, aber nicht vor unseren Nachwuchs. Bleibt er im Wald, wo er hingehört, ist er kein Problem, aber er liebt eben die leichte Beute. Das ist nun mal eben in der Nähe von uns. Ich bin nicht dafür, das er wieder ausgerotet wird, aber er sollte auch gezeigt bekommen, das er in den Wld gehört. Dort gibt es Wild genug, das er jagen kann.

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    2. Verena Saathoff

      Mir ist es auch ein Rätsel, weshalb er so verherrlicht wird. Das Wild wird immer weniger, und Nutztiere sind einfacher für die Wölfe zu erlegen. Aber es ist wohl so, dass die Menschheit immer wieder jede Generation aufs Neue erst durch Schaden klug wird…… V. Saathoff

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  5. Nezirovic Nedžad

    Der Wolf, ist ein schönes Tier das Anrecht auf Leben hat, allerdings nicht hier bei uns in Deutschland und erst Recht in Nähe der Menschen Siedlungen. Das haben sich scheinbar die Leute ausgedacht genau wie die Umwelt Plakette, genaue so wenig wie die Abgasen lässt sich auch der Wolf nicht bestimmen wo er gehen soll, und welchen Schäden anrichten kann.

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    1. Michael Müller

      Der Wolf lebt in den den östlichen Statten Europas schon immer und die Menschen dort kommen damit zurecht ! Da gibt es keine hohen Zäune………es gibt Herdenschutzhunde!! Das ist wahrscheinlich die beste Möglichkeit Wölfe davon abzuhalten Schafe als leichte Beute anzusehen.

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      1. admin Beitragsautor

        Waren Sie mal in Osteuropa und haben sich vor Ort mit der Situation der Weidetierhalter befasst? Ich schon. Die Menschen haben nicht nur Herdenschutzhunde, sondern auch Gift, Flinten, Fallen und Knüppel und diverse Wölfe verschwinden dank dieser Mittel. Vor allem haben sie aber Hirten, die Tag und Nacht im Freien bei den Herden verbringen – ein Job, den bei uns niemand mehr machen will und kann. SE

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  6. Cindy Bay

    Ich bin mal gespannt, wie sich die, so genannten “Fachleute” herausreden, wenn das erste Kind zu schaden kommt. Wenn nicht durch den Wolf direkt, dann bestimmt dadurch, dass irgendwann mal ein Kind aus versehen an einen Zaun fasst, der vor Wölfen schützen soll und um einiges stärker unter Strom steht als die normalen Zäune.
    Leider kommt der Wolf gewissen Parteien nur gerade recht. Der Raubzug gegen Schalenwild hat gerade erst begonnen. Wald vor Wild, und die “paar” Nutztiere die dabei zu schaden kommen, das müssen die Halter aushalten:
    sind Kommentare die ich zu hören bekomme. Nur, stimme ich meinen vorherigen Kritikern zu, der Wolf wird nicht halt machen, vor nichts und niemand wenn der Hunger da ist, oder er sich bedroht fühlt!!!!! Lustig nur, sehr viele Menschen haben angst vor Haushunden (domestizierte Wölfe) aber der Wolf muss unbedingt wieder hier angesiedelt werden?!?

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  7. Horst Burghardt

    Dann müssen die Befürworter des wolfes aufs Land und Schäfer werden und damit ihren Lebensunterhalt verdienen können

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  8. Hans J. Schubert

    Macht es wie die Bauern .Hütet eure Schafe bei den Befürwortern.
    Beschränkung auf 50 Stück für Deutschland.
    Deutschland hat noch wichtigere Probleme. Das ist eine gute Ablenkung.

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  9. Burkhard Schäfer

    In Schweden leben etwa 400 Wölfe, Tendenz gleichbleibend, weil sie dort auch bejagd werden. Dazu zählen auch noch die Pendlerwölfe aus Norwegen. Den Wölfen dort steht eine Naturfläche zur Verfügung die 1,5 x so groß ist wie die der BRD. Schweden hat ca. 10 Millionen Einwohnen, bei uns tummeln sich 82 Millionen EW. Allein diese Tatsache wird dazu führen, dass es Übergriffe von Wölfen auf Menschen in naher Zukunft bei uns geben wird; gefährdet sind insbesondere Kinder.
    In unseren Wäldern, Feldern aber auch in den Dörfern werden im nächsten Jahr an die 2.000 Wölfe umherstreifen.

