Durchbruch beim Wolfsmanagement?

+++ Schleswig-Holstein: Pferd mit Armbrust beschossen +++ Schleswig-Holstein: Rekord-Damwildstrecke im Kreis Plön +++ Niedersachsen: Waldarbeiter von Wildschwein angegriffen +++ ASP: Luxemburg weist Vorwürfe deutscher Jäger zurück +++ Luxemburg: Jagdverband will Wildschweinjagd zum Weltkulturerbe erheben +++ Saarland: Serie von Sabotageakten an Jagdeinrichtungen +++ Bayern: Rehbock stirbt auf der A6 +++ Östereich: Wilderer wider Willen – Autofahrer fährt Reh nach Wildunfall im Kofferraum zur Polizei +++ Deutschland/Dänemark: Anwohner wehren sich gegen Wildschweinzaun +++ Verhungerte Kälber: ÖJV attackiert Wildbiologin +++ NRW: Proteste nach Abschuss von Reh in der Innenstadt von Bünde +++ Baden-Württemberg: Polizei erschießt angefahrenes Wildschwein +++

Der Landwirtschaftsminister Mecklenburg-Vorpommerns, Dr. Till Backhaus (SPD), hat einen Durchbruch beim Wolfsmanagement angekündigt: Gegenüber dem NDR orakelte Backhaus, dass die Bundesregierung “schon in den nächsten Tagen” einen Gesetzesentwurf vorlegen könnte. Backhaus setze sich für “rechtssichere Regeln” ein, “damit auffällige Wölfe abgeschossen werden dürfen”, so der NDR. Backhaus strebt eine Änderung des Naturschutzgesetzes an. Diese solle ermöglichen, dass Wölfe oder auch ganze Rudel entnommen werden dürfen, wenn diese “gut geschützte Bestände angreifen”. Backhaus wies darauf hin, dass Weidetierhaltung für die Biodiversität unerlässlich sei. Auch der Wolf habe ein “Recht auf Leben in Deutschland”, aber alles habe Grenzen.

Derweil setzt sich die Serie von Wolfssichtungen und Wolfsrissen fort:

In Kärnten, im Münsterland und am Stadtrand von Schwerin wurden Wölfe gesichtet, Wolfsrisse werden aus Bebra, Mittelkalbach in Hessen und Licherode (ebenfalls Hessen) gemeldet.

Auf einen interessanten Sachverhalt weist JAWINA-Leser MH hin: Der zuständige Wolfsbeauftragte für die Wolfsrisse in Licherode ist der HNA zufolge der Leiter des Tierparks Knüll, aus dem vor kurzem zwei Wölfe entkommen sind (JAWINA berichtete). Die FDP ist der Ansicht, dass Schleswig-Holstein dem Wolf keinen Lebensraum bietet.

Beitragsbild: Dr. Till Backhaus, Autor: Martin Kraft, Quelle: Wikipedia

Die Red. dankt JAWINA-Leser MH für den Hinweis!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.