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  10. Thorsten Hardel

    Sorry Leute. Aber es würde auch niemand glauben, dass Jäger alte Großmütterchen oder kleine Kinder mit einem Wildschwein verwechseln. Es ist auch völlig legitim, dass man sich Hunde als treue Partner hält, obwohl es immer wieder zu schweren Verletzungen oder gar Todesfällen an Menschen kommt. Wildschweine haben auch schon Menschen getötet, trotz Bejagung. Dieses ständige „uiuiuiui, irgendwann wird der Wolf mal einen Menschen angreifen“ ist so durchschaubar. Ja, Wölfe fressen auch Schafe. Und sie fressen auch mal den Lieblingsbock eines Revierpächters. Ihn deshalb aber als potentiellen Menschenkiller darzustellen, um ihn dann doch irgendwie ins Jagdrecht zu hieven, ist doch einem seriös sein wollenden Naturschutzverband, der zu sein sich viele Jäger gern anheften, nicht würdig.
    Auf vielen Veranstaltungen mit Jägerbeteiligung offenbart sich stets ein großes Wissensdefizit, was den Konkurrenten Wolf angeht. Wie soll man das Wissen auch in mittlerweile nur 14-tägigen Jagdscheinintensivkursen erlangen? Und selbst wenn es mal zu einem Unfall mit einem Wolf kommen sollte (Der seriöse Waidmann weiß ja, dass der Mensch weder bei Wildschweinen noch Wölfen zum natürlichen Nahrungsangebot gehört), ist das in Bezug auf ständige Todesfälle durch Autos, Pferde, Wildtiere oder Jäger ein Risiko, mit dem wir anscheinend gut umgehen müssten.
    Dieses ständige Geunke aus bestimmten Kreisen der Jägerschaft (denn zum Glück akzeptieren viele Jäger den Wolf auch als Teil der Natur), erinnert doch irgendwie an dieses deutschtypische Angstschüren gegen alles, was ein wenig Umdenken und Anpassen erfordert.

    Als Kind war ich so naiv zu glauben, ein Jäger hegt und pflegt in erster Linie Flora und Fauna für ein natürliches Gleichgewicht in der Natur. Mittlerweile erhärtet sich aber die Einsicht, einem erheblichen Teil geht es in erster Linie nur noch ums Bejagen. und dieser Teil wird in der Öffentlichkeit leider deutlich stärker wahrgenommen, als der Teil der Jäger, die sehr gut mit der Rückkehr verschiedener Beutegreifer klarkommen.

    Entweder leben wir mit der Natur oder wir tun alles, um sie zu bekämpfen. Tragisch.

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    1. Carpe Diem.. jetzt erst recht

      Herr Hadel, Ihr letzter Satz macht die Tragik deutlich, denn in ihm liegt das Missverständnis, was Sie und viele Ihrer Denkweise unter Natur verstehen. Fakt Eins: es gibt keine unberührte Natur; Fakt Zwei: Niemand bekämpft die Natur, sondern sie ist und war schon immer der Lebensraum, den die Menschen nutzen und an die Gesellschaft anpassten. Fakt Drei ist, dass in diesem Anpassungsprozess die Tiere die schwächeren Lebewesen waren, sind und bleiben. Da ändert auch eine urbane Gesellschaft nichts daran, und der Versuch derer, der unter den Wölfen leidenden Landbevölkerung ihren “Wolfswillen” aufzuzwingen, wird kräftig daneben gehen.

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      1. Thorsten Hardel

        Das klingt schon ein wenig befremdlich, wenn Sie hier Fakten benennen: „Fakt Zwei: Niemand bekämpft die Natur, sondern sie ist und war schon immer der Lebensraum, den die Menschen nutzen und an die Gesellschaft anpassten. Fakt Drei ist, dass in diesem Anpassungsprozess die Tiere die schwächeren Lebewesen waren, sind und bleiben.“
        Allein die Aussage, die Natur sei seit jeher der Lebensraum von uns Menschen, den wir nutzen und an die Gesellschaft anpassen und die Tiere als die Schwächeren Lebewesen in dieser Natur gelten, klingt für mich schon ein wenig widersprüchlich zu Ihrem Fakt 1, dass niemand die Natur bekämpfen würde. Ein Psychologe würde jetzt wahrscheinlich verstehen, weshalb Sie die Vorurteile gegenüber Wölfen in Ihren Aussagen so manifestieren, schließlich akzeptieren Sie keine Überlegenheit einzelner Tierarten uns Menschen gegenüber. Tatsächlich glaube ich, dass nicht nun Sie so denken, aber der Wolf lebt in einer beneidenswerten Sozialstruktur und ist ein sehr schnell lernender, effektiver Jäger. Vielleicht gefällt uns das nicht, ja ist uns unheimlich mit dem Gefühl klarzukommen, eine andere Kreatur könnte es mit uns aufnehmen. Das wäre sicher ein interessantes Analysefeld.
        Die Auswirkungen, wie sehr wir offensichtlich doch gegen die Natur kämpfen, zeigt sich ja nun immer mehr. Natürlich kann man das wegdiskutieren, aber dem größten Verteidiger menschlicher Überlegenheit sollte klar geworden sein, dass z.B. die zunehmende Überdüngung der Agrarflächen, die Massentierhaltung, die Emissionen durch Autos und Kraftwerke und die um sich greifende Monokulturen auch Auswirkungen auf unseren gesellschaftlich angepassten Lebensraum haben. Viele Tiere, die man sonst nur im ländlichen Raum antraf, flüchten sich immer mehr in die Städte. Gut, sie sind halt zu schwach, um sich den veränderten Lebensbedingungen in so kurzer Zeit anzupassen. Schade Tiere. Blöd gelaufen.
        Wenn Ihre Aussage aber richtig ist, dass der Mensch die Natur an die Gesellschaft anpassen darf, dann sollte man auch akzeptieren, dass die Mehrheit der Deutschen der Rückkehr der Wölfe positiv gegenüber stehen. Und das lässt sich die Gesellschaft auch einiges Kosten. So übernimmt die Gesellschaft die Kosten z.B. für wolfsabweisende Maßnahmen oder Entschädigungszahlungen. Das sollte man auch mal registrieren. Da wir und für eine demokratisch geprägte Gesellschaftsform entschieden haben, sollte man auch mit Entscheidungen klarkommen, die nicht unbedingt der eigenen Überzeugung entsprechen. Es wäre vielleicht hilfreich, man informiert sich mal bei den Menschen in Wolfsgebieten, die erfolgreich wolfsabweisend gezäunt haben, wie die es hinbekommen. Jedem ist klar, dass es keinen 100%igen Schutz geben kann. Den gibt es nirgendwo. Aber man kann drohende Gefahren minimieren.

        @Ralf
        Es tut mir leid, dass Sie andere Meinungen als Stänkern verstehen. Auch Ihre irrige Annahme, ich würde Äpfel mit Birnen vergleichen ist ein Trugschluss. Nicht etwa, weil man Birnen und Äpfel durchaus vergleichen kann, weil sie beide zur Familie der Rosengewächse gehören, doch gibt es auch viele Wanderer, die bei einem Waldspaziergang eine Bache mit Frischlingen (eine Bache, die natürlich nicht angeschossen ist, den die wäre ja von einem verantwortungsvollen Jäger durch Schweißhunde aufgespürt und erschossen worden) ebenso fürchten, wie ein Städter unangeleinte Hunde oder Sie den Wolf. Die Wölfe, die hier in Norddeutschland leben, werden wohl kaum den Wildschweinbestand in so kurzer Zeit regulieren, so wie es auch die Jäger, die ja nun deutlich stärker vertreten sind, als die Wölfe, bisher nicht hinbekommen. Wölfe suchen sich auch nicht unbedingt den schwersten Gegner zum Fressen aus. Die Anteile der Wolfsbeute können Sie ja auf den Seiten des BfN nachlesen. Wildschwein ist da übegrins auch vertreten. Es ist aber nicht die Aufgabe des Wolfes, unsere Fehler zu korrigieren. Dennoch hat es der Wolf in nicht allzulanger Zeit geschafft, dass sich in der Lausitz Waldbestände erholen, weil das Wild nun auch mal aus den Wäldern getrieben wird. Und weshalb sollte der Wolf sich mit einer wehrhaften Bache anlegen, wenn er auf Herden ungeschützter Schafe trifft. Der Wolf ist – wie der Mensch – ein Opportunist.
        Zum Thema menschenfressende Wölfe muss ich nicht wirklich etwas schreiben oder? Hunde fressen auch keine Menschen, und trotzdem sterben Menschen durch Hunde. Schaut man sich die Angriffe der Wölfe in den letzten 200 Jahren genauer an (und das haben Wissenschaftler gemacht), dann sind die meisten Zwischenfälle auf Tollwut zurückzuführen. Dass ein Wildtier sein Futter verteidigt oder seine Jungen oder reagiert, wenn es sich bedroht fühlt, dass weiß doch nun wirklich jeder. Es gibt Regeln, die für beide Seiten gelten. So sind Wölfe, die sich auffällig oft den Menschen nähern ebenso sanktioniert, wie Waffenbesitzer die glauben, ihnen stünde das Recht zu, auf eigene Faust Fakten zu schaffen.
        Und der Wolf ist nicht dafür verantwortlich, dass viele Bauern versuchen, durch Biogasanlagen ihren Gewinn zu maximieren und nur noch Mais anbauen…

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        1. Carpe Diem.. jetzt erst recht

          Sie haben mich angesprochen, also antworte ich: Der Philosoph Konfuzius sinnierte bildlich:”setze dich an einen Fluss und warte bis die Leiche deines Feindes vorüberschwimmt.” Nun sind Sie nicht mein Feind, aber ich möchte wetten, dass Menschen mit verklärten Ansichten, wie Sie sie vertreten, einsichtig werden. Das wurden die 68iger Ideologen auch, und wenn nicht, sind sie gescheitert und deren Kinder sind bei den Grünen heimisch geworden.

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          1. jochen

            Das wurden die 68iger Ideologen auch, und wenn nicht, sind sie gescheitert und deren Kinder sind bei den Grünen heimisch geworden.

            Ähh nein, die übelsten Multiplikatoren von denen wurden ganz sicher nicht einsichtig, sondern haben ihre kranke Ideologie, nach dem Marsch durch die Institutionen im Mainstream veranktert. Die Welt in der wir gerade leben?
            Und die grünen Kinder von denen? Sind die einsichtig geworden oder haben die den Wahnsinn von Gender bis Klima nicht erst auf die Spitze getrieben?
            Also keine Ahnung wo sie einsichtige 68er und ihre Apologeten sehen, aber in diesem Universum sicher nicht!

  11. Carpe Diem.. jetzt erst recht

    So, wie sich Frau Schulze bei den Bauernprotesten in Berlin zeigte, also hyper-selbstsicher wie Rumpelstilzchen, so agiert sie auch bei dem Wolfsproblem.
    Denn Einsichtigkeit wäre ja ein Schwächezeichen und das darf sich ein weiblicher Politiker schon gar nicht erlauben. Also fährt frau die Karre immer tiefer in den Dreck.

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    1. Ralf

      Zu Frau Schulze nur Folgende Zitate:

      Bauerndemo 26.11.2019: “…keiner von Ihnen und keiner von uns will, dass das Grundwasser weiter belastet wird…”

      Sendung “Hart aber fair” vom 04.02.2019: “…wir haben das beste Trinkwasser der Welt. Das kann man so aus der Leitung trinken… .”

      Was davon stimmt nun? Fakt ist, dass Frau Schulze NaBu-Mitgliedschaft hat (und der NaBu auch mit ihr wirbt). Zumindest weiß ich von nichts Gegenteiligem. Somit ist davon auszugehen, dass sie die Interessen des NaBu als Chef-Lobbyistin vertritt. Wohin fließen die Steuergelder in diesem Bereich?
      Ich wüßte nicht, dass ich einmal etwas davon gelesen hätte, dass der NaBu die Jagd in Deutschland befürwortet. Der Wolf kommt da gerade recht. Er führt beim NaBu zum Einen zu Einnahmen. Zudem wird angeführt, dass die Wölfe die durch Biogasanlagen (Stichwort “erneuerbare Energien”) bedingten Wildschwein-Überschüsse regulieren würden. Man hat jedoch festgestellt, dass das nicht klappt. Und nun?

      @Thorsten Hardel: Es ist interessant zu lesen, wie manche sich der nach wie vor bestehenden Problematik verschließen. Wölfe und Wildschweine in Bezug auf deren tötendem Verhalten hin zu vergleichen, ist wie Äpfel und Birnen zu vergleichen. Sie sollten sich da nochmal schlau lesen! Aber das wollen Sie ja nicht, weil Sie stänkern wollen, gell? Sie wissen ganz genau, dass man die verletzte Sau oder die Bache mit Frischlingen eben nicht mit Wölfen vergleichen kann. Dennoch stellen Sie alle hier auf eine Stufe. Inklusive Autos, Pferde, etc.

      In dem o.g. Artikel wird auf dokumentierte Hinweise verwiesen, in denen in der Vergangenheit belegt wurde, dass Wölfe sehr wohl eine Gefahr für Menschen darstellen. Ich gehe davon aus, dass Sie es verstanden haben. Dennoch spielen Sie weiterhin mit dem Feuer, wenn sie dieses verharmlosen. Das finde ich nicht nur gefährlich, sondern verantwortungslos von Ihnen!

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  12. hennen01

    Eines möchte ich zu Anfang klar stellen, was viele immer noch nicht begreifen wollen: Der Wolf ist keineswegs vom Aussterben bedroht. Und wir in Deutschland geben inzwischen zig Millionen für die Verbreitung des Wolfes aus. Aber wir haben kein Geld für Polizisten und Lehrer. Die Wolfsbefürworter(auch -Fanatiker) einschließlich Nabu
    haben uns von Beginn an, als der Wolf wieder nach Deutschland kam belogen. Zuerst hieß es die Wölfe würden die Wildtiere, die enormen Schaden in den Wäldern anrichten
    reduzieren. Also so schnell und so viel Wölfe wie möglich. Da wurden nach der damaligen Wilddichte in Deutschland berechnet wie viele Wölfe davon leben können. Jedem normal denkenden Menschen müßten da schon die Alarmglocken geläutet haben, dass wenn das Wild weniger wird und die Wölfe mehr, dass andere Beutetiere gesucht werden. Dann hieß es, ja Schafe und Ziegen passen auch in das Beuteschema des Wolfes. Inzwischen sind es Rinder und auch Pferde. Jahrzehnte wurden Offenställe bei den Landwirten gefordert und mit Steuergeldern gefördert. Wenn diese Tierhaltungsform auch noch wolfssicher gemacht werden muß, sind das nicht nur Millionen sondern hunderte von Millionen. An den Arbeitsmehraufwand bei solchen Anlagen darf man gar nicht denken. Und wenn wir diese Beutetiere dem Wolf auch noch verwehren, dann passt eben der Mensch auch in sein Beuteschema. Dann brauchen wir keine Wanderwege mehr in unseren schönen Landschaften anlegen.
    Schade, dass unsere Politiker ein paar Leuten, die keinen Bezug zur Realität haben und ihr Geld auch nicht in der Landwirtschaft verdienen, alles glaube und dementsprechende Gesetze machen.

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  13. Ronbi

    Warum steht in amerikanischen Merkblättern, vom Fish and Game Service, dass man Kinder im Wolfsland nicht unbeaufsichtigt lassen soll.
    Und warum hat in Littauen, erst kürzlich, ein Wolf eine Frau angefallen.

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